ABAQUSER - Visualisierung von ABAQUS UEL mit ABAQUS/Viewer

Projektleiter

Prof. Dr.rer.nat.habil. Meinhard Kuna, i.R.

Autor

Dr.-Ing. Stephan Roth

Motivation

Die Visualisierung von FE-Simulationsergebnissen, die mit ABAQUS unter Nutzung der UEL-Schnittstelle (benutzerdefinierte Elemente) erzeugt wurden, stellt eine bislang nur unzureichend gelöste Aufgabe dar. Da die jeweiligen Elementtopologien in den UEL Subroutinen verborgen sind, kann ABAQUS/Viewer benutzerdefinierte Elemente nicht darstellen. Dasselbe gilt für die Interpretation der lösungsabhängigen Zustandsvariablen (SDV). In der Literatur sind nur wenige Hinweise auf Lösungsvarianten dokumentiert. Viele Anwender der leistungstarken UEL-Schnittstelle behelfen sich mit speziell angepassten Lösungen, die zumeist großen Einschränkungen unterliegen.

Methoden

ABAQUSER ist ein PYTHON-Skriptpaket, das eine Visualisierung von ABAQUS UEL mit ABAQUS/Viewer ermöglicht. Es greift nicht in die FE-Berechnung ein, wodurch die Leistungsfähigkeit der FE-Berechung nicht geschwächt wird. Parallelisiertes Rechnen ist möglich. Um die Erzeugung großer Datenmengen zu reduzieren, werden die SDV in das binäre fil-file (fil) geschrieben. Die Topologie des Userelementes wird in einer Informationsdatei (info) hinterlegt. ABAQUSER wertet nach erfolgreicher FE-Berechnung diese Informationen (fil und info) aus und erzeugt in der Ausgabedatei (odb) ABAQUS-eigene Ersatzelemente, die visualisierbar sind. Ihnen werden die Lösungsvariablen entsprechend der Elementtopologie zugewiesen. Die Definition der Variablen ist ebenfalls in der Informationsdatei möglich. Die Visualisierung von Modellen mit mehreren unterschiedlichen UEL wird unterstützt. Die Visualisierung mit ABAQUSER ist reines Postprocessing. Der numerische Aufwand zur Visualisierung mit ABAQUSER wächst mit der Anzahl der Userelementen und der der SDV.

Publikation

Eine detaillierte Beschreibung von ABAQUSER ist im GACM Report, Summer 2012, S. 7-14 veröffentlicht.

GACM-Report Summer 2012: ABAQUSER

Kontakt

Stephan [dot] Rothatimfd [dot] tu-freiberg [dot] de

Förderung

Landesexzellenzinitiative auf der Basis von Spitzentechnologieclustern: "Funktionales Strukturdesign neuer Hochleistungswerkstoffe durch Atomares Design und Defekt-Engineering (ADDE)" finanziert aus Mitteln der Europäischen Union und des Freistaates Sachsen

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