Aurubis AG

Absolventen des INEMET arbeiten in verschiedenen Abteilungen und Position bei Aurubis.

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Caro Kleeberg, Abschluss 2014, Forschung und Entwicklung - Recycling

Warum haben Sie sich für die Spezialisierung Foto von Cora Kleeberg„Nichteisenmetallurgie“ entschieden?

Der wichtigste Punkt für mich war: Die Vertiefungsrichtung "Nichteisenmetallurgie" bietet die größte Vielfalt an (metallurgischen) Verfahren im Studiengang "Materialwissenschaft und Werkstofftechnik" an: Pyrometallurgie, Hydrometallurgie, Werkstoffbearbeitung, Kristallzüchtung. Die Eigenschaften der Elemente/Metalle und die Anforderungen an ihre Herstellungsverfahren sind sehr verschieden. Mit der Wahl der Nichteisenmetallurgie ist man daher für das Berufsleben nach dem Studium gut aufgestellt und flexibel.

In Europa ist die Nichteisenmetallurgie nachhaltiger und zukunftsfähiger als die Eisen- und Stahlmetallurgie, besonders auch durch das Recycling von Nichteisenmetallen.

Auch wichtig für mich, besonders rückblickend: Die Nichteisenmetallurgie beschäftigt sich nicht nur mit dem metallurgischen (chemischen) Prozess, sondern auch mit den dazugehörigen, beeindruckenden Technologien. Flüssigmetall und flüssige Schlacken sind sowohl in der industriellen Praxis als auch aus Sicht der Forschung faszinierend. Das Studium der Nichteisenmetallurgie gibt Einblick in beide Bereiche, meist sogar in Kombination.

Welche Fähigkeiten benötigen Sie heute in Ihrem Beruf, die Sie NICHT im Studium gelernt haben?

Projektmanagement, (rechtliche) Grundlagen zum Arbeitsschutz, Umgang mit thermodynamischer Software/Simulationssoftware, Berechnung von Stoff- und Energiebilanzen, Berechnung des Wärmeübergangs (nicht in Technischer Thermodynamik 1 enthalten), Kenntnisse in Strömungsmechanik, vertiefte Kenntnisse in Excel, Versuchsplanung (Statistik)

Rückblickend betrachtet: Was macht die TU Bergakademie Freiberg und das INEMET so besonders?

Besonders angenehm war die geringe Anzahl an Studenten. Auf der einen Seite ermöglicht das eine direktere und individuellere Betreuung durch die Dozenten; auf der anderen Seite schafft es somit ein Gefühl der Zugehörigkeit zum Studiengang und zum Institut. Das schafft auch ein gewisses Maß an Flexibilität und Einflussmöglichkeiten, was an größeren Universitäten/Instituten weniger möglich ist.

Die direkte Betreuung und Interaktion mit den Dozenten erhöht die Qualität der Ausbildung, gerade bei Abschlussarbeiten sorgen regelmäßiger Austausch und individuelles Feedback für eine steile Lernkurve.

Die vielen praktischen Arbeiten in kleinen Gruppen, sowohl in Laboren als auch in Unternehmen, sind an den meisten Hochschulen nicht selbstverständlich und möglich.

Der enge Austausch zwischen dem INEMET und Unternehmen, wie z. B. metallurgischen Stammtischen und die Förderung von Praktika/Diplomarbeiten in Unternehmen, bietet gute Chancen für eine Karriere nach dem Studium.


Marei Albert, Abschluss 2013, Betrieb - Sekundärhüttenwerk Lünen

Warum haben Sie sich für die Spezialisierung Foto Marei Albert„Nichteisenmetallurgie“ entschieden?

