FaQs

Die Lektüre dieses Textes setzt voraus, dass die Prüfungsordnung (PO) und die Studienordnung (SO) gelesen wurden und ersetzt nicht deren Studium. Es handelt sich auch nicht um eine autoritative Auslegung dieses Textes, auf die Sie sich „verlassen“ können: Bei dem vorliegenden Text handelt es sich um eine vereinfachende und verkürzte Darstellung der wichtigsten Inhalte der Ordnungen unter Berücksichtigung der langjährigen Praxis.

Lesen Sie bitte ferner auch die Aushänge am schwarzen Brett (Schloßplatz Z. 2.104) des Prüfungsausschusses und im Internet der Professur unter „Aktuelle Informationen“.

Studiengangspezifische Fragen

Was unterscheidet den Bachelor Betriebswirtschaftslehre und den Bachelor Business and Law?

  • Beide Studiengänge unterscheiden sich bezüglich ihres Umfangs (Bachelor BWL: 180 LP; Bachelor Business and Law: 240 LP) und dadurch auch bezüglich ihrer Regelstudienzeit (Bachelor BWL: sechs Semester; Bachelor Business and Law: acht Semester).
  • Der Inhalt des Bachelor BWL ist grundsätzlich auch Bestandteil des Bachelor Business and Law. Im Gegensatz zum Bachelor BWL gibt es beim Bachelor Business and Law jedoch zusätzliche rechtswissenschaftliche Pflichtmodule (§ 18 Abs. 10 PO).
    • Die Kongruenz der Lerninhalte eröffnet die Möglichkeit der Leistungsanerkennung aus einem Studiengang im anderen. Dies umfasst natürlich nur diejenigen Module, die in beiden Studiengängen auftauchen (inkl. der Praktika, wobei der jeweils einzureichende Bericht besonders auf die jeweiligen studienfachspezifischen Aspekte der Praxiserfahrung hinweisen).
  • Außerdem unterscheiden sich die beiden Studiengänge bezüglich ihrer Anforderungen an das Thema der Bachelorarbeit. Für den Bachelor Business and Law ist eine wirtschaftsrechtliche Themenstellung zu wählen, während beim Bachelor BWL ein wirtschaftswissenschaftliches Thema erforderlich ist.
     

Gibt es eine Wahlmöglichkeit bei der AVWL im Bachelor Betriebswirtschaftslehre und den Bachelor Business and Law?

  • Für das entsprechend § 18(2) der PO geforderte AVWL-Modul mit 6 Leistungspunkten (Wahlpflichtmodul) wird momentan nur ein Modul angeboten: Grundlagen der Finanzwissenschaft. Damit gibt es de facto keine Wahlmöglichkeit. In den vergangenen Jahren wurde zugelassen, dieses finanzwissenschaftliche Module unserer Fakultät durch volkswirtschaftliche Module anderer Universitäten (oft waren dies beispielsweise die TU Chemnitz oder die TU Dresden) zu ersetzen, sofern sie sich an mäßig fortgeschrittene Studierende der Volkswirtschaft wenden (also Grundkenntnisse der Mikro- und Makroökonomik voraussetzen). Dabei ist die thematische Ausrichtung innerhalb der Volkswirtschaftslehre unerheblich. Dies gilt weiterhin, bis in der PO eine glücklichere Lösung etabliert wird.
     

Kann der Bachelor Betriebswirtschaftslehre von Studierenden des Bachelor Business and Law anerkannt werden?

Sobald die für den Bachelor Betriebswirtschaftslehre erforderlichen Module abgeleistet wurden, kann aus dem Bachelor Business and Law heraus der Abschluss Bachelor Betriebswirtschaftslehre beantragt werden.

  • Beachte: Die Abschlussarbeit ist von der Anerkennung ausgeschlossen, da sie sich bezüglich ihrer Anforderungen an das Thema unterscheiden. Es ist eine eigene Abschlussarbeit für den Bachelor Betriebswirtschaftslehre abzuleisten.
     

Zum Praktikum und Projektstudium beim Bachelor Betriebswirtschaftslehre

  • Für den Bachelor Betriebswirtschaftslehre erhalten Sie für das Praktikum 15 Leistungspunkte, wobei 6 Leistungspunkte durch die erfolgreiche Teilnahme an einem Projektstudium ersetzt werden können (PO §3 Abs. 3 und §18 Abs. 12 und SO §10).
  • Als Projektstudium sind in der PO explizit vorgesehen (i) Film Project und (ii) Projektstudium Marketing. Da ersteres nicht mehr angeboten wird, kann ersatzweise das Unternehmensplanspiel angerechnet werden.

Zum Praktikum beim Bachelor Wirtschaftsingenieurwesen

  • Die Formulierung des § 3 Abs. 3 PO ist auslegungsbedürftig („ein Praxissemester (...) eine 14 wöchige Tätigkeit in einem Betrieb oder einer Institution mit begründbarem Bezug zum Fachbereich“). Als Auslegungshilfe ist die Modulbeschreibung "Fachpraktikum Wirtschaftsingenieurwesen" heranzuziehen: Diese besagt, dass das Fachpraktikum "in einem Betrieb, einer praxisnahen Forschungs- und Entwicklungseinrichtung oder in einem Forschungslabor" stattfinden kann.
  • In einem Forschungslabor findet das Praktikum nur dann statt, wenn der Praktikant überwiegend Laborarbeiten leistet. Eine praxisnahe FuE-Einrichtung ist typischerweise eine der Industrie; außeruniversitäre Forschungseinrichtungen sind z.B. Frauenhofer Institute, Institute der Max-Planck-Gesellschaft, Helmholtz-Institute.
  • Wenn die PO die Anerkennungsfähigkeit an ein positives Zeugnis der Praktikumseinrichtung knüpft, so ist dies nicht im Sinne einer Benotung gedacht (ein Praktikumsbericht ist nicht erforderlich).

