Kieselschiefer

 Die Entstehung dieser Gesteine ist zeitlich gesehen dem Silur (vor ca. 440 Millionen Jahren) zuzuordnen. 
 In Nordeuropa finden zwei Gebirgsbildungen statt. Das Erste Kaledonische Gebirge wird noch im Untersilur wieder abgetragen. Das im Obersilur entstandene Zweite Kaledonische Gebirge - die Kaledonischen Alpen - erstreckt sich von England über Norwegen und Spitzbergen bis nach Nordamerika. Mitteleuropa ist im Silur größtenteils überflutet, außer in Gebieten Süddeutschlands. In diesen Meeren findet die Sedimentation von Sandsteinen, Tonen und Grauwacken statt. 
 Es herrschte ein ruhiges, warmes Klima und in den stillen, lichtdurchfluteten und nährstoffreichen Gewässern blühte ein üppiges Leben. Die günstigen Bedingungen brachten eine große Anzahl Tiere und Pflanzen hervor, welche nach dem Absterben zusammen mit feinsten mineralischen Partikeln zu Boden sanken. 
 Am Meeresboden entstanden Schichten aus Ton mit eingebetteten organischen Überresten, welche sich wegen der Sauerstoffarmut nur schwer zersetzten und daher inkohlten. So bildete sich in Millionen von Jahren ein meterhoher schwarzer Schieferfels. Gleichzeitig mit dem reichlich vorhandenen organischen Kohlenstoff reicherte sich das Ton-Sediment noch mit anderen Elementen an, darunter mit Schwefel und Eisen. Aus ihnen bildeten sich Pyrit und Markasit. 
 Kieselschiefer m., paläozoisches Kieselsediment, das zu einem großem Teil aus den Kieselskeletten von Radiolarien aufgebaut wird. Oft im gleichen Sinne, vielfach abei bei besonders festen, rot bis - durch Einschluß kohliger Substanzen - schwarz gefärbten Kieselgesteinen, wird der Ausdruck Lydit (=Probierstein) verwendet. 
 Alaunschiefer durch Schwefelkies (Pyrit) dunkel gefärbte schiefrige Pelite, bei deren Verwitterung Alaun entsteht. 
 Tonschiefer aus Tonmaterial bestehender 'Schiefer', diagenetisch stärker verfestigt als der Schieferton.