MINT-EC-Camp 2019: "Von digital zu real: Wie ein Prototyp entsteht"

 

Vom 16. bis 19. September 2019 entwickelten, konstruierten und fertigten 19 Schülerinnen und Schüler von MINT-Gymnasien aus ganz Deutschland an der Professur für Additive Fertigung des IMKF ganz individuelle Prototypen von Souvenirs mit Bezug zur TU Bergakademie Freiberg. Nachdem die Ideen mittels NX in 3D-CAD-Modelle umgesetzt wurden, übernahm die Firma PTZ Prototypenzentrum GmbH, Dresden die additive Fertigung der Prototypen mittels Stereolithografie (SLA) und Selektivem Lasersintern (SLS).

Nach dem Kennenlernen und einem Einführungsvortrag durch die Leiter der Professur Henning Zeidler begann sofort die Bearbeitung der Aufgabenstellung „Prototyp eines Souvenirs“ in Gruppen zu 2 oder 3 Lernenden. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. Es wurde recherchiert, skizziert, diskutiert und letztendlich die Entscheidung für ein Souvenir gefällt.

In der Folge ging es an die Umsetzung mittels CAD-System NX, denn 3D-Daten werden für die nachfolgende additive Prototypenfertigung benötigt. Einige einfache Übungen und schon waren alle in der Lage, die eigenen Ideen umzusetzen. Die Experten der Professur standen dabei mit Rat und Tat zur Seite.

Bereits am Abend des zweiten Tages mussten die CAD-Modelle der Prototypen fertig sein. Nach einer Datenaufbereitung für die additive Fertigung wurden diese an das PTZ Prototypenzentrum Dresden übermittelt. Dr. Berndt vom PTZ Dresden empfing uns am 18. September zu einem sehr informativen Vortrag und anschließendem Betriebsrundgang. Das Highlight war aber die Übergabe der gefertigten Prototypen an die Schülerinnen und Schüler. Die Freude darüber, etwas Handfestes und selbst Entwickeltes in den Händen zu halten war riesig.

 

 

Fast Jeder konnte noch Verbesserungspotential in seinem Modell erkennen. Leider fehlte die Zeit, diese Verbesserungen noch im CAD umzusetzen.

Den Abschluss bildete eine Vortragsreihe aller Gruppen zu deren Prototypen und die Übergabe eines Teilnahmezertifikats durch Dr. Geipel.

Natürlich kamen während des Aufenthalts in Freiberg auch die Geselligkeit und die Kultur nicht zu kurz. Neben einem Grillabend am Institut und einen Rundgang durch die Labore gab es auch einen sehr informativen Besuch der Terra Mineralia.

Die Schülerinnen und Schüler stellten dem MINT-EC-Camp "Von digital zu real: Wie ein Prototyp entsteht" in einer Befragung insgesamt ein sehr gutes Zeugnis aus. Gelobt wurde insbesondere der hohe Praxisbezug und die Möglichkeit, kreativ zu sein und das Ergebnis physisch in Händen halten zu können. Die aufgezeigten Verbesserungspotentiale werden für die nächste Veranstaltung dieser Art, die voraussichtlich im Sommer 2021 stattfinden wird, umgesetzt.

 (Text: Geipel | Fotos: MINT-EC)

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