Prof. Dr. Jan-Michael Lange

Prof. Dr. Jan-Michael Lange

Prof. Dr. Jan-Michael Lange


Honorarprofessor

Institut für Mineralogie, Brennhausgasse 14, Zimmer 1.81

Telefon +49 351 795841-4414
Jan-Michael [dot] Langeatmineral [dot] tu-freiberg [dot] de



 

Informationen zum wissenschaftlichen Profil in Forschung und Sammlung einschließlich der dazugehörigen Publikationen entnehmen Sie bitte der Webseite der Sektion Petrographie der Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden. Vorschläge für Qualifizierungsarbeiten sind hier zu finden.


Lehre

Extraterrestrische Materie

In mehreren Lehrveranstaltungen werden Kenntnisse über den Aufbau und die Entwicklung des Sonnensystems vermittelt und Studierende befähigt, Zeugnisse und Prozesse kosmischer Ereignisse auf der Erde zu bewerten:

Das Modul Extraterrestrische Materie (MEXTERR.MA.Nr.012) ist Wahlpflichtmodul in der Studienrichtung Mineralogie und freies Wahlmodul in den sonstigen Studienrichtungen des Masterstudienganges Geowissenschaften. Details sind der Moduldatenbank zu entnehmen.

 

Sedimentologisches Feldpraktikum

Im Feldpraktikum werden Grundlagen der Kartierung sedimentärer Einheiten und deren Interpretation vermittelt. Am Beispiel fluvialer Sedimente werden Faziesanalyse, granulometrische und morphometrische Methoden, Analysen der Geröllzusammensetzungen vorgestellt und geübt. Das fünftägiges Praktikum beinhaltet drei- bis viertägige Geländearbeiten im Kiestagebau Laußnitz in der vorlesungsfreien Zeit — meist in der zweiten Septemberwoche.

Diese Lehrveranstaltung ist Bestandteil des Moduls Sedimentologie/Stratigraphie I (SEDIMEN.BA.Nr.035) und ist Pflichtmodul im Grundstudium des Bachelorstudienganges Mineralogie/Geologie. Details sind der Moduldatenbank zu entnehmen.

 

Qualifizierungsarbeiten

In Zusammenarbeit mit den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden können verschiedene Themen — auch außerhalb des angebotenen Vorlesungsstoffes — angeboten werden.


Themen für Qualifizierungsarbeiten

Vorschläge für Qualifizierungsarbeiten:

Die laborativen und analytischen Arbeiten erfolgen im Normalfall an den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen Dresden. In Abstimmung mit den zuständigen Laborleitern können diese auch an Laboren der TU Bergakademie Freiberg durchgeführt werden. Die Themen 1, 2, 6, 8 und 10 sind mit mindestens einwöchigen Aufenthalten im Bearbeitungsgebiet verbunden. Kosten für Übernachtung können eingeschränkt gewährt werden. Bei einigen Themen sind auch Mehrfachvergaben möglich! Hier sind die Gebiete und Objekte variabel und können dem aktuellen Bedarf und den studentischen Möglichkeiten (z.B. Nähe zum Wohnort etc.) angepasst werden.

 

Themen für Bakkalaureus- und Masterarbeiten

 

1. Fernejekta des Riesimpaktes in Süddeutschland und der Ostschweiz.

Die Reuterschen Blöcke und der Brockhorizont in der Oberen Süßwassermolasse werden als Zeugnisse des Riesimpaktes gedeutet. Eine Bearbeitung inkl. Bestandsaufnahme liegt bereits einige Jahrzehnte zurück und ist aufgrund neuer Funde in der östlichen Schweiz zu aktualisieren.

Geplante Untersuchungen: Kartierung und Profilaufnahme vor Ort, sedimentpetrographische Bearbeitung, Probenaufbereitung, Dünnschliffmikroskopie

Empfohlen als Bakkalaureusarbeit (Geologie, Mineralogie).

