Problem

Die schneidenden Gewinnungsmaschinen stellen derzeit eine Alternativlösung zur Nutzung herkömmlicher Bohr- und Sprengverfahren im Bergbau dar. Mit ihnen kann das Gebirge genauer, schonender, damit sicherer und ohne Sprengemissionen wie nitrosen Gasen, Lärm und Erschütterungen gewonnen werden. Dennoch ist das Potential der schneidenden Gewinnungsverfahren nicht ausgeschöpft. Durch das stetige Kontakt mit dem Gebirge könnten im laufenden Betrieb viele Echtzeitdaten gesammelt werden, wodurch das oftmals bestehendes Problem bei allen Gewinnungsarbeiten im Festgestein „Vor der Hacke ist’s duster” gelöst werden könnte. Denn genaue Kenntnisse über das Gestein, das gerade gewonnen wird, können erst mit einem zeitlichem Versatz erhalten werden. Dabei sind genaue geologische Modelle von großer Wichtigkeit für die Planung des Prozesses. Je nach Einsatz sind genaue Informationen über auftretende Rissstrukturen (Sicherung), zu erwartende Vortriebsgeschwindigkeit (Zeitplanung), Mineralisationszonen oder Schichtgrenzen (Qualitätsplanung) notwendig für die Kurzfristplanung des Projektes, sei es im Berg- oder im Tunnelbau. Das Rockfeel Analysesystem wird das Klassifizieren des Gebirges während des eigentlichen Gewinnungsvorganges ermöglichen. Damit stellt das Analysesystem eine Real-Time-Mining-Lösung dar.

Des Weiteren werden bei der Gewinnung und Aufbereitung von mineralischen Rohstoffen bekanntlich bis zu 80-90 % der gesamt benötigten Energie in den finalen Prozessschritten benötigt. Die bei der Aufbereitung entstandenen Aufbereitungsrückstände werden in häufig sogenannten Tailings gelagert. Dies ist nicht nur mit Kosten, sondern auch mit einem gewissen Umweltrestrisiko verbunden. Könnte der Bergwerksbetreiber die Gewinnung mit weniger Abraum ermöglichen und somit das zu behandelnde Erz reduzieren und dennoch die gleiche Menge Endprodukt produzieren, hätte das zur Folge, dass er seinen Umwelteinfluss bei der gleichzeitigen Reduktion der Prozess- und Energiekosten minimieren kann.