Parametrisierung

Von den Eingangsparametern von EROISON 3D sind die Reliefdaten (DGM) und die Niederschlagsdaten relativ einfach zu beschaffen. Den größten Aufwand bereitet die Beschaffung und Zuordnung der Bodenparameter wegen ihrer großen zeitlichen und räumlichen Variabilität. Wie die einzelnen Bodenparameter von der Bodenart, der Landnutzung, der Bearbeitung und der Jahreszeit abhängen ist in der nachfolgenden Abbildung dargestellt.

 Verknüpfung der Parameter mit Boden- und Nutzungsinformationen

Während des Bodenerosionsmessprogramms in Sachen wurden im großen Maßstab Daten gesammelt. Hierfür wurde eine Beregnungsanlage eingesetzt. Insgesamt wurden 116 Experimente auf verschiedenen Hängen mit typischen erosionsanfälligen Böden der Region in einem Zeitraum von Oktober 1992 bis Oktober 1995 durchgeführt. Die Daten dieses Messprogramms sind im Parameterkatalog Sachsen (Michael 1996, Michael et al. 2000) dokumentiert und werden auch im Datenbankprozessor (DPROC) verwendet.

Bis heute werden weitere Messungen durchgeführt, vor allem um die Datengrundlage auf konservierend bewirtschafteten Flächen zu erweitern (z.B. Thaut 2010). Hierfür wird ein kleinerer Regensimulator eingesetzt. Die Vergleichbarkeit mit den Daten des großen Regensimulators werden über einen Überstau der Fläche realisiert.

Literatur

  1. Michael, A. (2000): Anwendung des physikalisch begründeten Erosionsprognosemodells EROSION 2D/3D – Empirische Ansätze zur Ableitung der Modellparameter Dissertation Thesis, Technische Universität Bergakademie Freiberg, Freiberg.
  2. Michael, A., Schmidt, J., Schmidt, W. (1996): EROSION 2D ein Computermodell zur Simulation der Bodenerosion durch Wasser - Band II Parameterkatalog, Freiberg.
  3. Thaut, J. (2010): Untersuchung erosionsrelevanter Bodenparameter unter langjährig konservierender Bodenbearbeitung, Diplomarbeit TU Freiberg.