 

2. Untersuchung der Moldavitfundschichten in Südböhmen am Beispiel der Kiesgrube Chlum nad Malší.

Die Kiesgrube von Chlum nad Malší in Südböhmen ist ein klassischer Moldavitfundpunkt. Abgebaut werden obermiozäne/pliozäne Flussschotter, die in zeitlicher Nähe zum Riesimpakt abgelagert wurden.

Geplante Untersuchungen: Kartierung und Profilaufnahme vor Ort, sedimentpetrographische Bearbeitung (Granulometrie, Morphometrie, Geröllzusammensetzung), Lackfilmherstellung.

Empfohlen als Bakkalaureus- oder Masterarbeit (Geologie).

 

3. Der „Helle Horizont“ im Obermiozän Südwestmecklenburgs – Petrographie, Geochemie, Sedimentologie, Stratigraphie.

Die hellockerfarbene kalkfreie Bank „Heller Horizont“ mit Bioturbationen teilt den Glimmerschluff in untere und obere Pritzier-Schichten. Ungewöhnlich ist seine vorwiegend kaolinitsche Zusammensetzung, die in einer marinen Fazies auftritt. Seine Genese ist umstritten.

Geplante Untersuchungen: Bohrkernaufnahme im Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern, Probenaufbereitung, Dünnschliffmikroskopie, Röntgenfluoreszenzanalyse (XRF), Kathodolumineszenzanalyse (CL), Stratigraphie.

Empfohlen als Masterarbeit (Mineralogie, Geologie).

 

4. Petrographie und Geochemie ausgewählter Elbeleitgerölle.

Gerölle der Elbe sind petrographisch und geochemisch zu charakterisieren und mit den potentiellen Liefergebieten zu vergleichen.

Geplante Untersuchungen: Probenaufbereitung, Dünnschliffmikroskopie, Röntgenfluoreszenzanalyse (XRF), Rasterelektronenmikroskopie (SEM-EDX).

Empfohlen als Bakkalaureus- oder Masterarbeit (Mineralogie, Geologie).

 

5. Charakterisierung der Kathodolumineszenz von Quarzen und Feldspäten aus Elbesedimenten .

Mittels Kathodolumineszenzanalyse von Quarzen und Feldspäten sind die Bildungsbereiche zu ermitteln. An mehreren Proben ist die Häufigkeit der jeweiligen Kathodolumineszenzeigenschaften zu ermitteln.

Geplante Untersuchungen: Probenaufbereitung, Dünnschliffmikroskopie, Kathodolumineszenzanalyse (CL).

Empfohlen als Bakkalaureus- oder Masterarbeit (Mineralogie, Geologie).

 

6. Fluviale Bildungen des Mio- und Pliozäns in Südwestmecklenburg.

Im Obermiozän und Pliozän treten in Südwestmecklenburg fluviale Schüttungen auf, die sowohl aus südlichen als auch aus nördlichen Einzugsgebieten stammen. Für das Verständnis der Elbentwicklung sind diese Vorkommen von besonderer Bedeutung, da hier ein Zusammenfluss mit dem hypothetischen „Baltischer Urstrom“ oder „Eridanus“ vermutet wird.

Geplante Untersuchungen: Aufschlusskartierung, Bohrkernaufnahme im Landesamt für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern, Probenaufbereitung, sedimentpetrographische Bearbeitung (Granulometrie, Morphometrie, Geröllzusammensetzung), Dünnschliffmikroskopie, Röntgenfluoreszenzanalyse (XRF), Kathodolumineszenz (CL), Stratigraphie.

Empfohlen als Masterarbeit (Geologie, Mineralogie).

 

7. Geochemisches Profil durch die Oberkreide (Cenoman–Turon) der Elbtalgruppe am Bohrkern Krietzschwitz HG7006.

Die Bohrung Krietzschwitz HG7006 der Wismut AG zeigt eine sehr vollständige Abfolge von Sedimenten des Cenomans und Turons der Elbtalgruppe. Eine feinstratigraphische Aufnahme mit sequenzstratigraphischer Interpretation ist bereits erfolgt. Ergänzend sind petrographische und geochemische Untersuchungen am Kernmaterial vorzunehmen.

