MC-WAP – Einsatz von Schmelzkarbonat-Brennstoffzellen auf Schiffen

 

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Förderinstitution:EU Call: Joint Call FP6 – 2004 – Hydrogen – 1
TIP4-CT-2005-019973
Arbeitsgruppe:Energietechnik
Bearbeiter:Dipl.-Ing. Andreas Herrmann
E-Mail: 
Start, Laufzeit:1. September 2005, 5 Jahre
Website:www.mc-wap.cetena.it
Projektpartner:CETENA SpA (coord.)
Fincantieri SpA
Ansaldo Fuel Cells SpA
Politecnico di Torino
Technip KTI S.p.A.
Marmara Research Center
RINA S.p.A.
Johnson Matthey
Oel Warme Institut
ADROP Feuchtemesstechnik GmbH
PROMEOS GmbH
Universität Erlangen
Nat. Tech. Univ. Of Athens
Inst. Of Chemical Tech. of Prague
Turbec AB

In dem von der EU geförderten IP-Projekt MCWAP (TIP4-CT-2005-019973) soll der Nachweis erbracht werden, dass Multi-Megawatt-Anlagen auf Basis von Schmelzkarbonatbrennstoffzellen (MCFC) für Schiffe in naher Zukunft am Markt verfügbar sind. Um dieses anspruchsvolle Ziel zu erreichen, werden im Rahmen des Projektes Komponenten entwickelt und ausgelegt sowie umfangreiche Untersuchungen durchgeführt. Die Berechnungen werden durch intensive experimentelle Untersuchungen zur Verbesserung des Anlagenwirkungsgrades und der Lebensdauer der Komponenten untermauert. Das Projekt hat ein Gesamtbudget von ca. 17 Mio. € für eine Laufzeit von 5 Jahren. Im Projekt arbeiten 16 Partner aus 7 Ländern mit.
 

MCFC

 

 

 

MCFC - von der dezentralen Landinstallation zur integrierten Schiffsinstallation

Wesentliche Projektziele:

  • Verbesserung der derzeitigen Leistung der Schmelzkarbonat-Brennstoffzellen und ihrer relevanten Komponenten, um den effizienten, betriebssicheren und gefahrlosen Betrieb zu ermöglichen
  • Verbesserung der heute verfügbaren Brennstoffaufbereitungs-Technologie (Entschwefelung und Reformer)
  • Maximierung der Integration der Brennstoffzelle und der Brennstoffauf¬bereitung durch Anpassung der einzelnen Komponenten an die Bedingungen auf Schiffen
  • Entwicklung, Konstruktion, Installation und Inbetriebnahme eines Prototyps von bis zu 500 kW auf einem Schiff, um die Funktionalität und die Betriebssicherheit für zukünftige Systemverbesserungen mit höheren Leistungen zu testen und zu verifizieren
  • Konstruktion eines komplett neuen Schiffes mit einer innovativen Erstellung des Schifflayouts, in welchem traditionelle Dieselmotoren (vollständig oder teilweise) durch Multi-Megawatt-Brennstoffzellen ersetzt werden

Die Aufgaben der TU Bergakademie Freiberg sind:

  • Test der "Fuel Processor"-Komponenten auf maritime Tauglichkeit; dabei sollen vor allem die Auswirkungen der mit Salzwasser beladenen Seeluft auf die Brennerteile näher untersucht werden
  • Entwicklung der Brennerkomponenten
  • Entwicklung, Auslegung und Bau eines autothermen Reformers für die Erzeugung eines wasserstoffreichen Synthesegases aus Diesel, Dampf und Luft, das auf die MCFC-Bedingungen konditioniert ist; die besondere Herausforderung liegt hierbei in der Größe der Anlage und den maritimen Bedingungen
  • Zusammenbau und Test des kompletten "Fuel Processor Modules" in Freiberg bestehend aus "Heat Cell", Reformer, Dampferzeuger, Kompressor etc.
  • Aufbau und Test der Steuerung und Regelung des "Fuel Processor Modules", Integration mit der übergeordneten MCFC Steuerung

Neben der eigenen Komponentenentwicklung stellt die Integration des "Fuel Processor Modules", dessen Komponenten zum Teil von Partnern geliefert werden, eine Schlüsselrolle der TU Bergakademie Freiberg im Projekt dar. Nach Fertig¬stellung und Test des "Fuel Processor Modules" erfolgt die Kopplung mit der MCFC bei ANSALDO.