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Doktorand im SFB erhält Best Paper Award auf IEEE LDAV in Paris

15.12.2014

 


Für ihren wissenschaftlichen Beitrag zu einer entwickelten Methode zur Datenkompression auf Hochleistungsrechnern wurden Henry Lehmann, Doktorand im Sonderforschungsbereich 920 und Professor Bernhard Jung, Institut für Informatik auf der IEEE LDAV 2014 mit dem Best Paper Honorable Mention Award ausgezeichnet. Die LDAV-Tagung (Large Data Analysis and Visualization) widmet sich zukünftigen Technologien für Analyse und Visualisierung sehr großen Datenmengen, die in heutigen wissenschaftlichen Simulationen anfallen. Das LDAV-Symposium ist Teil der IEEE-VIS Multikonferenz, die diesen November erstmals außerhalb der USA in Paris veranstaltet wurde.

Interaktive Visualisierung eines simulierten Filtrationsprozesses in der CAVE in verschiedenen Auflösungsstufen.Bild: Interaktive Visualisierung eines simulierten Filtrationsprozesses in der CAVE in verschiedenen Auflösungsstufen.

 

Auch in den wissenschaftlichen Simulationen von Filtrationsprozessen im SFB 920 fallen sehr große Datensätze bis hin zum Terabyte-Bereich an, die mit herkömmlichen Visualisierungswerkzeugen nicht mehr handhabbar sind. Als derzeit meistversprechender Ansatz zum Umgang mit derart riesigen Datenmengen gelten sogenannte „in-situ“-Methoden, welche die Datenmenge noch auf dem Hochleistungsrechner reduzieren. In dem Beitrag „In-situ multi-resolution and temporal data compression for visual exploration of large-scale scientific simulations“ schlagen Henry Lehmann und Bernhard Jung zwei Verbesserungen eines führenden in-situ Datenkompressionsverfahrens vor. Zum einen wird über temporale, also zeitschrittübergreifende Kompression die Datenmenge weiter reduziert. Durch die Datenkompression müssen nur noch 10-20 % der anfallenden Daten effektiv gespeichert werden. Neben den Einsparungen beim Speicherplatz sind damit insbesondere auch drastische Zeitgewinne beim Abspeichern der Daten verbunden. Zum anderen werden mit dem neuen Verfahren die Daten gleich in einem hierarchischen Format gespeichert, was ein Einlesen z.B. bei der Datenvisualisierung in der CAVE in verschiedenen Auflösungsstufen ermöglicht. So können z.B. erste Visualisierungen sehr schnell durch Einlesen von z.B. 1/64 oder 1/8 der Datenmenge erzeugt werden, wobei eine Verfeinerung der Visualisierung auf höhere Auflösungen jederzeit möglich ist. Dies gestattet, auch sehr große wissenschaftliche Simulationen interaktiv zu erkunden.

Info zur IEEE LDAV 2014 in Paris: http://www.ldav.org/