Geplante Untersuchungen: Probenaufbereitung, Dünnschliffmikroskopie, Röntgenfluoreszenzanalyse (XRF).

Empfohlen als Bakkalaureusarbeit (Mineralogie, Geologie).

 

8. Bestandsaufnahme von Grabmalgesteinen auf Dresdner und Freiberger Friedhöfen.

Historische steinerne Grabmale sind neben ihrer sepulkralkulturellen und kulturhistorischen Bedeutung ausgezeichnete Zeugnisse der Verwendung von Natursteinen. In der Kombination von zeitlicher Dimension (meist eindeutige Datierbarkeit der Grabmalerrichtung), räumlicher Zuordnung (Herkunftsgebiet des Grabsteins) und stofflicher Eigenschaften (Gesteinsart) ergibt sich eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Natursteinnutzung und ihren Wandel, bspw. aufgrund wirtschaftlicher und politischer Veränderungen, über einen längeren Zeitabschnitt eingehend zu studieren.

Geplante Untersuchungen: Kartierung von Grabsteinen, Petrographie, Dünnschliffmikroskopie.

Empfohlen als Praktikum oder Bakkalaureusarbeit (Mineralogie, Geologie).

 

9. Provenienzanalyse neolithischer Amphibolithartefakte.

Die Provenienz von Steinartefakten ist ein wichtiges Gebiet in der Neolithikumsforschung. Zu diesem Zweck werden geschliffene Beile, Steinbeilfragmente und Abschläge aus Grabungen petrographisch, mineralogisch und geochemisch untersucht und mit ausgewählten Referenzgesteinen (Metabasite) in Mitteleuropa verglichen, um mögliche Abbaugebiete und Transportwege zu identifizieren.

Geplante Untersuchungen: Probenaufbereitung, Dünnschliffmikroskopie, Röntgenfluoreszenzanalyse (XRF), Rasterelektronenmikroskopie (SEM-EDX).

Empfohlen als Bakkalaureus- oder Masterarbeit (Mineralogie, Geologie).

 

10. Kartierung und Bestandsaufnahme von Amphibolithen und verwandten Metabasite in Sachsen und angrenzenden Gebieten.

In Ergänzung zum Thema 9 ist eine möglichst vollständige Erfassung der Vorkommen von Amphibolithen und verwandten Gesteine in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie geplant.

Geplante Untersuchungen: Kartierung, Probenahme, Kartenerstellung mittels ArcGis

Empfohlen als Bakkalaureus- oder Masterarbeit (Geologie, Geographie).

 

11. Petrographische und geochemische Untersuchungen an mittelalterlichen und neuzeitlichen Keramiken.

In Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Landesamt für Archäologie werden seit einigen Jahren mittelalterliche und neuzeitliche Keramiken untersucht. Petrographische und geochemische Analysemethoden unterstützen die archäologische Provenienzforschung.

Geplante Untersuchungen: Probenaufbereitung, Dünnschliffmikroskopie, Röntgenfluoreszenzanalyse (XRF), Rasterelektronenmikroskopie (SEM-EDX).

Empfohlen als Bakkalaureus- oder Masterarbeit (Mineralogie, Geologie).

 

 

Themen für Praktika und Belegarbeiten

  • Gesteinsnamen und Typusgesteine aus Sachsen
  • Petrographische und geochemische Bearbeitung spezieller Gesteinseinheiten in Sachsen
  • Kartierung, Dokumentation, Geschichte wichtiger Aufschlüsse in Sachsen
  • Dokumentation der Bau- und Dekorationsgesteinssammlung
  • Inventarisierung und Katalogisierung der Geröll- und Geschiebesammlung