Teilprojekt des SPP 1135

Dynamik sedimentärer Systeme unter wechselnden Spannungsregimen am Beispiel des zentraleuropäischen Beckensystem

Spätpaläozoische grobklastische Ablagerungen in Nordostdeutschland und Westpolen: sedimentäre Fazies und Implikationen für die Entwicklung des Zentral-Europäischen Beckensystems (CEBS).

Antragssteller:

Christoph Breitkreuz

Förderung:

DFG-finanziertes Projekt

Bearbeiter:

Enrico Kallmeier

Dauer:

4/2006 – 2/2008

Zusammenfassung:

„Zentrales Ziel dieses SPP ist es, wesentliche Prozesse der Beckenbildung und -ausgestaltung zu quantifizieren und Wechselwirkungen zwischen den ablaufenden Prozessen zu ergründen. Untersucht werden sollen a) die Dehnung und Verkürzung der Kruste und die damit verbundene Entwicklung von Störungssystemen, b) die Kompaktion und chemische Diagenese der Sedimente, c) die Bildung und Bewegung der Salze, Flüssigkeiten und Gase innerhalb der Sedimentbecken und d) die Sedimentanlieferung und -verteilung als Spiegel tektonischer und klimatischer Entwicklung während verschiedener Zeitabschnitte. Eine weitere zentrale Frage ist, inwieweit die geologisch erworbene Prägung eines komplexen Beckensystems mit historisch abgelaufenen Prozessen korreliert werden kann, um schließlich Prognosen im Sinne einer prozessorientierten Risikoanalyse vornehmen zu können“ (Auszug SPP Antrag bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft).

Permokarbone vulkano-sedimentäre Abfolgen im zentralen und östlichen Teil des Südlichen Permbeckens (SPB) repräsentieren ein wichtiges Archiv zur Entwicklungsgeschichte des Zentraleuropäischen Beckensystems (CEBS). In enger Kooperation mit dem Polnischen Geologischen Institut (PGI, Warschau) sollen detaillierte Fazies- und Liefergebietsanalysen an Bohrkernen/Aufschlüssen und eine Interpretation geophysikalischer Logs von Bohrungen aus NE-Deutschland und W-Polen durchgeführt werden. Ziel der Projektpartner ist es die genaue zeitliche Stellung der Klastika zu erfassen, klimatische und/oder tektonische Signale zu erkennen und Ablagerungsmechanismen zu interpretieren. Weiterhin sollen die Liefergebiete des abgelagerten Materials definiert und quantifiziert werden um zusammen mit den schon erworbenen Daten Implikationen zur Beckeninitiierung bzw. -entwicklung zu geben und den paläoklimatischen Rahmen zu skizzieren. Final sollen für ausgewählte Gesteinseinheiten Fazies- und wenn möglich geothermische Potenzialkarten erstellt werden.

Projektpartner:

  • Hubert Kiersnowski (PGI)
  • Manfred Menning (GFZ Potsdam)
  • Norbert Hoffmann