Das war sie – die MEFORM 2017

Eröffnung MEFORM 2017
Zwei Tage mit einem vollen Programm rund um das Thema „Auf Draht! – Neue Erkenntnisse auf dem Gebiet der Drahtherstellung und -entwicklung“ liegen hinter den mehr als 140 Teilnehmern.

 

Am 15. und 16 März 2017 fand die traditionelle MEFORM bereits zum 25 Mal am Institut für Metallformung der TU Bergakademie Freiberg statt. Dieses Mal drehte sich in den Präsentationen sowie der Firmen- und Posterausstellung alles rund um das Thema „Drahtherstellung und -verarbeitung“, was auf reges Interesse aus der Wissenschaft und Wirtschaft stieß. In sieben Sessions fanden über beide Tage 24 Vorträge statt. Schwerpunktthemen waren unter anderem neue Herstellungsverfahren und Anlagen zum Drahtwalzen und -ziehen, die Modellierung der Herstellungsprozesse auf makroskopischer sowie der werkstoffwissenschaftlichen Vorgänge auf mikroskopischer Ebene. Weitere Themen, die mit besonderem Interesse der Teilnehmer verfolgt wurden waren Drähte und Drahtwerkstoffe für spezielle Anwendungen sowie neue Entwicklungen im Bereich Qualitätssicherung.

Besonders interessant gestaltete sich die Verknüpfung der Themen aus der Wirtschaft mit den Forschungsergebnissen der Hochschulen. Hier wurden alte und neue Kontakte gepflegt und bereits erste Felder abgesteckt, auf denen zukünftig kooperiert werden kann, um die wissenschaftlichen Ergebnisse in der Praxis erfolgreich zur Anwendung zu bringen. Besonders gefragt waren Modellierungsansätze für das Werkstoffverhalten, die u. a. von Prof. Ernst Kozeschnik von der TU Wien oder auch von Dr. Matthias Schmidtchen vom IMF präsentiert wurden.

Besonders vielfältig fiel in diesem Jahr auch das Werkstoffspektrum aus: von Stahl- über Aluminium-, Kupfer- und Nickeldraht bis hin zu ersten Anwendungen von Magnesium als Drahtwerkstoff waren Vorträge zu hören. Ein Beleg dafür, wie vielfältig Drahtwerkstoffe in der täglichen Anwendung sind. So werden sie nicht nur für beispielsweise elektrische Leitungen benötigt, sondern auch für Schutzkleidungen (z. B. Kettenhandschuhe als Schnittschutz), oder sie dienen als Grundkomponente für Verbundwerkstoffe, woran im Falle von Magnesium gerade am IMF geforscht wird.

Neben den Vorträgen präsentierten sich ebenfalls zahlreiche Firmen, die z. B. mit spezieller Messtechnik für Drahtanwendungen aufwarten konnten. Traditionell besteht die MEFORM allerdings nicht nur aus dem Vortragsprogramm, sondern wird mit einem Vorabendprogramm und dem Konferenzdinner abgerundet. Auch diese Veranstaltungen erfreuen sich großer Beliebtheit, da in lockerer Atmosphäre das Netzwerken besonders leichtfällt.

Auch Prof. Rudolf Kawalla vom IMF blickt auf eine erfolgreiche Veranstaltung zurück: „Das rege Interesse aus Industrie und Wirtschaft belegt, dass die Schwerpunkte der MEFORM richtig gesetzt sind und das IMF am Puls der Zeit forscht. Wir danken allen Teilnehmern, die mit ihren Vorträgen, den Firmenpräsentationen oder auch ihren Diskussionsbeiträgen zu einer erfolgreichen Tagung beigetragen haben.“

Doch nach der MEFORM ist vor der MEFORM: 2018 findet die Tagung vom 21. bis 23. März statt. Thema wird dann „Ressourceneffiziente Werkstoff- und Umformtechnologien“ sein. Zudem kann das Institut für Metallformung 2018 auf 90 erfolgreiche Jahre in Lehre und Forschung auf dem Gebiet der Umformtechnik zurückblicken, die 1928 mit der Lehrstuhlgründung begannen. Im Rahmen der MEFORM 2018 soll dieses Jubiläum gebührend gefeiert werden und die Absolventen des IMF bei einem ‚Ehemaligentreffen‘ an ihrer früheren Lehr- und Wirkungsstätte zusammentreffen. Nähere Informationen dazu werden in Kürze folgen.