Prof. Johann Friedrich Lempe

Lehrzeit: 1797 - 1801

 

Vorlesungen:

Während seiner anfänglichen Tätigkeit als einfacher Bergmann im Kamsdorfer Revier (Thüringen) bildete sich Lempe so weit fort, dass er 1773 die Bergakademie Freiberg besuchen konnte. Dort hörte er vor allem bei Johann Friedrich Wilhelm von Charpentier Vorlesungen über Mathematik, Physik und Mechanik und erwarb zudem Kenntnisse in der theoretischen Markscheidekunde. Bereits 1777 unterrichtete er an der neugegründeten Freiberger Bergschule in den Fächern Rechnen und Geometrie. Öffentliche und private Unterstützung ermöglichte ihm seit 1779 das Studium der Mathematik und Physik in Leipzig.

1783 kehrte Lempe als Lehrer an die Bergakademie zurück, wo er zwei Jahre später Nachfolger seines Förderers Charpentier wurde. Er nahm auch Vorlesungen über Markscheidekunde auf - seit 1797 hielt er eine spezielle bergmaschinentechnische Vorlesung. Von Charpentier hatte er 1784 die Leitung der Bibliothek der Akademie übernommen, die er ebenso wie deren übrige Sammlungen unter der Ägide Abraham Gottlob Werners wesentlich erweiterte und sachgerecht organisierte. Lempe wirkte außerdem als Berater des Freiberger Oberbergamtes für maschinentechnische und markscheiderische Fragen.

 

Veröffentlichungen (Auswahl):

  • Gründliche Anleitung zur Markscheidekunst, Siegfried Leberecht Crusius, Leipzig (1782)
  • Rechenbuch für diejenigen jungen Leute welche sich dem praktischen Bergwesen widmen, Craz, Freyberg und Annaberg (1790)
  • Lehrbegrif der Maschinenlehre mit Rücksicht auf den Bergbau, Siegfried Leberecht Crusius, Leipzig (1795–1797)
  • Magazin für Bergbaukunde, Walther, Dresden (1785–1799)