Neues Projekt zur katalysierten Stickoxid-Minderung an Gas-Blockheizkraftwerken

Im von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) geförderten Projekt „H-Kat“ wird gemeinsam mit der Firma Emission Partner bis November 2023 ein Verfahren für die katalysierte NOx-Minderung mittels Wasserstoff (H2-DeNOx) von stationären mageren Gasmotoren entwickelt und großtechnisch erprobt.

Blockheizkraftwerke (BHKWs), in denen ein mager laufender Gasmotor mit Erd- oder Biogas betrieben wird, haben aufgrund der kombinierten Nutzung von elektrischer und thermischer Energie einen hohen Wirkungsgrad und eine günstige Treibhausgasbilanz. Zukünftig werden BHKWs insbesondere als dezentralen Energieanlagen für die flexible Bereitstellung von Energie wichtig sein, um den fluktuierenden Energieeintrag durch Photovoltaik- und Windkraftanlagen zuverlässig auszugleichen. Allerdings entstehen bei der motorischen Verbrennung im BHKW auch Schadstoffe, wie beispielsweise Stickoxide (NOx).

Mit der innovativen H2-DeNOx Technik können Stickoxid-Emissionen bereits bei tiefen Abgastemperaturen < 200 °C reduziert werden. Das Verfahren weist damit entscheidende Vorteile gegenüber dem konventionellen SCR-Verfahren auf, welches höhere Temperaturen für eine effiziente Schadstoffminderung benötigt. Insbesondere die NOx-Minderung bereits während der Kaltstartphasen, der geringere Platzbedarf sowie die bessere thermische Nutzung der Motorabwärme sind entscheidende Vorteile gegenüber dem aktuellen Stand der Technik. Damit bietet das neuartige Verfahren eine Antwort auf die großen Herausforderungen stationärer Gasmotoren wie Flexibilisierung, Emissionsreduzierung und Effizienzsteigerung.