Technikum Magnesiumband

Magnesium-Gießwalzanlage

Einer der großen Pfeiler im Forschungs- und Tätigkeitsprofils des Instituts für Metallformung ist die Arbeit auf dem Gebiet zur Herstellung und Verarbeitung von Magnesium-Flachprodukten. Zu diesem Zweck besitzt das Institut für Metallformung eine weltweit einzigartige Prototypenanlage, um die Technologie des Gießwalzens sowie die Bandwalztechnologie zur Herstellung von Magnesiumblechmaterial zu erforschen.

Die Anlage besteht aus einer Gießwalzanlage zur Herstellung von gießgewalztem Vormaterial, einem Luftumwälzofen zur Anwärmung und Wärmebehandlung von gießgewalzten und gewalzten Coils und einem Quarto-Reversiergerüst zum Walzen des gießgewalzten Vormaterials auf die gewünschte Enddicke. Diese Technologiekombination ermöglicht es im Vergleich zur herkömmlichen Prozessroute, bei der dicke Gussbrammen oder -blöcke in mehrfachen Walzdurchgängen mit aufwändigen Zwischenglühungen auf dünne Abmessungen heruntergewalzt werden, durch die Verkürzung der Gesamtprozessroute sowohl Zeit, Kosten als auch Energie einzusparen.

Blick auf eine Industrieanlage

Die verbesserte Wirtschaftlichkeit, aber auch die Verbesserung der Materialeigenschaften sorgt dafür, dass Flachprodukte aus Magnesium Gießwalzband immer stärker auf dem Markt nachgefragt werden, um als kostengünstiges Leichtbau-material für die Verwirklichung moderner Ingenieurs- und Konstruktionskonzepte zu dienen. Aus diesem Grund ist die Anlage auch in einem industrienahen Maßstab konstruiert worden, um die Forschungsmöglichkeiten und -aktivitäten an die Bedürfnisse der Industrie anpassen zu können.

Die Forschungsaktivitäten rund um die Anlage umfassen die Legierungsentwicklung, Prozessoptimierung sowie numerische Simulation. Es werden hauptsächlich die weit verbreitete AZ31-Legierung aus der Aluminium-Zink-Legierungsserie, aber auch die Aluminium-Mangan-Legierungsserie (AM20, AM40, AM50) sowie Seltene-Erden-haltige Legierungen wie ME21, WE43 und WZ73 untersucht.

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Team Mg-Band