Beschichtete Glasfaserdrähte

Projekttitel

Beschichtete Glasfaserdrähte zum Schneiden von Porenbeton

Projektpartner

Projektform und Mittel der TU Freiberg

Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Ottto von Guericke" e.V. (AiF)

Forschungsvorhaben der industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF)

249.870,00 €

Laufzeit1. März 2018 - 29. Februar 2020
AnsprechpartnerDipl.-Math. Sascha D. Matthes

Porenbeton ist einer der vielseitigsten Baustoffe auf dem deutschen Markt. Seine Verarbeitung im Grünschnitt (ungehärteten Zustand) erlaubt exakte und flexible Abmaße der konstruktiven Elemente. Dabei ist der Zuschnitt mittels stehendem oder oszillierenden Stahldraht die Methode der Wahl. Da der Schneideprozess der kostenbestimmende Schritt der Porenbetonherstellung ist, hätte seine technische Verbesserung enorm positive wirtschaftliche Auswirkungen. Ziel des Projektes ist die Verbesserung des Schneideprozesses als in der Porenbetonherstellung unter Verwendung eines neuartigen Drahtmaterials. Dieses soll aus einem hochfesten Glasfasergarn bestehen, welches zum mechanischen Schutz zusätzlich beschichtet wird. Zur Prozessoptimierung sollen folgende Punkte angestrebt werden: 1. die Reduktion der drahtrissbedingten Produktionsausfälle, 2. eine Verringerung der Schnittbreite durch einen dünneren Draht, 3. eine alternative und zeitsparende Einspannvorrichtung dieser Drähte sowie 4. die Verbesserung des Sicherheitsaspektes während des Porenbetonschnitts. Im geplanten Forschungsprojekt sind dafür folgende Meilensteine zu erreichen: 1. Konzipierung geeigneter Glasfasergarne mit hoher Zugfestigkeit, 2. Entwicklung und Auftrag einer an das Garn optimal haftenden, abriebfesten, reibungsarmen und basenbeständigen Beschichtung, 3. Entwicklung einer für das Garn geeigneten Einspannvorrichtung sowie 4. die Validierung des Schneideprozesses bezüglich der Schnittqualität. Die enge Zusammenarbeit mit der Industrie soll dabei ab der Garnherstellung bis hin zur Bewertung der Schnittqualität immer wieder im Vordergrund stehen, um eine zeitnahe Anwendung des beschichteten Garnes sowie seiner Einspannvorrichtung zu gewährleisten.