Erfolgreiche Habilitation im Sonderforschungsbereich 799

Am 11. Februar 2020 habilitierte sich Frau Dr. rer. nat. Olga Fabrichnaya erfolgreich im Fachgebiet Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnik. Die Habilitation zur thermodynamischen Modellierung mit der CALPHAD-Methode erfolgte im Rahmen des DFG-geförderten Sonderforschungsbereiches 799.

Die Habilitationsarbeit fokussiert experimentelle Studien sowie thermodynamische Modellierungen von Zirkonoxid-, Aluminiumoxid- und seltenen Erdsystemen für verschiedene industrielle Anwendungen wie Wärmedämmbeschichtungen, gerichtet erstarrte Eutektika und optische Materialien. Dabei bezieht sich Dr. Fabrichnaya auf die CALPHAD Methode sowie die verwendeten thermodynamischen Modelle zur Beschreibung der Phasen im System ZrO2-RE2O3-Y2O3-Al2O3.

In ihrer öffentlichen Probevorlesung präsentierte Dr. Fabrichnaya die CALPHAD (= CALculation of PHAse Diagrams) Methode zur Optimierung thermodynamischer Parameter basierend auf verschiedenen experimentellen und theoretischen Daten. Im wissenschaftlichen Vortrag erläuterte sie die Phasengleichgewichtsuntersuchung und die thermodynamische Modellierung des ZrO2-TiO2-A1203 Systems.

Habilitationskommission überreicht Frau Dr. Olga Fabrichnaya einen Blumenstrauß zur erfolgreichen Habilitation.

1983 hat Frau Dr. rer. nat. Olga Fabrichnaya ihren Diplomabschluss in Chemie an der Lomonossov-Universität Moskau gemacht. Anschließend erlangte sie zwei Promotionen in Chemie und Mineralogie. Seit 2006 bringt sie ihre Erfahrungen und Fachkenntnisse als Teilprojektleiterin in den Sonderforschungsbereich 799 ein. Sie leitet die beiden Teilprojekte C2, „Thermodynamische Modellierung von ZrO2-MgO-Werkstoffen und Stahl-ZrO2-Grenzflächen“, und C3, „Thermodynamisch-mechanische Modellierung des TRIP- und TWIP-Effekts in austenitischem Stahlguss“.

Nach Frau Dr. Anja Weidner, die sich im Juni 2019 ebenfalls im Fach Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnik habilitierte, ist Frau Dr. Olga Fabrichnaya die zweite Frau, die seit 2015 an der TU Bergakademie Freiberg den Grad des habilitierten Doktors erlangt hat.