Vermeidung von Zinkfraß im Metallblasinstrumentenbau

Metallblasinstrumente vor einem REM

Ein großes Problem des modernen Metallblasinstrumentenbaus stellt der Zinkfraß dar. Zinkfraß oder auch Entzinkung bezeichnet die Korrosion von Legierungen mit einem erhöhten Zinkanteil. Vor allem tritt dies bei Kupfer-Zink-Legierungen, wie beispielsweise Messing, mit mehr als 20% Zink auf. Aufgrund dieses Zinkfraßes stehen Metallblasinstrumentenbauer in den letzten Jahren immer öfter in der Gewährleistung, was neben dem wirtschaftlichen Schaden auch einen Imageschaden nach sich zieht. Daher ist es wichtig die Ursachen für den Zinkfraß im Metallblasinstrumentenbau zu identifizieren und zu beseitigen, um die Wirtschaftlichkeit der oftmals KMU im Metallblasinstrumentenbau zu erhalten und somit den Wirtschaftsstandort Vogtland zu erhalten.

Im Projekt ist geplant historische und moderne Legierungssysteme zu vergleichen inklusive der Entwicklung eines historisch nachahmenden Legierungskonzepts. Umformgrade und die Bildung von Mikrorissen sowie deren Vermeidung werden analysiert bis schlussendlich eine konkrete Prozesskette entwickelt wird, welche Zinkfraß bei Metallblasinstrumenten vermeidet.


Projektträger:        WIR! - I-Ma-Tec

Projektlaufzeit:     01.04.2021 - 31.03.2023

Projektpartner:     TU Bergakademie Freiberg - Institut für Metallformung

                               Jürgen Voigt Meisterwerkstatt für Metallblasinstrumente

 

Ansprechpartner: Prof. Dr.-Ing. Ulrich Prahl

                               Dr.-Ing. Markus Kirschner 

                               Kerstin Voigt