Was ist bei der Projektarbeit beim Master Wirtschaftsingenieurwesen zu beachten?

  • Gemäß der Anlage zur PO: Prüfungsplan besteht die "Projektarbeit Wirtschaftswissenschaften" aus einer AP "Seminararbeit" und einer weiteren AP "Kolloquium". Beide APs sind gleichgewichtet und müssen jeweils bestanden sein (das Sternchen zeigt dies an).
    • Beachte: Ansonsten ist im Master Wirtschaftsingenieurwesen kein weiteres wirtschaftswissenschaftliches Seminar vorgesehen.
  • Das Thema der Projektarbeit muss aus dem Bereich Wirtschaftswissenschaften stammen und kann nicht ingenieurwissenschaftlich sein. Damit kann auch nur ein Professor der Wirtschaftswissenschaften als Prüfer tätig werden.
  • Laut Modulbeschreibung wird sie studienbegleitend in einem kleinen Team von vorzugsweise 3 bis 5 Studenten bearbeitet. Es ist gestattet, die Projektarbeit gemeinsam mit Studierenden anderer Master-Studiengänge an der TU Bergakademie Freiberg zu bearbeiten,sofern für diese ebenfalls eine Projektarbeit mit vergleichbaren Qualifikationszielen vorgesehen ist.
  • Die Projektarbeit Maschinenbau in der gleichlautenden technischen Studienrichtung, welche bei einem Prüfer des Studienganges Maschinenbau zu absolvieren ist.
     

Zum "großen Beleg" im Diplom Wirtschaftsingenieurwesen

  • Gemäß §18 Abs. 24 ist ein "großer Beleg" abzuleisten, "Einzelheiten hierzu ergeben sich aus der Modulbeschreibung".
  • Als Umfang wird 360h angenommen, was 9 Wochen Vollzeitäquivalent mit 40 Stunden die Woche ergibt.
  • Die Modulbeschreibung "Großer Beleg Wirtschaftsingenieurwesen" sieht zwei APs vor: Belegarbeit und Kolloquium, wobei ersteres für die Benotung ein Gewicht von 4, zweiteres eines von 1 erhält (die Gesamtnote beider muss mindestens eine 4,0 erreichen, die Einzelnoten dürfen gemittelt wertden (keine Sternchen hinter den APs).
  • Der große Beleg kann bei Prof. M. Höck angemeldet werden. Jedes prüfungsberechtigte Mitglied der Universität kann einen großen Beleg betreuen (inkl. Kolloquium).
     

Weiterführende Informationen zum Wirtschaftsingenieurwesen

Aufgrund seiner Komplexität ist besondere Beratung für die Wirtschaftsingenieurstudiengänge (Bachelor, Master, Diplom) notwendig: Bei Fragen rund um das Wirtschaftsingenieurwesen (Ablauf, Organisation, Planung, Prüfungen) stehen folgende Ansprechpartner zur Verfügung:

  • Studiendekan: Herr Prof. Dr. Michael Höck
  • Studienberatung: M. Sc. Stefan Illgen
  • Studentenvertreter der Fakultät: Fachschaftsrat (FSR6)

Für fachspezifische Fragen sind die jeweiligen Professoren der Lehrstühle bzw. deren Mitarbeiter verantwortlich und helfen Ihnen gern weiter.
 

Gibt es beim Masterstudiengang Technikrecht Wahlmöglichkeiten?

Zwar besteht der Masterstudiengang Technikrecht laut PO §19 Abs. 1 ausschließlich aus Pflichtmodulen, gleichwohl muss zwischen den Modulen Denkmalrecht und Bergrecht gewählt werden. Beide Module sind mit 3 Leistungspunkten bewertet (das Fehlen eines Hinweises darauf in Anlage 1: Prüfungsplan des Masterstudienganges Technikrecht" ist ein Redigierungsfehler und findet keine Beachtung). Darüber hinaus können, wie bei allen Studiengängen, weitere (Zusatz-)Module in das Studium integriert werden und auch in das Zeugnis aufgenommen werden.
 

 
Fragen zum Studium allgemein

Was unterscheidet den Master von dem Bachelor?

Während im Bachelor noch die Erkenntnisstufen Erkennen und Verstehen im Vordergrund stehen, wird im Master das im Bachelor erlernte Wissen angewendet, analysiert, bewertet und evtl. sogar weiterentwickelt. Dies erklärt auch, warum es nicht anzuraten ist, Mastermodule bereits im Bachelorstudium zu absolvieren. Gerade interaktiv angelegte Mastermodule können bei fehlenden Grundlagen nicht ihren geplanten Erkenntnisgewinn erreichen.

  • Beachte: Bei freien Wahlmodulen könnten Studierende im Bachelor auf die Idee kommen, Mastermodule zu wählen. Das ist aus oben genannten Gründen grundsätzlich nicht anzuraten. Gibt es in Einzelfällen doch Gründe für eine solche Wahl, ist die schriftliche Zustimmung des Modulverantwortlichen einzuholen.
     

Welchen Umfang haben Leistungspunkte?

