26.04.2010 - TU Bergakademie Freiberg

TU Bergakademie ehrt Dietrich von Dobeneck

Dobeneck

Dietrich Freiherr von Dobeneck erhielt am Montag, dem 26. April 2010, die Ehrendoktorwürde der TU Bergakademie Freiberg. Die Freiberger Fakultät für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie würdigte mit der Auszeichnung das wissenschaftliche Lebenswerk des Physikers und seine nationalen und internationalen Verdienste auf dem Gebiet der Elektronstrahl-Technologien (EB) sowie seine Förderung und Unterstützung von Wissenschaftler und Studenten der TU Bergakademie Freiberg. „Es ist Freiherrn von Dobeneck gelungen, die Begeisterung, die er für sein Fachgebiet ausstrahlt, insbesondere auch auf Wissenschaftler und Studenten der TU Bergakademie Freiberg zu übertragen“, hob Piotr Scheller, Dekan der Fakultät für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie, hervor. Dank der großzügigen Anschubfinanzierung durch die Dobeneck-Technologie-Stiftung verfügt die Freiberger Universität seit Januar 2009 über die weltweit modernste Elektronenstrahl-Universalanlage für thermische Elektronstrahl-Technologien. Mehrere Forschungsthemen auf diesem Gebiet – sowohl am Institut für Werkstofftechnik, aber auch am Gießerei-Institut und am Institut für Eisen- und Stahltechnologie – werden durch die Dobeneck-Technologie-Stiftung unterstützt. Zusätzlich ermöglichte sie jungen Wissenschaftlern die Teilnahme kostenaufwändigen Tagungen im Ausland.

Am 11. März 1938 in Hannover geboren, studierte Dietrich Freiherr von Dobeneck Physik bei Prof. Krempel am Lehrstuhl Plasmaphysik der Technischen Universität München. Unter Leitung des erfolgreichen Physikers Dr.h.c. Karl-Heinz Steigerwald widmete er sich den Grundlagen der Elektronenstrahl-Technologien, deren technisch-technologischer Applikation sowie der Weiterentwicklung der Strahltechnik und deren kommerzieller Umsetzung.

1974 gründete er mit einem Mitarbeiter die Firma pro-beam (heute rund 300 Beschäftigte an acht inländischen und zwei ausländischen Standorten). Zahlreiche Veröffentlichungen und Patente weisen Freiherrn von Dobeneck als international anerkannten Experten auf dem Fachgebiet aus.


von Christel-Maria Höppner