Ich habe mich für das Studium der Nichteisenmetallurgie entschieden, weil es vielseitig ist und viele verschiedene interessante Bereiche wie Hydro- und Pyrometallurgie abdeckt. Die Vorlesungen im Grundstudium und die Exkursionen haben mir einen guten Einblick gegeben und mein Interesse geweckt. Auch das Thema Metallrecycling fand ich sehr spannend, da es für einen Industriestandort wie Deutschland ein sehr wichtiges Thema ist.

Welche Fähigkeiten benötigen Sie heute in Ihrem Beruf, die Sie NICHT im Studium gelernt haben?

Im Arbeitsalltag im Werk sind Fähigkeiten bezüglich Personal- und Projektmanagement sehr wichtig. Obwohl das am Arbeitsplatz viel geübt wird, hätte ich mir manchmal gewünscht, im Studium besser darauf vorbereitet worden zu sein.

Wissen über Produktionstechnik, technische Anlagen und Instandhaltung sind auch ein Teil, der im Studium nicht so sehr behandelt wurde, aber da jede Anlage sehr spezifisch ist, kommt das Wissen durch die Erfahrung.

Rückblickend betrachtet: Was macht die TU Bergakademie Freiberg und das INEMET so besonders?

Mir hat die familiäre Atmosphäre sehr gut gefallen, man ist nicht nur eine Nummer im System. Durch die kleinen Gruppen und den direkten Kontakt zu den wissenschaftlichen Mitarbeitern und technischen Angestellten, war die Ausbildung sehr gut. Durch die Möglichkeit im Labor und in der Ofenhalle praktisch zu arbeiten, wurde das Studium durch erste praktische Erfahrungen ergänzt.


Alexander Dressler, Abschluss 2015, Promotion 2020, Betrieb - Edelmetalle/Blei

Warum haben Sie sich für die Spezialisierung Foto Alexander Dressler„Nichteisenmetallurgie“ entschieden?

  • gut ausgewogene Kombination aus Verfahrenstechnik und Chemie mit hohem Praxisbezug
  • hohes Anwendungspotenzial des Wissens/viele Optionen für spätere Tätigkeiten

Welche Fähigkeiten benötigen Sie heute in Ihrem Beruf, die Sie NICHT im Studium gelernt haben?

  • Grundkenntnisse im Projektmanagement sind notwendig
  • Simulation von metallurgischen Prozessen (FactSage, HSC, OLI) - Teil des Studiums, aber nicht ausreichend vertieft
  • vertieftes Verständnis der verfahrenstechnischen Grundlagen - z.B. Wärme- und Stoffübertragung sowie Verfahrenstechnik der Materialaufbereitung und -verarbeitung wären eine wünschenswerte Ergänzung

Rückblickend betrachtet: Was macht die TU Bergakademie Freiberg und das INEMET so besonders?

  • viele Themen hatten einen direkten Bezug zur extraktiven Metallurgie und wurden von Industriepartnern zur Verfügung gestellt
  • ausführliche Diskussionen als Ergebnis einer sehr kollegialen Atmosphäre und engen Beziehung zu den Vorgesetzten

Christoph Lachmann, Abschluss 2010, Produktionsplanung im Konzern

Warum haben Sie sich für die Spezialisierung Foto Christoph Lachmann
„Nichteisenmetallurgie“ entschieden?

Ich habe mich für die Spezialisierung entschieden, weil es in der Nichteisenmetallurgie eine Vielzahl unterschiedlicher Prozesse gibt, die sehr komplex sind. Auch die mögliche Flexibilität in einem sich stetig verändernden Arbeitsumfeld war für mich ein entscheidendes Argument.

Welche Fähigkeiten benötigen Sie heute in Ihrem Beruf, die Sie NICHT im Studium gelernt haben?

Mechanismen zur Bewältigung des Hamsterrads, das auf Konglomeratsebene arbeitet. Das Wissen in Bezug auf die Projektarbeit war im Vergleich zum Wissen, das während der Universitätszeit vermittelt wurde, nicht für die "reale Welt" geeignet.