Leistungspunkte spiegeln den Arbeitsaufwand für ein Modul wieder, 1 Leistungspunkt entspricht in der Regel 10 Stunden Präsenzzeit und 20 Stunden Selbststudium; pro Semester wird mit 30 Leistungspunkten (siehe Anlage 1 zur SO) und damit 900 Stunden gerechnet (26 Wochen pro Semester entsprechen ca. 40 Stunden pro Woche, inkl. Urlaub).

 

Welche Module kann ich beim Studiengangwechsel mitnehmen?

Anerkennungen von einem Studiengang der TU Bergakademie Freiberg in einen anderen aus unserem Haus bedingen eine Anerkennung aller Module, die im neuen Studiengang ebenso vorkommen (können). Pflichtmodule müssen verpflichtend anerkennt werden, während der wechselnde Studierende entscheiden kann, ob er Wahlpflichtmodule (wenn es eine tatsächliche Wahl gibt) und freie Wahlmodule anerkennen lassen will.

  • Beachte: In jedem Falle (auch bei Pflichtmodulen) ist das Formular zur Anerkennung vollständig auszufüllen. Bitte finden Sie weitere Hinweise zur Praxis der Anerkennung unter Anerkennung und Anrechnung.
     

Welchen Zweck haben Auflagen zur Immatrikulation zu Masterstudiengängen?

Bei der Bewerbung um einen Masterstudiengang wird geprüft, ob im bereits abgeleisteten Bachlor diejenigen Inhalte in ausreichendem Umfang und Tiefe erlernt wurden, die in den korresponsierenden Bachelorstudiengängen unserer Fakultät vorgesehen sind. Wo dies nicht der Fall ist, werden Auflagen erteilt, die die Ableistung von Modulen aus dem Bachelor im Laude des Masterstudiums beinhalten.

Diese Auflagen erfüllen den Zweck, sicherzustellen, dass die/dem Masterandin/enein (i) ein ausreichendes Fundament für sein Studium besitzt und (ii) alle Inhalte abzudecken, die für eine vollständige Ausbildung als notwendig angesehen werden. So sind Auflagen auch inhaltlich oft eigenständig und werden im Master nicht notwendigerweise fortgeführt.

  • Beachte: Wo solche Auflagen einen großen Umfang annehmen, wird die Regelstudienzeit entsprechend verlängert.
  • Beachte: Auflagen sind spätestens bis vor Anmeldung der Masterarbeit erfolgreich abzulegen. Es ist aber ratsam, Auflagen möglichst früh abzulegen, nicht zuletzt um so das Risiko zu minimieren, das sich daraus ergibt, an solchen Auflagemodulen endgültig zu scheitern.
      

Welche Module können als freie Wahlmodule gewählt werden?

Entsprechend PO § 2 Abs. 3 und § 18 Abs. 10 (nachrichtlich Abs. 12 beim M BWL) kann frei aus dem gesamten Modulangebot der TU Bergakademie Freiberg oder einer kooperierenden Hochschule gewählt werden. Sinn dieser freien Wahlmodule ist die Vermittlung fachübergreifender Kenntnisse und Fähigkeiten

  • Beachte: Die Begrifflichkeit "fachübergreifend" ist leider nicht klar definiert. Insbesondere bleibt die Abgrenzung zu "fachfremd" unklar. Diese Unschärfe muss jede(r) Studierende mit Blick auf ihr(sein) angestrebtes Erkenntnisziel durch das Studium entscheiden: Wenn für den einen beispielsweise "Anorganische Festkörper- und Materialchemie" zu weit weg liegt, kann es für den anderen durchaus sinnvoll "fachübergreifend" sein.
  • Beachte: Nicht wählbar sind diejenigen Module, die in keinem Studiengang der TU BAF zum definierten Bestandteil der Ordnungen gehören (also nicht explizit in den Kategorien Pflichtmodule oder Wahlpflichtmodule aufgeführt sind). Das ergibt sich aus der PO §18 Abs. 10.
  • Beim Bachelor soll der Prüfungsausschuss näheres regeln:
    • In der Anlage zur PO "Prüfungsplan" werden Vorschläge zu Freie Wahlmodulen aus den Natur- und ingenieurwissenschaftlichen und zu freien Wahlmodulen aus der Wirtschaft-, Rechts-, Geistes- und Kommunikationswissenschaft gelistet. Diese Liste ist mit Blick auf eine ausgewogene Ausbildung erstellt worden, diese Module sind vorrangig vor allen anderen zu wählen (siehe auch die Anmerkungen unter "Was unterscheidet den Master von dem Bachelor?").
  • Im Master wird es den Studierenden überlassen, geeignete Module zu wählen. Es soll sich allerdings um Mastermodule handeln. Dies sind vor allem all diejenigen Module, die in Wahlpflichtbereichen und benachbarten Vertiefungen oder technischen Studienrichtungen aufgeführt sind.
    • Beachte: Das "Soll" für Mastermodule beschreibt den Normalfall, Ausnahmen bedürfen einer zwingenden Begründung (siehe "Was unterscheidet den Master von dem Bachelor?").
         

Welche Module können als Wahlpflichtmodule gewählt werden?

Jeder Studiengang hat seine eigene Liste an Wahlpflichtmodulen. Immer regeln die Prüfungsordnungen den Umfang und die mögliche Wahl von Modulen. Eine darüber hinausgehende Wahl ist nicht möglich:

  • StudiengangsleiterInnen haben mit der Auswahl von Pflicht- und Wahlpflichtmodulen die inhaltliche Ausrichtung des Studiengangs definiert;
  • Der Bereich der Wahlpflichtmodule würden sonst den Charakter des Bereiches freie Wahlmodule erhalten und das widerspricht dem Sinne der Ordnung.

Was implizieren die Wahl von Modulen für Spezialisierungen und freie Wahlmodule?

