GeoARC

Känozoische Sedimente des tadschikischen Beckens: Sedimentologie, Herkunft und tektonisches Signal des Pamirs

Bearbeitung:

Dr. M. Franz, Prof. Dr. J. Schneider

Förderung:

DFG-Bündelantrag TIPAGE, Teilprojekt SCHN 408/16-1 (seit 2009)

Antragsteller:

Prof. Dr. R. Gaupp, Dr. T. Voigt, Prof. Dr. J. Schneider, Dr. R. Jonckheere, Prof. Dr. Kley, J., Prof. Dr. L. Ratschbacher

Kurzfassung:

Das tadschikische Becken am Nordwestrand des Pamirs beinhaltet eine bis zu 10 km mächtige, kontinuierliche Abfolge von prä- und syntektonischen Ablagerungen, die den Zeitraum Jura bis Quartär umfassen. Die Beckenfüllung spiegelt die Entwicklung von einer Plattform (Jura–Paläogen) zu einem tiefen Vorlandbecken (Neogen) wider; sie wurde wahrscheinlich seit dem späten Neogen, syn- bis post-tektonisch, in einen Falten- und Überschiebungsgürtel umgeformt. Die zeitlichen und räumlichen Muster der Kollision im Pamir werden bis jetzt nur unvollständig verstanden und basieren hauptsächlich auf geophysikalischen Daten, Beobachtungen aktiver Tektonik und Modellen. Hier werden wir die Hebung und die Deformationsgeschichte des Pamirs aus der Sedimentationsgeschichte des tadschikischen Beckens ableiten und eine integrierte Beckenanalyse ausführen; diese fokussiert auf die syn-tektonischen Sedimente. Wir werden folgende Ansätze kombinieren: (1) Fazies- und Sedimentgeometrie-Analysen und Studien zum Stapelungsmuster der Ablagerungen; (2) Herkunfts-gebietsanalysen auf der Grundlage des Geröllspektrums, sowie von Leicht- und Schwermineral-analysen; (3) detritische Thermochronologie und Geochronologie.