Institutsexkursion zum Porzellanikon in Selb

Die diesjährige Institutsexkursion führte einen Großteil der Mitarbeiter des ITUNs am 27.09.2018 nach Selb, dem deutschen Zentrum der Keramikindustrie. Im Museumskomplex „Porzellanikon“ erhielten die Teilnehmenden eine detaillierte Einführung in die Herstellung und Verarbeitung des „weißen Goldes“.

In Selb wurde die Gruppe von Herrn Dr. von Chiari empfangen und zunächst über die Wurzeln der Porzellanindustrie in der Region Selb, sowie über die Geschichte der Familie „Rosenthal" aufgeklärt, mit welcher diese eng verbunden ist. Im Folgenden wurde explizit auf die Verarbeitung der Rohstoffe Kaolin, Quarz und Feldspat zu Porzellanrohlingen durch verschiedene Verfahren, wie das Drehen, Pressen oder Gießen, eingegangen.

Unter anderem wurde vor Ort die Herstellung von Tassen und Kannen auf einer Drehscheibe, sowie durch ein Gussverfahren demonstriert. Des Weiteren wurde der Folgeschritt des „Putzens“ erläutert, welcher einst die tägliche Arbeit einer ganzen Berufsgruppe darstellte. Zudem konnte ein großer Rundofen betreten werden, in welchem die Porzellanrohlinge einst ihre feste Form erhielten und die vorherrschende Innentemperatur mittels Seegerkegeln kontrolliert wurde. Im Anschluss wurde moderne technische Keramik von Firmen der umliegenden Region präsentiert, unter anderem künstliche Gelenke oder Wabenkörper als Trägermaterial zur Katalysatorbeschichtung.

Nach der interessanten Führung fand man sich im museumseigenen Restaurant „Brennhaus“ ein, wo sich die Teilnehmer bei Spezialitäten der fränkischen Küche vor der Rückreise stärkten. Diese wurde bei Zwickau für einen Abstecher in den Haribo-Werksverkauf unterbrochen, um die jeweiligen Vorräte an Süßigkeiten aufzufüllen.

 Bericht: M. Fechter

Bilder: Dr. R. Seyfarth