14.06.2014 - TU Bergakademie Freiberg

Dipl.-Ing. Erik Zaulig mit Andreas-Schubert-Preis geehrt

 

Foto 1: Erik Zaulig (l.) mit Sachsens stellvertretenden Ministerpräsidenten und Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok (m.), sowie SACHSENMETALL-Präsident Andreas Huhn (r.)Am Samstag, den 14.06.2014 wurde Herr Dipl.-Ing. Erik Zaulig in Dresden mit dem Johann-Andreas-Schubert Preis 2014 geehrt. Die Auszeichnung nahm Sachsens stellvertretender Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Sven Morlok, sowie SACHSENMETALL-Präsident Andreas Huhn vor (Foto 1).

SACHSENMETALL würdigt damit in Zusammenarbeit mit der Johann-Andreas-Schubert-Stiftung alle zwei Jahre herausragende wissenschaftliche Abschlussarbeiten von Studenten und jungen Wissenschaftlern, die sich durch besondere Praxisrelevanz auszeichnen. Der Preis ist mit 1.500 EUR dotiert.

Herr Dipl.-Ing. Erik Zaulig vom Institut für Werkstofftechnik der TU Bergakademie Freiberg befasste sich in seiner Diplomarbeit mit dem Titel „Untersuchungen zur kombinierten Randschichtbehandlung Elektronenstrahlumschmelzlegieren und PVD-Beschichten auf einer sprühkompaktierten Al-Legierung“ mit der Verbesserung der Verschleißbeständigkeit von Al-Legierungen.

Die Arbeit war eingebettet in ein Verbundprojekt der SAB-Technologieförderung (100122470) des Institutes für Werkstofftechnik mit der UKM Fahrzeugteile GmbH und hatte zum Ziel, die bestehenden Einschränkungen hinsichtlich der mechanischen Belastbarkeit und Tragfähigkeit von harten PVD-Schichten auf weichen Al-Substraten durch ein zusätzliches Umschmelzlegieren der Substratrandschicht mittels Elektronenstrahl (EBUL) zu verbessern. Durch Verwendung von Co- bzw. Ni-Basis-Zusatzstoffen wurden temperaturstabile Legierungsschichten mit einer 2-3fach höheren Härte im Vergleich zum Al-Substratwerkstoff erzeugt, die die nachfolgend abgeschiedene Ti(C,N)-PVD-Schichten deutlich besser abstützen. Die entwickelte kombinierte Randschichtbehandlung (EBUL+PVD) ermöglicht so erstmals die Nutzung der exzellenten Funktionsmerkmale von PVD-Schichten auch für Al-Leichtbaukomponenten des Automobilbaus.

 

Erik Zaulig (m.) mit Dr.-Ing. Anja Buchwalder (l.) und Prof. Dr.-Ing. habil. Rolf Zenker (r.)Die Betreuung der Diplomarbeit erfolgte durch Frau Dr.-Ing. Anja Buchwalder, die Begutachtung durch Herrn Prof. Dr.-Ing. habil. Rolf Zenker (Foto 2).

Herr E. Zaulig beschreibt seine Eindrücke und seinen weiteren Weg wie folgt: „Diese Auszeichnung ist natürlich eine große Anerkennung und Motivation für die kontinuierliche Weiterführung meiner wissenschaftlichen Arbeit. Es freut mich besonders, dass damit auch die anwendungsbezogenen Forschungsergebnisse meiner Diplomarbeit zu neuartigen Leichtbaulösungen gewürdigt werden.

Nach meinem Diplomabschluss im Dezember 2013 habe ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter im EB-Team des Instituts für Werkstofftechnik der TU Bergakademie Freiberg unter Leitung von Herrn Prof. Zenker angefangen und bin mit der Weiterentwicklung der in meiner Diplomarbeit untersuchten Kombinationstechnologie beschäftigt. Die gewonnenen Ergebnisse und grundlegend neuen Erkenntnisse sollen in eine Promotion einfließen.“

 

Autor: Dr.-Ing. Anja Buchwalder (IWT, TU BAF)

Fotos: Stephan Reinhardt (Sachsenmetall)