Promotionsthemen

ArbeitspaketBezeichnung
A1Entwicklung eines ressourceneffizienten Gießwalzverfahrens zur Erzeugung von Langprodukten aus Magnesiumlegierungen
A2Effizienzpotenziale kombinierter Gieß- und Umformprozesse und Life-Cycle Analyse gießgewalzter Leichtmetallkomponenten
B1Entwicklung einer technologischen Prozesskette der Wärmebehandlung und des Kaliberwalzens gießgewalzter Magnesium-Langprodukte
B2Wertschöpfungsstufenübergreifendes Prozess- und Qualitätsmanagement der Herstellung und Verarbeitung von gießgewalzten Magnesium-Halbzeugen
C1Technologieentwicklung für die Niedertemperatur-Abwärmenutzung in Gießereien
C2Bewertung und Implementierung von Verfahren zur Niedertemperatur-Abwärmenutzung
D1Innovative Verfahrensentwicklung zur Substitution des Lösungsglühens bei Al-Gusslegierungen
D2Ganzheitliche ökonomische und ökologische Bewertung von Gießereiprozessen mit besonderer Berücksichtigung energieeffizienter Prozessketten
EBerufsorientiertes Fach- und Führungskräftecoaching

Die Aufgabenstellungen der acht Promotionsthemen umfassen für das Arbeitspaket A die technische Entwicklung und betriebswirtschaftliche Bewertung eines Gießwalzverfahrens als Herstellungstechnologie für Magnesium-Langprodukte sowie für das Arbeitspaket B die Entwicklung einer technologischen Prozesskette zu deren Weiterverarbeitung und Applikation in Leichtbauanwendungen. Durch die zu entwickelnden Verfahren wird die Erzeugung und Verarbeitung von Magnesium-Draht und Stangenmaterial mit geringem Material- und Energieaufwand möglich. Gleichzeitig tragen die erweiterten Möglichkeiten für den industriellen Magnesium-Leichtbau zur Entwicklung umweltfreundlicher Anwendungen bei.

Den zweiten Schwerpunkt bildet die Entwicklung von Technologien zur Niedertemperatur-Abwärmenutzung in Gießereien im Arbeitspaket C. Die zu erstellende Empfehlungsmatrix soll sowohl bereits installierte Abwärmenutzungstechniken berücksichtigen als auch die zu erwartende Menge an Niedertemperaturabwärme in Gießereien und basiert auf technischen, ökonomischen und ökologischen Aspekten.

Ein weiteres Forschungsfeld ist die Entwicklung und ökonomische Optimierung eines Verfahrens zur Substitution des Lösungsglühens bei Aluminium-Gusslegierungen innerhalb des Arbeitspaketes D. Mittels selbsthärtender Aluminium-Gusslegierungen lässt sich die ressourcen- und energieintensive Wärmebehandlung über mehrere Stunden bei circa 530 °C deutlich reduzieren.

Verbunden sind die vier interdisziplinär besetzten Tandem-Teams durch die gemeinsame Erarbeitung übergreifender fachlicher Zusammenhänge sowie ein gemeinsames Begleitprogramm, begleitend durch die Graduierten- und Forschungsakademie (GraFA) der TU Bergakademie Freiberg im Arbeitspaket E.