  • Die Wahl einer Vertiefung, Spezialisierung oder technischen Studienrichtung erfolgt implizit durch das Ablegen (auch bei Nichterfolg) eines Moduls, das sich einer Vertiefung, Spezialisierung oder technischen Studienrichtung zuordnen lässt.
  • Ein freies Wahlmodul gilt gewählt, wenn es erstmals abgelegt wird (auch nicht bestanderer Erstversuch).
    • Beachte: Ein Wechsel der gewählten Richtung kann (wie bei freien Wahlmodulen) nur während der Regelstudienzeit beantragt werden.
         

Welche Konsequenzen hat die Überschreitung der Regelstudienzeit?

Nach Überschreitung der in § 3 Abs. 1 PO genannten Regelstudienzeit können Modulprüfungen auch noch erbracht werden. Allerdings müssen vier Semester nach Ablauf der Regelstudienzeit sämtliche für die Masterprüfung notwendige Prüfiungsleistungen bestanden sein, andernfalls gelten die noch nicht bestandenen Prüfungen als zumindest im Erstversuch nicht bestanden (§13 Abs. 3 PO). Dann laufen die auch sonst üblichen Widerholungsfristen. Diese Regelung gilt auch für Abschlussarbeiten (einschließlich gegebenfalls Kolloquien), die innerhalb dieser Frist abgeschlossen sein müssen.
  • Beachte: Eine wichtige Besonderheit betrifft die 'Umwahl' von freien Wahlmodulen und einmal gewählten Richtungen. Eine 'Umwahl' ist nur während der Regelstudienzeit möglich. Danach müssen zwingende Gründe vorliegen, die ein weiteres Verfolgen der ursprünglichen Wahl unmöglich machen. Ein Nichtbestehen oder eine als zu schlecht empfundene Note reichen als Gründe nicht aus.
       

Kann ein Semester Urlaub vom Studium genommen werden?

  • Ja, maximal 2 Urlaubssemester werden auf Antrag und aus wichtigem Grund gewährt. Der Urlaubsgrund ist nachzuweisen.
  • Gemäß § 20 SächsHG (gültig ab 1.1.2009) soll Studierenden ermöglicht werden, im Urlaubssemester Prüfungen an der Hochschule, die die Beurlaubung ausgesprochen hat, zu schreiben. Damit können alle Prüfungen im Urlaubssemester geschrieben werden. Weitere Informationen finden Sie in der Immatrikulationsordnung der TU Bergakademie Freiberg.
     

Wie erfolgt die Beantragung eines Urlaubssemesters?

Urlaubsanträge sind in der Regel vor Beginn des Semesters zu stellen, auf das sie sich beziehen. Üblicherweise wird eine Karenzzeit von zwei Wochen eingeräumt. Weitere Ausnahmen sind bei Vorliegen außergewöhnlicher Umstände möglich (z. B. bei plötzlicher Krankheit). Sofern der Universität über die Dauer ein Ermessen eingeräumt ist, entscheidet die Universität im Benehmen mit dem zuständigen Prüfungsausschuss. Das Antragsformular steht im Internet zur Verfügung: hier. Der angegebene Urlaubsgrund muss nachgewiesen werden.
 

Wie ermittelt sich die Gesamtnote des erfolgreich beendeten Studiengangs?

Die Gesamtnote ergibt sich gemäß §11 Abs. 5 PO aus dem mit den Leistungspunkten gewichteten arithmetischen Mittel aller Modulnoten, welche für einen erfolgreichen Studiengang erforderlich sind, und der entsprechend gewichteten Note der Masterarbeit einschließlich Kolloquium. Zusatzmodule fließen nicht in die Ermittlung der Gesamtnote ein. Sie können im Zeugnis genannt werden, mit oder ohne Notenangabe.

  • Beachte: Gemäß § 22 Abs. 1 PO können –auf Antrag des Prüflings– Zusatzmodule aufgenommen werden. Diese gehen aber nicht in die Berechnung der Gesamtnote ein.
     

 
Fragen zu Modulen

Werden externe Leistungen (außerhalb der TU Bergakademie erworben) anerkannt?

  • Anerkennungen extern erworbener Leistungen sind möglich, es muss dabei das Gebot der inhaltlichen Kohärenz des heimischen Studiengangs abgewägt werden. Damit wird der Prozess der Anerkennung auswärtiger Leistungen immer einer individuellen Betrachtung bedürfen.
  • Bestehen keine wesentlichen Unterschiede hinsichtlich der erworbenen Kompetenz gemäß § 15 Abs. 1 PO (nachrichtlich §16 Abs. 1 PO beim M TR) in Verbindung mit § 35 Absatz 9 SächsHSFG, werden Studien- und Prüfungsleistungen auf Antrag mit Leistungspunkten und wo möglich anhand der "modifizierten Bayerischen Formel" übersetzten Noten angerechnet. Beim M ERW und M TR und D BWL wird angerechnet, wenn Gleichwertigkeit gegeben ist, wenn sie also in Inhalt, Umfang und in den Anforderungen des hiesigen Studiengangs im Wesentlichen entsprechen.
  • Der Antrag ist Studierendenbüro einzureichen. Beizufügen sind die im Absatz 7 der PO genannten Unterlagen (in deutscher oder englischer oder französischer Sprache) als auch das entsprechende Formular (inkl. der Angabe über die gewünschte Anrechnung zu den Untergruppen gemäß §18). Von der Anerkennung ausgenommen ist die Bachelorarbeit (§ 15 Abs. 1 PO).
  • Siehe zu diesem Thema weiterführend den Link "Anerkennung und Anrechnung" auf diesen Internetseiten.
    • Beachte: Eine Anerkennung in dem Modul ist nicht möglich, wenn der Studierende bereits eine Prüfung des Moduls vollständig abgelegt hat (z.B. geschrieben und nicht bestanden). Dies ergibt sich aus den Fristen, die durch § 13 Abs. 3 Sätze 3 bis 5 PO bei Nichtbestehen laufen.
    • Beachte: Anerkennungen werden bei der Bemessung der Fachsemester berücksichtigt, so dass ggf. eine Einstufungen in ein höheres Fachsemester erfolgt!
    • Beachte: Auch hier sind Fristen zu beachten!
       

