Doktorandin (Graduiertenkolleg)

Dipl.-Ind. Arch. Stefanie Preißler

Tel: (03731) 39-3772

Mail: Stefanie [dot] Preissleratiwtg [dot] tu-freiberg [dot] de (Stefanie.Preissler(at)iwtg.tu-freiberg.de)

 

Promotionsvorhaben

Arbeitstitel: Zwischen Staat, Stadt, Wirtschaft und Gesellschaft – das Beziehungsgeflecht der Bergakademie Freiberg in der Zeit der Weimarer Republik (1918–1933).

Der Hauptuntersuchungsgegenstand des Promotionsvorhabens ist das Netzwerk zwischen Hochschule, Staat, Stadt, Wirtschaft und Gesellschaft im Zeitraum von 1918 bis 1933. Ziel der Arbeit ist es, die Auswirkungen dieses Netzwerkes auf den Mikrokosmos Universität zu untersuchen und anhand der dabei gewonnenen Ergebnisse den Platz der Freiberger Bergakademie als technische Bildungseinrichtung in der Wissensgesellschaft der Weimarer Republik zu verorten. Es gilt des Weiteren kritisch zu hinterfragen, ob die Bergakademie wirklich "eine Zierde der Wissenschaft und des deutschen Forschungsgeistes" war, wie sie selbst von sich sagte.

Neben der Einordnung der Untersuchungsergebnisse in den politischen und gesellschaftlichen Kontext der Weimarer Republik, werden auch institutionelle und personelle Besonderheiten und Strukturen der Bergakademie Freiberg analysiert. Dabei soll ein Vergleich mit anderen relevanten Hochschulen wie der Bergakademie Clausthal, der RWTH Aachen, der Technischen Hochschule Breslau und der Technischen Hochschule Berlin bei einer Deutung des möglichen Sonderstatus' von Freiberg helfen.

Weitere spezielle Forschungsfragen zur Bergakademie Freiberg, die es zu untersuchen gilt, sind das akademische Selbstverständnis sowie die Folgen dieses Leitbildes, die Auswirkungen der akademischen Transformationsprozesse in der Weimarer Republik auf die Wissenschaftsentwicklung innerhalb der Hochschule, der Einfluss von Demokratisierung und politischem Extremismus auf die Professoren, Mitarbeiter und Studenten, das Reproduktionspotential, die Konkurrenz zu großen sächsischen Hochschulen in Dresden und Leipzig und wie sich die Bergakademie überhaupt im sich verändernden Hochschulsystem der Weimarer Republik behaupten konnte.


Lebenslauf

April 1985

geboren in Dresden

2003–2009

Studium der Industriearchäologie an der Technischen Universität Bergakademie Freiberg

 

Diplomarbeit: "Zur Geschichte der Bergakademie Freiberg in der Zeit der Weimarer Republik unter besonderer Berücksichtigung des Aufbaus des Versuchsfeldes für Berg- und Hüttenwerksmaschinen auf der Reichen Zeche" bei Herrn Prof. Dr. H. Albrecht

seit Dezember 2009         

Doktorandin im Graduiertenkolleg "Geschichte der Technischen Universität Bergakademie Freiberg" im 20. Jahrhundert am Institut für Industriearchäologie, Wissenschafts- und Technikgeschichte


Publikationen

  • Ehrhardt, Lars; Lücke, Tim; Preißler, Stefanie; Wagenknecht, Anja: Eine Schwamkrug-Turbine für das Industriemuseum Chemnitz - Bewahrung eines ungewöhnlichen Objektes der Technikgeschichte, in: Brehm, Oliver; Kabus, Jürgen (Hrsg.): 25 Jahre Industriemuseum Chemnitz. Industrie im Wandel erleben, Chemnitz [2017], S. 228-233.
  • Kretzschmar, Hans-Jürgen; Preißler, Stefanie: Der Verein - Brücke und
    Säule der Bergakademie, in: ACAMONTA, Zeitschrift für Freunde und
    Förderer der TU Bergakademie Freiberg 21 (2014), S. 182-185.
  • Preißler, Stefanie: When Ceres Commands her Nymphs - An Investigation
    of the Relation between Mills and Aqueducts in the Ancient
    Mediterranean, in: Ohlig, Christoph; Tsuk, Tsvika (Hg.): Cura Aquarum
    in Israel II. Water in Antiquity, Siegburg 2014, S. 257-264.
  • Zschieschang, Christian; Preißler, Stefanie: Tagungsbericht Wasser
    kennt keine Grenzen. 28.02.2014?02.03.2014, München, in: H-Soz-u-Kult
    23.09.2014.
  • Lassen, Thore; Schanbacher, Ansgar; Preißler, Stefanie: Tagungsbericht
    Wasser in Bewegung. 22.03.2013-24.03.2013, Göttingen, in: HSoz-u-Kult
    13.07.2013.
  • Preißler, Stefanie: Buchrezension zu Marcus Stippak 2010: Beharrliche Provisorien. Städtische Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in Darmstadt und Dessau, 1889-1989, in: NTM 20 (2012) 4, S. 351–352.
  • Preißler, Stefanie: „Die Jugend von heute … forscht in der DWhG!“ – Ein Resümee über 10 Jahre Nachwuchsarbeit, in: Ohlig, Christoph (Hg.): DWhG - Zehn Jahre wasserhistorische Forschungen und Berichte, Teil 1, Siegburg 2012, S. 15–28.
  • Preißler, Stefanie: Eine Freiberger Industriearchäologin in Südafrika, in: Acamonta Zeitschrift der Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg 18 (2011), S. 78.
  • Kabus, Jürgen; Preißler, Stefanie; Rüthrich, Axel: „Das hülffreiche Wasser zum langen Leben“. Schlackenbad und Kurhaus in Halsbrücke bei Freiberg, in: industrie-kultur 14 (2008) 1, S. 38–39.
  • Preißler, Stefanie: Die Wasserkultur der Villa Hadriana – ein Grabungsbericht.
    In: Zeitschrift der Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg, 12 (2005), S. 70–71.
  • Preißler, Stefanie: The Bad Sulza salt-works, in: Januszewski, Stanisław: Technika w dziejach cywilizacji – z myślą o przyszłosci. Wrocław 2004, S. 120–129.

Mitgliedschaften

  • Mitglied in der Deutschen Wasserhistorischen Gesellschaft e. V. (DWhG)
  • Mitglied im Verein der Freunde und Förderer der TU Bergakademie Freiberg e. V.
  • Mitglied in der Georg-Agricola-Gesellschaft zur Förderung der Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik e. V.