GREENY - GRinding Energy EfficiencY - EIT Raw Materials

Projektbeschreibung:

Die Zerkleinerung ist einer der industriellen Prozesse, die am meisten Energie verbrauchen. Es wird angenommen, dass 2-5 % des gesamten Energieverbrauchs der Welt für die Zerkleinerungsprozesse aufgewendet werden.
In diesem Projekt wird die Zerkleinerung, insbesondere von schwer zu verarbeitenden Materialien wie Schlacken, experimentell untersucht und mit Hilfe von innovativen Simulationswerkzeugen abgebildet. Dabei werden Faktoren, die den Zerkleinerungsprozess beeinflussen, ermittelt und untersucht. Die Hauptidee dieses Projektes ist es, ein Recyclingverfahren für die metallurgische Industrie zu entwickeln, was zum Einen die Extraktion metallischer Bestandteile, wie z.B. des Mangans, aus der Schlacke ermöglicht und zum Anderen die Produktion eines sauberen Mineralprodukts gestattet, das man u.a. als Baumaterial einsetzen kann. Durch die Umwandlung von Abfällen in werthaltige Produkte wird deren Deponierung vermieden. Somit adressiert das GREENY-Projekt direkt eine umweltrelevante Herausforderung, vor der insbesondere die Metallurgie und die Stahlindustrie stehen.

Zerkleinerungsversuch am Laborbrecher; Foto: TU Bergakademie, Detlef Müller

GREENY kombiniert Forscher verschiedener Disziplinen auf dem Gebiet der Rohstoffzerkleinerung und des Mineralaufschlusses. Die Partner aus Wissenschaft, Forschung und Industrie wurden unter Berücksichtigung ihrer Kompetenzen so für das Projekt ausgewählt, dass sie sich bei der Lösung der Aufgaben in allen Prozessstufen ergänzen. Die gesamte Kette vom Schlackeerzeuger, über Entwickler verschiedener Simulationswerkzeuge bis zu den Herstellern von Zerkleinerungstechnologien einschließlich ihrer Vermarktung ist durch das Konsortium abgebildet.

GREENY wird auch die Ausbildung von Fachleuten für einzelne Prozessschritte und den Gesamtprozess innerhalb und außerhalb des Konsortiums durch gemeinsame Anstrengungen der Projektpartner von der Technischen Universität Luleå, vom VTT Technical Research Centre of Finnland, von ERAMET, Metso und der TU Bergakademie Freiberg unterstützen.