Geschichte des Instituts

Am 01. März 1954 wurde das Institut für Bergbaumaschinen gegründet. Zum Professor mit Lehrstuhl, als Fachrichtungsleiter und als Direktor des Instituts, wurde Dipl.-Ing. GERHARD JOHANNES BAHR (1906-1989) berufen. Prof. Dipl.-Ing. GERHARD JOHANNES BAHR vertrat die Bergbaumaschinen, vorwiegend im Tagebaubetrieb.

Mit der Wahrnehmung einer Dozentur übernahm ab 01. August 1956 Dipl.-Ing. FERDINAND GUNTERMANN die Vorlesungen für Fördermaschinen im Tiefbaubetrieb und Gewinnungsmaschinen.

Ein Institutsneubau begann Mitte Oktober 1956 und endete am 17. Mai 1960 mit der offiziellen Übernahme des Gesamtgebäudes, das den Namen "JULIUS-WEISBACH-BAU" trägt. Das Institut, später das Institut für Maschinenbau, hatte dort seinen Sitz bis 1993.

Am Institut für Bergbaumaschinen (Fakultät für Bergbau) ergab sich eine Teilung in zwei nebeneinander zu betreibende Arbeits- und Forschungseinrichtungen und zwar eine solche für Bergbaumaschinen des Tagebaues und eine für Bergbaumaschinen des Tiefbaus.

Im September 1969 wurde die Professur für Bergmaschinenwesen im Rahmen der dritten Hochschulreform in die Professur für Erd- und Tiefbaumaschinen, die Prof. BAHR bis September 1971 leitete, umgewidmet.

Nach der Gründung der Professur für Aufbereitungs-, Baustoff- und Keramikmaschinen unter Prof. Dr.-Ing. habil. Dr. h. c. KARL HÖFFL (1932-2013) im Jahre 1969 wurde 1970 das Institut für Erd- und Tiefbaumaschinen und der Lehrstuhl Aufbereitungsmaschinen zum Wissenschaftsbereich Gewinnungs- und Aufbereitungsmaschinen zusammen geführt.

Dr.-Ing. DIETMAR BESSER wurde ab 1973 zum Hochschuldozenten für Maschinentragwerke (Instandhaltung) berufen.

Prof. Dr.-Ing. habil. GERD SIEGFRIED KUHNERT leitete ab 1987 bis 1993 als ordentlicher Professor die Professur für Bergbaumaschinen, zuvor war er ab 1980 bereits Dozent für Gewinnungsmaschinen.

Der Wissenschaftsbereich Gewinnungs- und Aufbereitungsmaschinen der Sektion Maschinen- und Energietechnik wurde 1991 in das Institut für Maschinenbau überführt.

Prof. Dr.-Ing. habil. DIETMAR BESSER (1930-2016) wurde ab 1992 für die Professur für Maschinenbau 3 (Anlagentechnik) berufen und trat altersbedingt 1996 in den Ruhestand.

Mit dem Beginn des Wintersemesters 1993/94 wurde auch der Lehrbetrieb durch die berufenen Herren Professoren GEORG UNLAND (Aufbereitungsmaschinen) und EGON HERMANN HENKEL (Gewinnungsmaschinen) aufgenommen.

Mit der Lehrstuhlausgründung "Aufbereitungsmaschinen" zum Institut für Aufbereitungsmaschinen durch Prof. GEORG UNLAND im Jahr 1996 bestand das Institut für Maschinenbau nur noch aus zwei Professuren. Von 1992 bis 2010 war Prof. Dr.-Ing. habil. JÜRGEN LOTHAR BAST auf die C4-Professur für Hütten-, Gießerei- und Umformmaschinen berufen gewesen. Ab dem 01. Juli 1993 übernahm Dr.-Ing. EGON HERMANN HENKEL die C4-Professur für Maschinenbau 1 - Bergbaumaschinen und Spezialtiefbautechnik - und leitete diese bis zu seinem Ruhestand im Jahre 2005.

Zwischenzeitlich bestand das Institut für Maschinenbau, nach der Emeritierung von Prof. BAST, nur aus der Professur für Recyclingmaschinen, vertreten durch Dr.-Ing. HANS-GEORG JÄCKEL.

Seit 01. Juli 2019 leitet Prof. Dr.-Ing. MARTIN SOBCZYK als Institutsdirektor am Institut für Maschinenbau die W3-Stiftungs-Professur "Vernetzte Mobile Arbeitsmaschinen". Ein Schwerpunkt wird natürlich "Industrie 4.0" bei den Baumaschinen für Lehre und Forschung bilden. Bewährte Lehrinhalte für die Maschinenbau-Vertiefungsrichtung "Spezialtiefbau- und Gewinnungsmaschinen" sollen weiter geführt werden.