68. Berg- und Hüttenmännischer Tag 2017


Kolloquium „Die neue Tiefbohrtechnik - innovativ aus der Krise" - 7. bis 9. Juni 2017

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Themenschwerpunkte:

Im Jahr 2014 brach der Ölpreis dramatisch ein und halbierte sich von anfangs ca. 120 USD/Barrel auf 60 USD/Barrel. Im Januar 2016 erreichte er seinen Tiefstwert von unter 30 USD/Barrel. Seitdem ist zwar eine langsame Erholung erkennbar, zurzeit bewegt sich der Preis für das Barrel Rohöl um 55 USD, aber viele Analysten prognostizieren, dass der Ölpreis sich in den kommenden Jahren nicht deutlich über 60 USD/Barrel entwickeln wird. Die Petroleumindustrie hatte dem Preisverfall entsprechend starke Gewinneinbrüche zu verzeichnen und musste zahlreiche Mitarbeiter entlassen. Viele geplante Projekte wurden verzögert oder ganz gestrichen. Vormals lukrative Betätigungsfelder, wie zum Beispiel die Gewinnung von Öl aus Ölsanden oder aus der Tiefsee mussten mangels Gewinnaussichten weitgehend zurückgefahren werden. Insbesondere in Deutschland gibt es darüber hinaus einen breiten Widerstand gegen den Einsatz neuer Technologien und so ist beispielsweise Fracking bei uns nur für wissenschaftliche Zwecke und auch hier nur sehr begrenzt und unter strengen Auflagen möglich. Allem Anschein nach ist die Talsohle der Krise inzwischen durchschritten worden. Die Ölindustrie wird aber deutlich verändert aus der Krise gehen. Dieselbe Produktion von Öl und Gas wird mit wesentlich weniger Bohranlagen und Personal als vorher gewährleistet werden müssen. Das ist nur durch den Einsatz effektiverer Technologien und Konzepte möglich. Das bohrtechnische Kolloquium präsentiert ausgewählte technische Neuerungen und strategische Konzepte aus dem Bereich der Tiefbohrtechnik nach Öl, Gas und Erdwärme.

Leitung:

Prof. M. Reich

Ansprechpartner:

Sabine Beyer
Tel.:+49373139-2493
Fax: +49373139-2501
E-Mail: Sabine [dot] Beyerattbt [dot] tu-freiberg [dot] de