Versuchsprogramme

 

Druckversuch

  • Bestimmung der einaxialen Druckfestigkeit (DIN EN 1926)
    Die einaxiale Druckfestigkeit dient der Ermittlung des Höchstwertes der axialen Druckspannung, die auf einen Gesteinsprüfkörper aufgebracht werden kann. Dabei wird der Prüfkörper einer gleichmäßig verteilten, langsam und stetig zunehmenden Druckbelastung bis zum Bruch unterworfen.
     
  • Druckfestigkeitsbestimmung inkl. Rohdichte und Wassergehaltsbestimmung entsprechend den Richtlinien der DGGT
    Zusätzlich zur Bestimmung der einaxialen Druckfestigkeit werden Rohdichte und Wassergehalt des Prüfkörpers nach Beendigung des Versuches bestimmt.
     
  • Druckfestigkeitsbestimmung mit Aufzeichnung der Längsdehnung (Spannungs-Verformungskurve) bei einfacher Rampe (DGGT-Empfehlung Nr. 1)
    Bei der Bestimmung der einaxialen Druckfestigkeit nach DGGT-Empfehlung Nr. 1 wird die Probe mit einer konstanten Dehnungsgeschwindigkeit (0,05 %/min) solange belastet, bis der Bruch eintritt. Diese Dehnung wird direkt am Probekörper ermittelt und für eine weiterführende Analyse des Elastizitätsmoduls aufgezeichnet.
     
  • Druckfestigkeitsbestimmung nach DGGT-Empfehlung Nr. 1, zusätzlich Aufzeichnung der Querdehnung
    Für die zusätzliche Ermittlung der Querdehnungszahl wird in diesem Versuch die Änderung des Durchmessers bzw. Umfangs der Probe erfasst. Diese Verformungsänderung wird direkt am Testobjekt registriert und steht zur nachfolgenden Auswertung zur Verfügung.
     
  • Druckfestigkeitsbestimmung nach DGGT-Empfehlung Nr. 1 mit Belastungszyklen vor dem Bruch

 

Spaltzugversuch

  • Bestimmung der Spaltzugfestigkeit
    Der indirekte Zugversuch an Gesteinsproben, auch Spaltzugversuch genannt, ist ein Verfahren zur Bestimmung der Zugfestigkeit eines Prüfkörpers, bei dem zylindrische Gesteinsprüfkörper durch diametral wirkende Druckkräfte bis zum Bruch durch Aufspalten belastet werden.
     
  • Bestimmung der Spaltzugfestigkeit inkl. Rohdichte und Wassergehalt (DGGT-Empfehlung Nr. 10)
    Zusätzlich zur Anwendung des Spaltzugversuches werden die Rohdichte und der Wassergehalt des Prüfkörpers analysiert.

 

 

Triaxialversuch

  • Triaxialversuch mit rotationssymmetrischer Belastung ohne Dehnungsmessung
    Dreiaxiale Druckversuche an Gesteinsproben dienen zur Ermittlung der Festigkeitseigenschaften von sehr komplexen Felsarten. Sie werden dann erforderlich, wenn eine zutreffende Beurteilung des Gesteins durch einaxiale Versuche nicht möglich ist.
     
  • Triaxialversuch mit Längsdehnungsmessung (DGGT-Empfehlung Nr. 2)
    Neben den Festigkeitseigenschaften von Gesteinen können mit diesem Versuch auch die axialen Verformungseigenschaften des Prüfkörpers durch die Registrierung der Veränderung der Prüfkörperhöhe bezogen auf dessen Ausgangslänge ermittelt werden.
     
  • Triaxialversuch mit direkter Längsdehnungsmessung (DGGT-Empfehlung Nr. 2)
    Bei Gesteinsprüfkörpern mit sehr geringem Verformungsverhalten wird hier die axiale Dehnung der Probe direkt am Gestein über einen Doppelbrücken-Aufnehmer registriert.
     
  • Triaxialversuch nach DGGT-Empfehlung Nr. 2, zusätzlich mit Querdehnungsmessung
    Um neben der Bestimmung von Verformungsmoduln die Ermittlung der Materialkonstante (Poissonzahl) durchführen zu können, werden in diesem Versuch die an einer Probe auftretenden Querdehnungen direkt am Prüfkörper ermittelt. Die Querdehnungszahl resultiert aus dem Quotienten der Querdehnung und der Längsverformung des Probekörpers.
     
  • Triaxialversuch nach DGGT-Empfehlung Nr. 2 mit Aufzeichnung des Nachbruchverhaltens
    Zur Untersuchung des Spannungs-Dehnungsverhaltens von Festgesteinen nach der Freisetzung der Verformungsenergie (Bruch) wird in diesem Versuch unter Anwendung spezieller Regelmechanismen das Entfestigungsverhalten des Prüfkörpers registriert.
     
  • Triaxialversuch in Mehrstufentechnik (DGGT-Empfehlung Nr. 12)
    Die Mehrstufentechnik bezeichnet ein Verfahren, bei dem die Versuchsbedingungen an ein und derselben Probe nach dem Erreichen des Bruchzustandes so geändert werden, dass die Fortsetzung des Versuches unter neuen Bedingungen Ergebnisse liefert, welche sonst aus Einzelversuchen an anderen Prüfkörpern gewonnen werden müssten. Diese dreiaxialen Mehrstufenversuche eignen sich besonders, um aus einer begrenzten Anzahl von Prüfkörpern umfassende Informationen über das Festigkeits- und Verformungsverhalten zu gewinnen.

 

 

Punktlastversuch

  • Punktlastversuch (DGGT-Empfehlung Nr. 5)
    Über den Punktlastversuch lässt sich die Größenordnung der Festigkeit von Gesteinsproben ermitteln.
     
  • Punktlastversuch mit Rohdichte und Wassergehaltsbestimmung

 

 

Abgleitversuch nach Barton

  • Basisreibungswinkel
  • Abgleitversuch auf Trennflächen einschließlich Präparation der Abgleitproben

 

 

Petrophysikalische Parameter

  • Porositätsbestimmung
  • Rohdichtebestimmung
  • Wassergehaltsbestimmung

 

 

Ultraschallprüfung

  • Bestimmung der Longitudinalwellengeschwindigkeit
    Ein übliches Messverfahren zur Bestimmung der dynamischen Materialparameter im Labor ist die Durchschallung, bei der ein Stoff mit Hilfe von elastischen Wellen untersucht wird. Standardmäßig werden bei Durchschallungsmessungen an Gesteinen die Laufzeiten der Wellen ermittelt.
     
  • Bestimmung der dynamischen Materialparameter (E-Modul, Poissonzahl) über Dehnwellenmessungen
    Die Bestimmung der Kenngrößen mittels Dehnwellenprüfköpfen bietet eine Alternative zu herkömmlichen Raumwellenlaufzeitbestimmungs- oder Dauerschallverfahren. Dehnwellenprüfköpfe ermöglichen sowohl eine Bestimmung der Laufzeit der Primärwelle als auch die Ermittlung der Periodendauer bzw. die Grundfrequenz der Dehnwelle.