Warum erfordern einige Module Zulassungsvoraussetzungen?

Zulassungsvoraussetzungen sind erforderlich für die Erreichung der Erkenntnisstufe, die in dem Modul vorgesehen ist. Ebenso sind Prüfungsvorleistungen zu verstehen. Beide helfen den Studierenden, sich vor inhaltlicher Überforderung zu schützen.
 

Mehrere Prüfungen in einem Modul?

Module können mehrere Prüfungsleistungen vorsehen. Einige der Prüfungsleistungen sind mit einem Sternchen versehen. Dieses zeigt laut Fußnote am Ende der Tabelle an, dass solche Prüfungsleistungen bestanden sein müssen. Fehlen solche Sternchen, darf gemittelt werden (also auch eine 5,0 in einer Prüfungsleistung innerhalb des Moduls ausgeglichen werden).
 

Wie finde ich einen Praktkumsplatz? Was, wenn ich keinen Platz finde?

Praktika gehören zum integralen Bestandteil einer kaufmännischen Ausbildung. Die komplementieren das Wissen und die Kompetenzen, die in Lehrmodulen erworben wurde. Daher knnen sie auch nicht durch Lehrmodule ersetzt werden, wenn bisher kein Praktikumsplatz gefunden wurde. Die Fähigkeit, einen Bewerbungsprozeß um eine Arbeitsstelle erfolgreich abzuschließen, gehört zweifelsohne zu dem Rüstzeug, das Absolventen aus der Universität mitbringen müssen. Hier kann es also keine Flexibilität in der Auslegung der Ordnungen geben.

Erfahrungsgemäß ist ein bisheriges Scheitern bei der Suche nach einem Praktikumsplatz in Mängeln seitemns des Bewerbers zu finden. Um solche zu identifizieren und auszubessern, bietet das Caeer Center als auch viele zum Teil aber nicht auschließlich komerzielle Anbieter wertvolle Hilfen an. Nehmen Sie diese in Anspruch und behandeln Sie die Suche nach einem geeigneten Praktikum als ein zu strukturierendes Projekt in Ihrer Karriereplanung.

Wie berechnet sich der Umfang der Praktika in Stunden?

Die jeweilige Prüfungsordnung regelt den geforderten Minimalumfang eines Praktikums in Stunden (siehe Praktikumsanerkennung). Zu Arbeitsstunden zählen tatsächlich abgeleistete Stunden, was wiederum Fehlzeiten durch Krankheit, Urlaub etc., ebenso wie Feiertage und Überstunden über das durch das Arbeitszeitgesetz maximal zulässige ausschließt. Studierende weisen die tatsächlich abgeleisteten Stunden in ihrem Antrag in geeigneter Art nach.

  • Beachte: Das Gesetz erlaubt Montag bis Samstag je acht Stunden – maximal also 48 Stunden pro Woche.
  • Beachte: Das Gesetz erlaubt auch bis zu 10 Stunden Arbeit pro Tag, diese Überstunden müssen aber innerhalb des Vertrages durch Freizeit ausgeglichen werden.

Lassen sich mehrere Praktika zu einem Praktikum zusammenführen?

Der geforderte Umfang für Praktika (je nach Studiengang unterschiedlich, siehe Praktikumsanerkennung) kann auch durch mehrere verschiedene Tätigkeiten erbracht werden. Zusammen müssen die Zeiten mindestens dem geforderten Umfang entsprechen.
 

Kann ich mir Berufserfahrung als Praktikum anerkennen lassen?

Die Anrechnung von Berufserfahrung als Ersatz für ein Praktikum kann immer dann möglich sein, wenn das Praktikum „einschlägig“ war, also inhaltlich in Zusammenhang mit dem Studiengang war. Bitte legen Sie aussagekräftige Unterlagen und eine erklärendes Anschreiben Ihrem Antrag beim Prüfungsausschuss bei.
 

Wo erhalte ich eine Bestätigung, dass ein Praktikum in meinem Studiengang Pflicht ist?

Wenn Sie eine Bestätigung für ein Unternehmen brauchen, dass Sie in Ihrem Studiengang verpflichtend ein Praktikum zu absolvieren haben, so verweise ich auf die Studien- und Prüfungsordnung. Tatsächlich halte ich diese Ordnungen für die einzige rechtsichere Informationsquelle, daher ist es nicht angezeigt, gesonderte Bestätigungen zu Praktika auszustellen.
 

 

Fragen zu Klausuren und Prüfungen

Werden alle Vorlesungen und Klausuren jedes Semester angeboten?

  • Im aktuellen Vorlesungsverzeichnis bzw. im Stundenplan finden Sie die Verteilung der Vorlesungen auf das Winter- und das Sommersemester. Dabei werden nach Möglichkeit alle Veranstaltungen innerhalb eines Jahres mindestens einmal angeboten.
  • Unabhängig davon werden nach Möglichkeit alle Klausuren jedes Semester angeboten, in jedem Prüfungszeitraum aber nur einmal.
     

