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Forschung für die Energiewende: BioRedKat untersucht Biokraftstoffe

Autoren: Cornelia Riedel, Stefan Voß

Gruppenfoto Nachwuchsforschergruppe

Biokraftstoffe, also Benzine, die aus Pflanzen hergestellt sind, untersucht eine neue Nachwuchsforschergruppe der TU Bergakademie Freiberg. Die acht Wissenschaftler gehen der Frage nach, wie die aus Biomasse gewonnenen Kraftstoffe in Motoren möglichst schadstoffarm verbrannt und im Abgassystem des Autos nachgereinigt werden können.

 

An der TU Bergakademie Freiberg arbeitet seit Anfang des Jahres eine neue Nachwuchsforschergruppe. Unter dem Namen BioRedKat untersuchen Wissenschaftler alternative biogene Kraftstoffe für Motoren. "Wir erforschen, wie sich Schadstoffe bilden und wollen mit unseren Erkenntnissen bessere Abgaskatalysatoren entwickeln. Kraftstoffe aus Bioethanol, die beim Verbrennen im Motor möglichst wenig klimaschädliche Schadstoffe erzeugen, sind eine wichtige Voraussetzung zur nachhaltigen Energiewandlung und tragen somit unter anderem zu einer Kohlendioxidreduktion bei", erklärt Prof. Sven Kureti. Die Freiberger Forscher untersuchen Kraftstoffe aus öl-, stärke- und zuckerhaltigen Pflanzen, so zum Beispiel Benzine mit Bioethanol, wie etwa E10. Das Projekt wird mit 1,8 Millionen Euro durch den Freistaat Sachsen und den Europäischen Sozialfonds unterstützt.

Acht Nachwuchswissenschaftler gehören zum Team von BioRedKat, das sich Anfang des Jahres in Freiberg gegründet hatte. BioRedKat steht für "Verbrennungstechnische Eigenschaften und deren Auswirkung auf die katalytische Schadstoffreduktion von biogenen flüssigen Energieträgern".

Zum ersten Projekttreffen kamen die Wissenschaftler der TU Bergakademie Freiberg Anfang Mai in den Räumen des Instituts für Energieverfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen auf der Reiche Zeche in Freiberg zusammen. "Aus unserer Sicht ist die Nachwuchsforschergruppe hervorragend aufgestellt und wir wünschen viel Erfolg für die anstehenden Arbeiten", sagte Annett Müller vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK), die beim Auftakttreffen dabei war.

Die Nachwuchsforschergruppe arbeitet interdisziplinär auf den Gebieten der Verbrennungstechnik, der Abgaskatalyse und der numerischen Thermofluiddynamik unter Beteiligung der Freiberger Professoren Sven Kureti (Reaktionstechnik), Prof. Dimosthenis Trimis (Gas- und Wärmetechnische Anlagen) und Prof. Christian Hasse (Numerische Thermofluiddynamik). Der Nachwuchsgruppenleiter Stefan Voß koordiniert gemeinsam mit den beteiligten Professoren die interdisziplinären Arbeiten der Wissenschaftler: "Wir wollen wichtige Fragestellungen zum Thema biogene Kraftstoffe für Automobile erarbeiten, denn alternative Energien sind besonders im Automobilbereich von großer Bedeutung für die Zukunft", so Voß.

Eines der ersten Forschungsprojekte der Freiberger wird nun die Schadstoffbildung bei der Verbrennung von E10-Kraftstoff sein.


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