8th International Workshop on Boolean Problems

Atome als Datenspeicher
Der Speicherung und Verarbeitung von Nullen und Einsen, den so genannten Booleschen Werten, widmet sich ein internationaler Workshop am 18. und 19 September an der TU Bergakademie Freiberg. 25 Wissenschaftler aus drei Kontinenten stellen aktuelle Forschungen zu Computer- und Steuerungssystemen vor. Die Tagung wird bereits zum achten Mal vom Freiberger Institut für Informatik organisiert.

8th International Workshop on Boolean Problems Die Booleschen Werte sind die Grundlage moderner Computer- und Speichertechnologie. Alle Daten werden mit Hilfe dieser beiden Zahlen dargestellt und ausgetauscht. Ob CD- oder DVD-Recorder, digitaler Rundfunk oder digitales Fernsehen - alle arbeiten im Inneren mit diesen Werten. "Bedenkt man, dass auf einer CD über fünf Milliarden und auf einer DVD sogar über 40 Milliarden solcher Nullen und Einsen gespeichert werden, erhält man eine Vorstellung über die gewaltige Bedeutung der beiden Werte für die Informatik", erklärt Bernd Steinbach, Professor für Informatik an der TU Bergakademie und Organisator der Veranstaltung.

Zum Auftakt des Workshops stellt der weltweit anerkannte kanadische Wissenschaftler Prof. Michael Miller seine neuesten Forschungsergebnisse vor. Hauptziele seiner Arbeiten sind die Miniaturisierung von Computern und die Steigerung der Verarbeitungsgeschwindigkeit. Gleichzeitig sollen dabei auch Energie eingespart werden. In diesen Computern der Zukunft werden Atome Steuerungsaufgaben übernehmen. Effiziente Algorithmen zur Verarbeitung und Speicherung sehr komplexer Boolescher Funktionen und zur Lösung Boolescher Gleichungen werden dazu benötigt. Sie werden ebenfalls auf den achten Internationalen Workshop über Boolesche Probleme am Institut für Informatik der TU Bergakademie Freiberg diskutiert.

Personen auf dem Foto v.l.n.r.: Osnat Keren, Israel, Prof. Bernd Steinbach, Radomir S. Stankovic, Serbien

Autor/en: Christian Möls