Kann es passieren, dass mehrere Klausuren an demselben Tag geschrieben werden müssen?

Ja, es dürfen beliebig viele Klausuren an einem Tag geschrieben werden. Es wird natürlich bei der Erstellung des Prüfungsplans versucht, dies zu vermeiden.
 

Wie und wann erfolgt die Anmeldung zu Modulprüfungen?

Die Anmeldung zu Modulprüfungen muss beim Studierendenbüro (über das Selbstbedienungsportal, SB-Portal) innerhalb der festgelegten Anmeldezeiträume erfolgen (§ 6 Abs. 3 PO). Sollte eine Anmeldung online über das SB-Portal nicht funktioniert, dann bitte im Anmeldezeitraum das Studierendenbüro, Akademiestraße 6, kontaktieren. Zur Prüfung wird nur zugelassen, wenn eine Anmeldung vorliegt. Auch die Bachelorarbeit gem. § 19 PO muss angemeldet werden! Es können bei einigen Modulen (z.B. Seminare) auch weitere Anmeldungen gefordert sein.

  • Beachte: Es werden keine Anmeldungsbestätigungen verschickt, jeder Prüfling muss eigenverantwortlich prüfen, ob eine Anmeldung auch tatsächlich stattgefunden hat. Es ist sinnvoll, einen Screenshot anzufertigen und aufzuheben.
  • Beachte: Wird die Anmeldung einer Prüfungsleistung versäumt, die fristgerecht abgelegt werden muss (z.B. erste Wiederholung nach einem Jahr; zweite Wiederholungen nach einem Semester; alle ausstehenden Prüfungen nach Ablauf des 12. Fachsemesters), so wird sie als "nicht bestanden" gewertet und ein Prüfungsanspruch erlischt.
  • Beachte: Wird eine Prüfungsvorleistung nicht erfüllt, sind Sie aber bereits angemeldet, so müssen Sie von dieser Anmeldung wieder zurücktreten.
     

Kann von angemeldeten Klausuren zurückgetreten werden?

Bis zu einer Woche vor dem jeweiligen Prüfungstermin kann sich der Studierende von der Teilnahme beim Studierendenbüro (online im SB-Portal reicht aus) abmelden, siehe § 12 Abs. 2 PO. Die Öffnungszeiten des Studierendenbüros sind dabei zu beachten.
Eine kurzfristigere Abmeldung vor Prüfungsantritt ist nur aus triftigem Grund möglich und muss dem Studierendenbüro unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden (§ 12 Abs. 4 und 1 PO), z. B. durch Vorlage einer Krankmeldung. Das Original der Krankmeldung (Teil: „für den Arbeitgeber“ mit Angabe der Matrikelnummer, des Studiengangs und welche Prüfungen dies betrifft) ist im Studierendenbüro abzugeben. Sollte eine Abgabe dort nicht möglich sein, kann der Krankenschein auch in den Briefkasten des Studierendenbüros eingeworfen werden. Es ist nicht zwingend notwendig, alle betroffenen Prüfer einzeln zu verständigen.

  • Beachte: Bei Wiederholungsprüfungen, die innerhalb eines Jahres nach dem Erstversuch absolviert werden müssen, ist ein Rücktritt generell nur aus einem triftigen Grund zulässig. Ansonsten erlischt der Prüfungsanspruch des Studenten durch zu vertretendes Versäumnis der Wiederholungsfrist (§§ 14, 13 Abs. 1, 19 Abs. 10 PO). Dies gilt analog auch für den Drittversuch, der zum nächstmöglichen Termin zu absolvieren ist.
  • Beachte: Wird eine Prüfungsvorleistung nicht erfüllt, sind Sie aber bereits angemeldet, so müssen Sie von dieser Anmeldung wieder zurücktreten.
  • Beachte: Es werden keine Abmeldungsbestätigungen verschickt, jeder Prüfling muss eigenverantwortlich prüfen, ob eine Abmeldung auch tatsächlich stattgefunden hat. Es ist sinnvoll, einen Screenshot anzufertigen und aufzuheben.
     

Welche Konsequenzen hat eine Krankschreibung für die anderen Klausuren?

Die Einreichung eines Krankenscheins, um für den Rücktritt einen triftigen Grund geltend zu machen, bedeutet auch, dass der Studierende für den gesamten Zeitraum, für den der Krankenschein die Prüfungsunfähigkeit feststellt, seine Anmeldung zur Prüfung zurückgezogen hat. Aus diesem Grund entfällt die Zulassung für sämtliche in diesen Zeitraum fallende Prüfungen. Ein Rücktritt von diesem Rücktritt ist nicht möglich. Eine erneute Zulassung könnte nur im Rahmen der vorgesehenen Anmeldezeiten beantragt werden, die allerdings bei Prüfungszeitbeginn bereits verstrichen sind. Eine Teilnahme an einer Prüfung, die in den Zeitraum der Prüfungsunfähigkeit fällt, erfolgt daher ohne die in § 6 Abs. 3 PO geforderte Zulassung. Das Ergebnis einer solchen Prüfung ist grundsätzlich unbeachtlich.
 

Kann nach Beginn der Prüfung zurückgetreten werden?

Nach Antritt einer Prüfung (d. h. sobald die Aufsichtskräfte begonnen haben, die Prüfungsaufgaben auszugeben) ist ein Rücktritt von einer Prüfung grundsätzlich nicht mehr möglich, es sei denn, der Prüfling ist augenscheinlich prüfungsuntauglich (z. B. bei Ohnmacht, Kreislaufkollaps). Auch in diesem Fall ist ein ärztliches Attest vorzulegen (§ 12 Abs. 4 und 1 PO).
 

