Aufbau eines webbasierten Systems zur Erschließung, Digitalisierung und Visualisierung des Bestandes der Brennstoffgeologischen Sammlung an der TU Bergakademie Freiberg

DFG


Im Rahmen des Förderprogramms „Erschließung und Digitalisierung von objektbezogenen wissenschaftlichen Sammlungen" fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verschiedene Forschunssammlungen deutschlandweit, darunter auch einige geo- und montanwissenschaftliche Sammlungen in Freiberg und Dresden. So wird seit 2012 die Teildigitalisierung der Brennstoffgeologischen Forschungssammlung an der TU Bergakademie Freiberg durch das Programm unterstützt.

„Die Brennstoffgeologische Sammlung ist die jüngste Teilsammlung der Geowissenschaftlichen Sammlungen an der TU Bergakademie Freiberg. Strukturierung und Ausbau erfolgten ab 1927 mit der Gründung des „Institut für Brennstoffgeologie“ unter Prof. Otto Stutzer. Diese Sammlung umfasst heute über 430 000 Objekte. Dabei handelt es sich um Rohstoffproben weltweiter Vorkommen von Torf, Kohlen und Schwarzschiefer bzw. Ölproben, paläobotanische Makro- und Mikrofossilien sowie historische Herbarien und botanische Präparate. Viele dieser Objekte sind Unikate, da sie aus heute nicht mehr zugänglichen Lagerstätten und Vorkommen stammen. Europa- und möglicherweise auch weltweit ist eine derartig diverse und umfangreiche Forschungs- und Lehrsammlung zu fossilen Brennstoffen einmalig. Das Sammlungsmaterial erfüllt zwei Funktionen: neben der Überprüfung veröffentlichter Befunde in der Grundlagenforschung wird es zunehmend als Objekt für vergleichende Rohstoffanalysen in der angewandten Energierohstoff-Forschung herangezogen. Als Pilotprojekt für den überregionalen digitalen Nachweis von objektbezogenen wissenschaftlichen Sammlungen fokussiert der Antrag auf die Erschließung und Digitalisierung von etwa 600 bis 800 Objekten der „Brennstoffgeologischen Forschungssammlung“. Für die sehr verschiedenartigen Proben sollen diverse Lösungsansätze zur Präsentation in leistungsfähigen, vernetzten und überregional nutzbaren Informationssystemen erarbeitet werden. Dabei sind stabile Verknüpfungen (XMLSchnittstellen) zu Harvesting-Portalen zu schaffen und eine Einbindung in das „System for Earth Sample Registration (SESAR) zu etablieren.“

Geleitet wird das Projekt vom Direktor der Geowissenschaftlichen Sammlungen der TU Freiberg, Herrn Prof. Dr. Heide, sowie der Kustodin für die Brennstoffgeologische Forschungssammlung, Frau Dr. Gaitzsch. Die fachliche Betreuung liegt bei Herrn Prof. Dr. Volkmann.