Energieautarke Häuser – EAHplus-Monitoring

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Dr.-Ing. Thomas Storch


News: Abschlussbericht online

Das im Rahmen dieses Projekts zu untersuchende energieautarke Haus verfolgt eine gänzlich andere Philosophie als Projekte hinsichtlich sogenannter Nullenergie- oder Plusenergiehäuser. Klassische, meist auf Photovoltaik (PV) und Wärmepumpen basierende Plusenergiehäuser erzeugen ihren Elektroenergieüberschuss im Sommer, wenn ohnehin zu viel Strom ins Netz eingespeist wird, und haben aufgrund der Wärmepumpentechnik einen deutlich erhöhten Strombedarf im Winter, wenn meist Strommangel herrscht. Dadurch ergibt sich unter Umständen sogar ein Mehrbedarf an nicht regenerativer Energie.

Hausschnittbild mit WarmwasserspeicherDie messtechnisch zu untersuchenden Energieautarken Häuser sind nicht nur in ihrer Gesamtbilanz Energie-neutral, sondern müssen theoretisch zu keinem Zeitpunkt aus externen Quellen (Strom, Gas oder Öl) versorgt werden. Die Eigenversorgung mit Strom und Wärme steht im Vordergrund. Daraus wird sofort der erhöhte Bedarf an Speichertechnologie ersichtlich, der notwendig ist, um die zeitlichen Differenzen zwischen der Energiebereitstellung und der Nutzung auszugleichen. Wärme und Strom müssen nicht nur über den Tag-Nacht-Zyklus, sondern über längere Zeit so bereitgestellt und gespeichert werden, dass eine Versorgung über den gesamten Jahreszeitraum hin gewährleistet ist. Bei einem energieautarken Haus in Deutschland muss etwa drei bis vier Mal so viel Solarstrom erzeugt werden, wie die Bewohner an Haushaltsstrom verbrauchen. Durch den notwendigen großen Stromspeicher ermöglicht das System zusätzlich vom März bis zum Oktober die Integration der Elektromobilität auch in den Abendstunden für den Hausbesitzer.

Kurzfassung wesentlicher Ziele

  • Messtechnische Begleitung und Bewertung von zwei Energieautarken Gebäuden in Freiberg / Sachsen
  • Nachweis des Planungsziels bzgl. der geringen Verbräuche und Autarkie unter realem Nutzerverhalten (bewohnt / gewerblich)
  • identifizieren von Problem-/ Fehlerquellen und Potentialen zur Verbesserung des Hauskonzeptes
  • Entwicklung neuer Solar-Energieautarkhaus-Konzepte
  • Vergleich mit anderen Haus-/ Heizungskonzepten
  • Einfluss der E-Mobilität auf die Autarkie
  • Untersuchungen zur sommerlichen Gebäudekühlung

Hauskonzept

  • Kopplung von Sonnenhaus & Plusenergiehaus für eine theor. Unabhängigkeit von fossilen Energien und vom Stromnetz zu schaffen
  • Enttechnisierung bei hohem Wohnkomfort
  • ganzheitliches Konzept: Nutzung der Einstrahlung (Solarthermie / Photovoltaik) zur Wärme- und Strombereitstellung
  • hoher solarer Deckungsgrad (= sol. Anteil an Bereitstellung der benötigten Wärme/ des Stroms)
    • Wärme (> 65%)
    • Strom (100%)
  • ökologische und ökonomische Zielstellungen:
    • hoher Eigenverbrauch an erneuerbaren Energien
    • geringer Primärenergiebedarf (Bezug)
    • Reduzierung der Ausgaben (Heizung/Strom/Mobilität)
    • Steigerung der Einnahmen

Veröffentlichungen

Partner und weitere Informationen

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  • Energieautarkes Haus mit E-Mobil
  • Technikraum
  • Dämmung Bodenplatte
  • Speichersetzung
  • Richtfest
  • Rohbau Solarthermie auf Dach
  • Einweihung energieautarkes Haus
  • Inbetriebnahme energieautarkes Haus
  • Bleigelakku