Rückblickend betrachtet: Was macht die TU Bergakademie Freiberg und das INEMET so besonders?

Das wirklich "familiäre" Umfeld mit einer guten Ausbildung aufgrund kleinerer Studiengruppen, war für mich rückblickend die beste Art der Wissensvermittlung im Vergleich zu anderen Universitäten.

Die Möglichkeit, in einem ISA-Smelter-Technikum zu arbeiten, war eine wirklich schöne Erfahrung, um kleinere Produktionsmaßstäbe zu sehen und nicht nur auf Laborversuche beschränkt zu sein.

Aufgrund der Tatsache, dass Wohnungen erschwinglich sind und die Stadt selbst sehr groß ist, ist das Studentenleben in Freiberg sehr angenehm, da man nicht in einem Campus-Komplex gefangen ist und trotzdem das "Studenten"-Feeling hat.


Eric Klaffenbach, Abschluss 2011, Forschung und Entwicklung - Basismetalle und Prozessintegration

Foto Eric Klaffenbach

Warum haben Sie sich für die Spezialisierung „Nichteisenmetallurgie“ entschieden?

Für mich gab es zwei Hauptgründe. Der erste ist, dass der Bereich aufgrund der großen Vielfalt verschiedener Prozesse sehr interessant ist und die Möglichkeit bietet, während der gesamten Karriere neue Erfahrungen und Erkenntnisse zu sammeln.

Zweitens bietet es die Möglichkeit, die Zukunft unseres Planeten aktiv mitzugestalten, indem man saubere Prozesse in der Metallproduktion und im Recycling entwickelt und umsetzt und Teil der Etablierung einer Kreislaufwirtschaft ist.

Welche Fähigkeiten benötigen Sie heute in Ihrem Beruf, die Sie NICHT im Studium gelernt haben?

Die Verwendung von Softwarepaketen wie FactSage und HSC, die die Arbeit zur Simulation der Thermodynamik von Fließschemata unterstützen, war nicht Teil des Studiums, entspricht aber den Anforderungen der heutigen metallurgischen Industrie. Projektmanagementfähigkeiten und wirtschaftliches Verständnis sind wichtig, aber können von jungen Ingenieuren auch während der ersten Zeit der industriellen Praxis erlernt werden, sie werden dabei vom Unternehmen unterstützt.

Rückblickend betrachtet: Was macht die TU Bergakademie Freiberg und das INEMET so besonders?

Ein großer Vorteil war, dass die Vorlesungen in kleinen Gruppen stattfanden. Die Vorlesungen wurden dadurch sehr interaktiv und man hat schneller gelernt. Die Art und Weise wie Vorgesetzte, technisches Personal und Studenten zusammengearbeitet haben, war immer kollektiv und unterstützend. Niemand wurde allein gelassen und die Leute halfen sich gegenseitig, um bei ihren Aufgaben und Studien erfolgreich zu sein.


Christoph Zschiesche, Abschluss 2011, Forschung und Entwicklung - poly-metallische Prozessgestaltung und -optimierung

Warum haben Sie sich für die Spezialisierung Foto Christoph Zschiesche„Nichteisenmetallurgie“ entschieden?

In dem Moment, als ich mich entscheiden musste, war ich von der Herstellung von Metallen fasziniert und hatte das Bild von geschmolzenem Kupfer im Kopf. Aber da gab es mehr als nur Kupfer, es war eine breite Palette unedler Metalle, die in den Vorlesungen behandelt wurde, angefangen von Aluminium, gefolgt von Nickel, Zinn, Zink und dem schwersten aller Metalle -Blei-.

Welche Fähigkeiten benötigen Sie heute in Ihrem Beruf, die Sie NICHT im Studium gelernt haben?