Wann muss eine nicht bestandene Prüfungsleistung wiederholt werden?

  • Gem. § 14 Abs. 1 PO können nicht bestandene Modulprüfungen nur innerhalb eines Jahres nach Abschluss des ersten Prüfungsversuches der letzten Prüfungsleistung einmal wiederholt werden. Die Wiederholung bezieht sich dabei nur auf die nicht bestandenen Teilleistungen. Bei Versäumnis der Wiederholungsfrist gilt die Prüfung als nicht bestanden.
  • Sind innerhalb einer Modulprüfung mehrere Teilleistungen erforderlich und ist die nicht bestandene Teilleistung grundsätzlich ausgleichsfähig, dann darf eine Wiederholung dieser nicht bestandenen Teilleistung erst nach Abschluss der letzten Teilleistung erfolgen und auch nur, wenn die gesamte Modulprüfung nicht bestanden ist. Bei einer generell nicht ausgleichsfähigen Teilleistung bzw. einer Seminararbeit gelten für Wiederholung die auch sonst üblichen Fristen.
  • Eine zweite Wiederholungsprüfung ist nur zum nächstmöglichen Termin zulässig (§ 14 Abs. 2 PO). Für den Wiederholungstermin bedarf es einer persönlichen Anmeldung (nicht über das Selbstbedienungsportal).
    • Beachte: Wiederholung zum nächstmöglichen Termin bedeutet im Folgesemester. Falls das Folgesemester ein Urlaubssemester ist, kann die Wiederholung stattdessen im nächsten Fachsemester erfolgen.
       

Muss eine nicht bestandene Prüfung eines (freien) Wahlmoduls in jedem Falle wiederholt werden?

Gem. § 18 Abs. 13 PO (nachrichtlich Abs. 14 bei M BWL; Abs. 9 bei M ERW; Abs. 17 bei D WiIng) können Wahlpflichtmodule und freie Wahlmodule nur während der Regelstudienzeit ‚umgewählt‘ werden. Prüfungen in so ‚abgelegten‘ Modulen müssen nicht bestanden werden. Um ein Weiterlaufen der Fristen gem. §12 PO zu verhindern, ist die ‚Umwahl‘ im Studierendenbüro anzuzeigen.

  • Beachte: Der Weg zurück ist nach Ablauf der hypothetischen Fristen der Wiederholungsmöglichkeiten dann aber verbaut.
     

Müssen alle Teilleistungen einer Prüfung für ein Modul bestanden sein?

Ist die Teilleistung in der PO mit einen * versehen, muss diese mindestens mit 4,0 bestanden sein.
 

Wie oft dürfen Prüfungsleistungen wiederholt werden?

Bei nicht bestandenen Modulprüfungen bzw. einzelnen Teilleistungen hat der Studierende Anspruch auf eine  Wiederholungsprüfung innerhalb der Wiederholungsfrist nach § 14 Abs. 1 PO. Auch wenn die Prüfungsordnung eigentlich nur eine Wiederholung vorsieht, so ist doch auch ein Drittversuch, wenn auch gebunden an einen Antrag, als Möglichkeit vorgesehen. Diese ist zum nächsten regulären Prüfungstermin möglich (§ 14 Abs. 2 PO). Weitere Wiederholungsversuche sind nicht zulässig.

  • Beachte: Es ist im Entscheidungsspielraum eines jeden Prüfers, die Inhalte innerhalb der Grenzen der Modulbeschreibung beliebig anzupassen. Wird laut Studienplan studiert, dann sind die Klausuren des Erst- und Zweitversuchs oft in etwa gleich bezüglich des abgefragten Stoffes. Das gilt meist nicht mehr für den Drittversuch - dieser findet nach der nächsten turnusmäßigen Veranstaltung statt und hier sind die Inhalte oft an den Fortschritt der Wissenschaft angepasst. Und dennoch verbleibt die Klausur im selben Thema und die Anpassung sollte zu schaffen sein. 
     

Muss der Name des Prüflings auf der Klausur angegeben werden?

Es muss nur die Matrikelnummer angegeben werden. Es sollten auch Studierendenseits keine Namen angegeben werden, auch nicht freiwillig (denn wenn viele freiwillig ihre Namen nennen, dann steht ein nicht Namen nennender Prüfling unter Generalverdacht). Wird um eine Schnellprüfung gebeten (wenn dies für die Fortsetzung des Studiums erforderlich ist), so ist dies ebenso ohne Angabe des Namens auf der Klausur zu vermerken. Die Information "vermutlich bestanden" oder "vermutlich nicht bestanden" kommt dann vom Prüfer.

Hat ein Modul mehrere Prüfungsleistungen, so wird, kodiert mit der Matrikelnummer, die Modulnote aus den Einzelnoten im Studierendenbüro berechnet.
 

Wann kann Einsicht in die bewerteten schriftlichen Prüfungsleistungen genommen werden?

Gemäß § 24 PO ist eine Einsichtnahme in Prüfungsakten erst dann zulässig, wenn das Prüfungsverfahren abgeschlossen ist (das kann, muss aber nicht bis zum Beginn des Folgesemesters sein, es ist eher davon auszugehen, dass in einigen Fällen dieses Verfahren nicht vor der achten Woche des jeweils darauf folgenden Semesters abgeschlossen ist).

Die Einsicht kann nur bis zum Ablauf eines Jahres nach Abschluss des Prüfungsverfahrens gewährt werden.

