4NEMO-Projekt

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4NEMO – Forschungsnetzwerk zur Entwicklung neuer Methoden der Energiesystem-Modellierung

Hauptziel des 4NEMO Projekts ist die Integration von ökonomischen und sozialen Aspekten und deren Dynamik in die Modellierung von Energiesystemen. Zu diesem Zweck sollen bestehende Modelle weiterentwickelt werden, um eine bessere Vergleichbarkeit innerhalb der verschiedenen Modelle zu erreichen. Diese systematischen Modellvergleiche sollen unter Verwendung von, innerhalb des Projekts abgeleiteten, Kontext-Szenarien erfolgen. Neben einer Verbesserung der Transparenz wird das Projekt somit zu einer besseren Vergleichbarkeit und Interpretierbarkeit der Modelle beitragen. Der erzeugte Ergebnisraum kann dafür genutzt werden die Stärken und Schwächen der jeweiligen Modelle abzubilden.

4NEMO - Research Network for the Development of New Methods in Energysystem Modelling

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

 

 

 

Obwohl die TU Bergakademie Freiberg in allen Arbeitsschritten des Projekts involviert ist, trägt das Team der Universität Freiberg hauptsächlich zum Arbeitspaket 3 bei.

 

 

Arbeitspaket 3: Entwicklung von konsistenten sozio-technologischen Kontextszenarien für den europäischen Strommarkt bis zum Jahr 2050 (WP3)

Schwerpunkt des dritten Arbeitspakets (WP3) ist die Entwicklung sozio-technologischer Kontextszenarien. Unter Verwendung des Cross-Impact-Balance (CIB) Ansatzes werden konsistente und transparente Szenarien erstellt. Der CIB Ansatz kommt bereits in einem breiten Anwendungsgebiet zum Einsatz und wird für Analysen von Energiesystemen, Nachhaltigkeit, Innovation, Gesundheitswesen und Klimawandel genutzt, allerdings stellt die Anwendung dieser Methode im Bereich des europäischen Strommarktes ein Novum dar.

Basierend auf den entwickelten qualitativen sozio-technologischen Kontextszenarien wird das Team konsistente Datensätze für Strommarktmodelle ableiten. Unter Verwendung dieser Datensätze können quantitative Szenarien des europäischen Strommarktes bis zum Jahr 2050 abgeleitet werden.

Zunächst werden im Rahmen des CIB Ansatzes wesentliche Elemente (Deskriptoren) für die Beschreibung des europäischen Strommarktes identifiziert. In diesem Schritt wird nicht nur auf eine umfangreiche Literaturrecherche zurückgegriffen, sondern gleichzeitig die Expertise verschiedener Experten herangezogen. Dies wird zum einen über die systematische Auswertung von Fragebögen erreicht und zum anderen über umfassende Diskussionen innerhalb der Workshops, die im Zuge des Projekts abgehalten werden. Neben quantitativen Faktoren werden auch qualitative Aspekte, welche das Elektrizitätssystem und damit den Strommarkt beeinflussen, berücksichtigt. Diese Faktoren und deren Wechselwirkungen zu anderen Deskriptoren werden in einem zweiten interdisziplinären CIB-Workshop identifiziert und diskutiert. Um die Verknüpfung qualitativer Szenarioentwicklung mit quantitativen Modellierungsansätzen zu verbessern, haben wir es uns zum Ziel gesteckt die CIB Methode weiter zu entwickeln. Im Zuge dessen soll zum einen die Anzahl an möglichen Deskriptoren, welche innerhalb des CIB Ansatzes berücksichtigt werden kann, erhöht werden. Zum anderen soll die CIB Methode für die Verifizierung von Szenarien angewandt werden, welche durch rein quantitative Modelle erstellt wurden.

Forschungsaufgaben innerhalb des Arbeitspakets 3:

      Identifikation relevanter Faktoren (Deskriptoren), welche einen maßgeblichen direkten oder indirekten Einfluss auf den europäischen Strommarkt aufweisen. Diese werden durch umfangreiche Sekundärforschung und Experten-Workshops ermittelt.

      Beurteilung und Bewertung von Wechselwirkungen innerhalb der identifizierten Faktoren durch den Einsatz der Cross-Impact Matrix Methode.

      Erarbeitung eines Satzes möglicher sozio-technologischer Kontextszenarien und deren weiterer Einsatz in Energiemarktmodellen.

      Weiterentwicklung des bestehenden CIB Ansatzes.

      Auswahl und Aufbereitung sozio-technologischer Kontextszenarien.

Wichtige Meilensteine des Arbeitspakets 3:

1. Workshop

Identifikation und Spezifizierung von Faktoren, welche den europäischen Strommarkt direkt oder indirekt beeinflussen. Erstellung der „short list“, welche die wesentlichen Faktoren beinhaltet.

2. Workshop

Basierend auf den Einschätzungen der Experten werden direkte Einflüsse innerhalb der möglichen Variationen der Deskriptoren identifiziert und bewertet.

3. Workshop

Präsentation und Diskussion der sozio-technologischen Kontextszenarien.

Kontinuierliche       Verbesserung

Konkretisierung und endgültige Festlegung der Ergebnisse aus Arbeitspaket 3 innerhalb des Arbeitspakets 4.

 

 


Projektpartner:

 

 Logo des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)

 

 Logo ewi

 ewi Energy Research & Scenarios

 

 Logo ifo Institut

ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e. V.

 Logo Forschungszentrum Jülich

Forschungszentrum Jülich

Logo RWTH Aachen

RWTH Aachen

Logo TU München 

Technische Universität München

Logo Uni Stuttgart 

Universität Stuttgart

 Logo ZEW

Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW)

Projektteam der TU Bergakademie Freiberg:

Prof. Dr. Dirk T. G. Rübbelke

Anja Brumme

Kristina Govorukha

Philip Mayer