Seit ich meine Karriere bei Aurubis begonnen habe, gab es viele Projekte in der Primärkupferschmelze und später in der komplexen Bleimetallurgie, mit denen ich mich als Prozessingenieur beschäftigen musste. In dieser Zeit habe ich mir gewünscht, dass ich besser vorbereitet gewesen wäre auf die Thermodynamik und ihre Relevanz für die Metallurgie. Wie man diese Grundlagen für eine tiefgehende Prozessmodellierung nutzen kann und was im Wesentlichen benötigt wird, um einen Prozess im Detail zu untersuchen (Charakterisierung von Input- und Output-Material, Prozessparameter, Fluxing-Strategie), sollte ein wichtiger Grundpfeiler der Vorlesung(en) sein.

Die Verwendung von Flowsheet-Tools wie HSC SIM war auch kein Bestandteil meiner Vorlesung(en), würde aber definitiv dazu beitragen, ein tiefgreifenderes Verständnis des Elementverhaltens in einem integrierten Netzwerk von pyrometallurgischen und hydrometallurgischen Anlagen aufzubauen.

Rückblickend betrachtet: Was macht die TU Bergakademie Freiberg und das INEMET so besonders?

Im Grunde war es die Stadt selbst, die es mir erlaubt hat, mich auf das Studium zu fokussieren. Ich habe viele Kollegen kennengelernt, mit denen es Spaß gemacht hat, sich zu unterhalten und zu arbeiten, während ich einen hohen Anteil an praktischen Tätigkeiten erledigte (Experimente, Projektarbeit, Pilotanlagenkampagne in der Ofenhalle). Darüber hinaus gab es ein sehr enges Verhältnis zu den Vorgesetzten und technischen Mitarbeitern des Instituts, welches während der Projektarbeit im Labor/Ofenhalle noch verstärkt wurde.

Auch das breite Themenspektrum, das bereits in der/den Vorlesung(en) abgedeckt wurde, hat mich sehr gut vorbereitet. Ich bin sehr stolz darauf, ein Absolvent der TU Freiberg zu sein und möchte mich bei allen Kollegen und ehemaligen Mitarbeitern bedanken.


Robert Wolf, Abschluss 2013, Promotion 2019, Forschung und Entwicklung - poly-metallische Prozessgestaltung und -optimierung

Warum haben Sie sich für die Spezialisierung Foto Robert Wolf„Nichteisenmetallurgie“ entschieden?

Ich habe angefangen, Materialwissenschaften zu studieren, weil uns Materialien überall umgeben. Es wird also immer notwendig sein, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, um sie bestmöglich nutzen zu können. Eine sicherere Zukunftsperspektive gibt es für mich nicht. Ich habe mich schließlich für die Nichteisenmetallurgie entschieden, nachdem ich mir das Periodensystem der Elemente angeschaut habe. Ich fand und finde es spannend, in der Lage zu sein, jedes dieser Elemente zu gewinnen und mich mit ihren Eigenschaften zu befassen. Meine Erwartungen wurden bis heute nicht enttäuscht.

Welche Fähigkeiten benötigen Sie heute in Ihrem Beruf, die Sie NICHT im Studium gelernt haben?

Während des Studiums wurden mir die Prozesse und die zugrunde liegenden Eigenschaften der Elemente sehr gut vermittelt. Der Bezug zur theoretischen Modellierung kam für mich im Studium jedoch zu kurz. Es wurden zwar Grundkenntnisse über Statistik, Thermodynamik und Modellierung gelehrt, aber die Art und Weise wie diese in die Anwendung übertragen werden können, wurde nicht so gut behandelt.

Rückblickend betrachtet: Was macht die TU Bergakademie Freiberg und das INEMET so besonders?

Die eigenständige Arbeit in Experimenten, die einen praktischen Bezug hergestellt und das "Riechen, Schmecken, Fühlen" trainiert hat, ist für mich nach wie vor unersetzlich. Dank der kollegialen und familiären Atmosphäre konnte ich das Fundament schaffen, das die Basis ist, um auf dem Karriereweg zu wachsen.