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Univ.- Prof. Dr. rer. pol. habil. Bruno Schönfelder

Univ.- Prof. Dr. rer. pol. habil. Bruno Schönfelder


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Kurzbiografie

Univ.- Prof. Dr. Schönfelder wurde 1956 in Schwandorf (Oberpfalz) geboren. An der Ludwig-Maximilian-Universität in München studierte er Volkswirtschaftslehre und Slawistik. Graduate Studies in Volkswirtschaftslehre an der University of Minnesota schlossen sich an. 1984 erwarb er in München den Dr. rer. pol., 1990 habilitierte er sich.

1991 übernahm er eine Lehrstuhlvertretung an der Universität Rostock. 1992 wurde er als Gründungsprofessor für Volkswirtschaftslehre an die Technische Universität Bergakademie Freiberg berufen. Neben seiner Tätigkeit in Freiberg lehrte er u.a. auch an der TU Dresden, an der DIU, am Internationalen Hochschulinstitut Zittau und am FiWi Institut in Taschkent, Usbekistan. 

Von 1989 bis 1994 war er Berater der kroatischen Nationalbank. Seit 2013 beschäftigt sich seine Forschung in erster Linie mit den Implikationen des luhmannschen Spätwerks für die Volkswirtschaftstheorie. Die Ausgangsthese ist, dass sich bei Luhmann wichtige, bislang ungenügend ausgewertete Anregungen für eine tiefgreifende Erneuerung und Umformulierung der Ordnungstheorie finden lassen. Ähnlich verhält es sich mit einigen anderen Bereichen der Volkswirtschaftstheorie, beispielsweise der ökonomischen Theorie der Politik.


Vom Spätsozialismus zur Privatrechtsordnung 

Vom Spätsozialismus zur PrivatrechtsordnungLink zur elektronischen Version

Vom Spätsozialismus zur Privatrechtsordnung. Eine Untersuchung über die Interdependenz zwischen Recht und Wirtschaft am Beispiel von Gläubigerschutz und Kredit (1130 Seiten) ist im Juli 2012 im Berliner Wissenschaftsverlag erschienen.

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Wirtschaftsnobelpreis

Der Wirtschaftsnobelpreis des Jahres 2014 ging an Jean Tirole. Die Volkswirte der Bergakademie können sich rühmen, die herausragende Bedeutung dieses Wissenschaftlers schon vor über 20 Jahren erkannt zu haben. So übersetzten Dr. Ladwig, Prof. Schönfelder und Prof. Seidelmann 1993/94 sein großes Lehrbuch „The Theory of Industrial Organization“, das 1995 in erster Auflage als 1098 Seiten starker Text im Münchener Oldenbourg Verlag unter dem Titel Industrieökonomik erschien. Wegen der starken Nachfrage folgte 1999 eine zweite Auflage nach. Dies ist bis heute das einzige Buch des Nobelpreisträgers geblieben, das in deutscher Sprache verfügbar wurde.

Für Schönfelder ist dies schon der zweite Hit dieser Art, hatte er doch schon 1988 ein Lehrbuch von Joseph Stiglitz übersetzt und auf deutsche Verhältnisse eingerichtet. Stiglitz erhielt später ebenfalls den Nobelpreis.


Bruno Schönfelder

Für ein Rapprochement zwischen Soziologie und Volkswirtschaftslehre

Seit den 1960er Jahren ist es zwischen der Soziologie und der Volkswirtschaftslehre zu einer starken Entfremdung gekommen. Die jüngeren Volkswirte neigen dazu, die Schwesterwissenschaft zu unterschätzen und wenig ernst zu nehmen. Dies gilt sogar für die Volkswirte aus den deutsch- und französischsprachigen Ländern, obwohl die dortige Soziologie eine starke Theorietradition besitzt. So ist es der Volkswirtschaftslehre so gut wie vollständig entgangen, dass die Großtheorie (grand récit), die Luhmann in seinem letzten Lebensjahrzehnt vorgestellt hat, bedeutende Chancen für eine Wiederannäherung bereithält und hier ein VWL-affines, aber von den Grundlagen her doch völlig andersartiges Theorieangebot vorliegt. Während Luhmann auf die anderen Sozial- und mehrere Geisteswissenschaften einen ziemlich starken Einfluss ausgeübt hat, wurde er in der Volkswirtschaftslehre bislang noch kaum rezipiert. Das Forschungsprojekt will das theoretische Potential einer solchen Rezeption aufzeigen. Sie kann die Einseitigkeiten und Übertreibungen korrigieren, die so gut wie alle sozialwissenschaftlichen Anwendungen des rational choice Ansatzes und nicht eben wenige wirtschaftswissenschaftliche Anwendungen kennzeichnen und entwerten. Der beckersche „Economic Way of Looking at Life“ wird in seine Schranken gewiesen und der umschrankte Raum als eng erkannt. Spezifisch wirtschaftswissenschaftliche Theoriefortschritte ermöglicht eine solche Rezeption – so soll gezeigt werden – insbesondere im Bereich der Theorie der Wirtschaftsordnungen, der Fiskalpolitik und der Makroökonomik.

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Current research is related to the following fields according to JEL: 
  • A12
  • P00
  • Z13