  • Beachte: Einsichten dienen dazu, den Studierenden zu informieren, wie sich der Prüfling während der Klausur geschlagen hat. Hier ergeben sich durch Stress und Prüfungsangst oft andere Ergebnisse als erwartet.
  • Beachte: Einsichten dienen nicht dazu, dem Prüfer zu erklären, was der Prüfling hätte schreiben oder mit dem Text ausdrücken wollen.
  • Beachte: Einsichten dienen ebenso nicht dazu, mit dem Prüfer in eine Notendiskussion einzusteigen. Noten werden nur dort verändert, wo der Prüfer einen augenscheinlichen und unstrittigen Fehler gemacht hat (typischerweise bei der Summierung von Punkten).
     

 
Fragen zur Abschlussarbeit

Was ist bei der Wahl des Themas der Abschlussarbeit zu beachten?

  • Das Thema für die Abschlussarbeit muss sich bei der BWL und dem Wirtschaftsingenieurwesen auf eine wirtschaftswissenschaftliche Problemstellung, beim B Business and Law auf eine wirtschaftsrechtliche und beim M Technikrecht auf eine technikrechtliche Problemstellung beziehen. Bei Abschlussarbeiten aus anderen Fakultäten ist die Zustimmung des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses erforderlich. Ein gesonderter Antrag ist nicht erforderlich.
  • Jeder Professor hat sein eigenes Lehr- und Forschungsprofil. Eine Betreuung eines Themas einer Abschlussarbeit wird also im Regelfall immer nur von einem Professor angenommen werden.
  • Viele Professoren haben ihre eigenen Themen, die sie für Abschlussarbeiten anbieten wollen. Andere überlassen es den Studierenden, sich ein Thema innerhalb der Kompetenzgebiete der Professur selbst zu erarbeiten.
  • Einige Professoren bieten Gesprächstermine zur Themenfindung an, andere erbitten sich ein Exposé. Studierenden werden dann erfolgreich einen Professor für die Betreuung zu überzeugen, wenn sie sich bereits mit dem Themavorschlag ausreichend beschäftigt haben, um dem Betreuer eine positive Aussicht auf Erfolg zu signalisieren.
     

Wie erfolgt die Anmeldung zur Abschlussarbeit?

Die Anmeldung zur Abschlussarbeit soll gemäß § 19 Abs. 3 PO (nachrichtlich § 20 Abs. 3 PO beim M TR) spätestens einen Monat nach Abschluss der Modulprüfungen erfolgen. Es ist möglich, das Thema einmal - und zwar innerhalb von vier Wochen nach Ausgabe - zurückzugeben (§ 19 Abs. 4 PO) (nachrichtlich § 20 Abs. 4 PO beim M TR).

Die Anmeldung zur Abschlussarbeit vollzieht sich aus Sicht des Studierenden in den folgenden Schritten:

  1. Studierende beantragen die erforderliche Zulassung beim Studierendenbüro. Über das Thema u. ä. muss zu diesem Zeitpunkt noch nichts bekannt sein.
  2. Sind die Zulassungsvoraussetzungen gegeben, erstellt das Studierendenbüro eine Bescheinigung, aus der dies hervorgeht.
  3. Mit dieser Bescheinigung begeben sich Studierende zu jener Professur, welche die Arbeit betreuen soll. Sofern keine Professur einer Betreuung zustimmt, wird ein Betreuer durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zuwiesen.
    Beachte: Eine Zuweisung impliziert unter Umständen die Übertragung eines Themas, das nicht das Interesse des Studierenden trifft. Hier ist kaum Verhandlungsspielraum mehr.
  4. Mit dem Betreuer werden unter anderem das Thema der Abschlussarbeit sowie Anfang und Ende der Bearbeitungszeit festgelegt.
  5. Nachdem der Betreuer die Erzeugung des Deckblattes für die Abschlussarbeit (unter Verwendung der elektronisch verteilten Vorlage) veranlasst hat, werden alle vier Exemplare des Deckblattes vom Prüfling und Betreuer unterschrieben und dann mit der Bescheinigung des Studierendenbüros an den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses geschickt.
  6. Studierende finden sich in der Woche nach Erstellung des Deckblatts im Sekretariat des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses ein und erhalten dann ein Exemplar des von drei Seiten unterschriebenen Deckblattes.
     

Was ist bei der Verlängerung der Bearbeitungszeit der Abschlussarbeit zu beachten?

  • Im Einzelfall können die Bearbeitungszeiten der Abschlussarbeiten (beim Bachelor: drei Monate; im Master: vier Monate, nachrichtlich sechs Monate beim Diplom Wirtschaftsingenieurwesen) um höchstens vier Wochen (nachrichtlich beim Master Wirtschaftsingenieurwesen drei Monate, beim Diplom Wirtschaftsingenieurwesen zwei Monate) verlängert werden (siehe § 19 Abs 6).
  • Meist kommen Verlängerungen aufgrund von Krankheit vor, die Krankheitstage zählen nicht für die Frist (die Abgabefrist wird um die Anzahl von Krankschreibungstage nach hinten verschoben). Andere Verlängerungen bedürfen einer zwingenden Begründung. Dazu ist, über den betreuenden Hochschullehrer, ein überzeugender Antrag beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu stellen. Dazu ist, über den betreuenden Hochschullehrer, ein überzeugender, formloser Antrag (Beispiel) beim Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu stellen. Der Antrag sollte ausreichend zeitig vor Ablauf der Bearbeitungsfrist gestellt werden, so dass eine ordentliche Prüfung möglich bleibt.
     

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