Abfallverbrennung neu gedacht – EEW, INEMET und IKFVW starten Projekt für mehr Nachhaltigkeit

© EEW Energy from Waste GmbH - EEW Abfallverbrennungsanlage in Leudelange 2011
Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind wichtige Themen, die inzwischen in den unterschiedlichsten Branchen Einzug gehalten haben. Es hat ein Umdenken stattgefunden, auch in der abfallverwertenden Branche.

So kann beispielsweise inzwischen Energie gewonnen werden durch die Wärme, die während der Verbrennung des Abfalls entsteht. Aber was ist mit den Nebenprodukten, die Abfallverbrennungsanlagen durch die Verwertung des Mülls produzieren?

Mit der Novellierung der 17. Verordnung zum Bundes-Immissionsschutzgesetz wurden bereits wichtige Schritte zur Reduktion von Emissionen auf Bundesebene eingeleitet. Indem Filteranlagen zwischengeschalten werden, kann somit der Ausstoß von umweltschädlichen Reststoffen, die bei der Verbrennung des Abfalls entstehen, reduziert werden. Die herausgefilterten Produkte wie z.B. der Staub sind jedoch ein Problem – bis jetzt.

© EEW Energy from Waste GmbH – Logo EEWDie EEW Energy from Waste GmbH, als eines der nachhaltigsten Unternehmen in Deutschland und Europa, wenn es um thermische Behandlung von Abfällen geht, hat nun ein Projekt ins Leben gerufen, dass auch den Reststoffen, die bisher nicht umgenutzt werden konnten, neues Leben einhauchen soll.  Dafür investierte das Unternehmen eine hohe sechsstellige Summe.

Unter dem Titel „EEW-Verwertung von Staub (VerSt): Rapid Scale-up zum Zero-Waste-Verfahren“ wird seit 01.10.2021 daran geforscht, wie auch der bei der Verbrennung zurückbleibende Staub zukünftig in die Kreislaufwirtschaft des Unternehmens eingegliedert werden kann. Dafür hat sich das Unternehmen mit dem INEMET (Institut für Nichteisen-Metallurgie und Reinststoffe) und dem IKFVW (Institut für Keramik, Feuerfest und Verbundwerkstoffe) zwei Institute der TU Bergakademie Freiberg als Partner an die Seite geholt, die in drei Schritten den vermeintlichen Abfall innerhalb der Abfallwirtschaft aufwerten und nachhaltig machen sollen.

©INEMET/TU Bergakademie FreibergIm ersten Schritt soll dabei die konkrete Zusammensetzung des Flugstaubs erforscht werden, um daraus dann Strategien entwickeln zu können, wie die einzelnen Bestandteile zukünftig verwertet werden können. Zunächst müssen also Störelemente aus dem Staub entfernt werden, um diesen im zweiten Schritt dann hinsichtlich seiner chemischen und ©IKFVW/TU Bergakademie Freibergmineralogischen Zusammensetzung untersuchen zu können, bevor schließlich ermittelt werden kann, wie der Staub Teil der Kreislaufwirtschaft wird. Das Ziel besteht darin, alle im Staub enthaltenen Reststoffe umzunutzen, sodass der gesamte Prozess der Müllverbrennung zukünftig nachhaltig wird – ganz im Sinne des Zero-Waste-Gedankens.

Damit könnte ein Großteil der insgesamt 270.000 Tonnen Flugstaub, die jährlich in den bislang 17 Abfallverbrennungsanlagen anfallen, reduziert werden. Gelingt das 3-jährige Vorhaben, würde damit die Abfallverbrennung zukünftig noch nachhaltiger werden und die Kreislaufwirtschaft weiter vorangebracht.

Mit dem INEMET und dem IKFVW hat sich die EEW Energy from Waste GmbH für zwei kompetente und erfahrene Partner entschieden, die ebenso wie die EEW für Nachhaltigkeit, den Ausbau und die Stärkung der Kreislaufwirtschaft und des Zero-Waste-Gedankens stehen.

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