Bundestagsabgeordneter informiert sich über Rohstoffe auf der Erde und im Weltraum

MdB Torsten Herbst auf dem Baggersimulator
MdB Torsten Herbst besuchte am 20. Juli das Institut von Prof. Carsten Drebenstedt an der TU Bergakademie Freiberg. Dort informierte er sich zum Thema Rohstoffe und Energie. Dabei ging es nicht nur um Ressourcen der Erde, sondern auch um Zukunftsvisionen des neuen Weltraumforschungsprojektes ERIS.

Im Projektantrag „European Research Institute for Space Resources - ERIS“, den die Universität beim BMBF im Rahmen des Strukturwandels Kohle gestellt hat, geht es vor allem darum, Nutzungsstrategien für Rohstoffe und Energie auf anderen Himmelskörpern zu entwickeln und diese dann wiederum erfolgreich auf der Erde anwenden zu können. „Da beispielsweise Stationen für Astronauten mangels Ressourcen vor Ort und hoher Kosten extrem effizient und ohne Abfälle und Emissionen gebaut und betrieben werden müssen, sind sie gute Vorbilder für die Erde“, erklärt Prof. Drebenstedt. Damit stärken wir nicht nur die Weltraumforschung in Deutschland / Europa mit einem Standort in Sachsen, sondern auch die Rohstoffforschung und bringen junge Menschen, Spitzenforscher:innen und Investoren in die Region.

„Die Nutzung von Rohstoffen auf entfernten Planeten ist ein faszinierendes Projekt. Der Projektantrag ‚European Research Institute for Space Resources – ERIS‘ der TU Bergakademie Freiberg ist einzigartig in Deutschland und Europa. Die Nutzungspotentiale von Rohstoffen zum Aufbau von autarken Stationen im Weltall und die anschließende Übertragung der Erfahrungen und Erkenntnisse auf die Erde wäre ein echtes technologisches Leuchtturm-Projekt“, so der Dresdner FDP-Bundestagsabgeordnete Torsten Herbst.

Und Strategien für den Umgang mit den Ressourcen und Rohstoffen auf der Erde werden dringend benötigt. Gerade in Krisenzeiten, rückt das Thema immer wieder verstärkt in den Vordergrund. Dabei ist es allgegenwärtig und betrifft den Alltag aller Menschen auf der Erde. „Daher ist es politisch umso wichtiger, die Themen Rohstoffe und Energie immer im öffentlichen Bewusstsein zu halten, nicht nur in Krisenzeiten“, so Prof. Drebenstedt. Das sei auch wichtig, um junge Menschen wieder für ein MINT-Studium zu begeistern. „Sie müssen sehen, wo die Probleme liegen und gleichzeitig aufgezeigt bekommen, dass es Lösungen gibt und man aktiv an diesen mitarbeiten kann“. Dafür sind auch ein umfassender Diskurs und eine Auseinandersetzung bereits zu Schulzeiten notwendig. „Junge Menschen sollten auf dem Lehrplan auch wichtige Zukunftsfragen stehen haben zum Umgang mit dem Rohstoffhunger der wachsenden Weltbevölkerung und kommender Generationen, einer effizienteren Nutzung von Rohstoffen und dem Überdenken eigener Lebensmuster.“ Im Buch „Eine Reise in die Welt der Rohstoffe“ gibt Herausgeber Prof. Carsten Drebenstedt zum Beispiel einen umfassenden Einblick in das Thema Rohstoffe und den Umgang mit Ihnen.

„Die sichere Versorgung mit Rohstoffen ist existenziell für unseren Wohlstand in Deutschland. Wir sollten stärker unsere einheimischen Ressourcen nutzen, um zu starke Abhängigkeiten zu vermeiden und mehr Wertschöpfung im eigenen Land zu erzielen. Ob Kupfer, Lithium, Flußspat oder Erdgas – wir haben hierzulande viele Rohstoffvorkommen, die wir mit deutscher Bergbau-Technologie erschließen können. Dazu leistet die TU Bergakademie Freiberg einen wertvollen Beitrag“, erklärt Torsten Herbst.

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Prof. Dr. Carsten Drebenstedt, Tel.: 03731 39-3373, E-Mail: Carsten.Drebenstedt@mabb.tu-freiberg.de