Projekt DiP-iT

Die kooperative und kollaborative Arbeit ist Kernbestandteil des beruflichen Arbeitsalltags in den Ingenieurwissenschaften, insbesondere in der Informatik. Je nach Aufgabenkontext interagiert das Team dabei mittelbar (z.B. über die Dokumentation, übergreifende Schnittstellenspezifikationen) oder unmittelbar (z.B. agile Softwareentwicklung, Pair-Programming). Diese auf einer technischen wie auch sozialen Ebene außerordentlich komplexen Vorgänge werden im Informatikstudium oftmals lediglich abstrakt behandelt und spielen in Fachkonzepten zum Programmierenlernen eine untergeordnete Rolle. Im Rahmen von digitalen Gruppenarbeiten bleibt es den Studierenden überlassen sich zu organisieren, zu koordinieren und ihre Lernprozesse zu regulieren, eine synchrone Einflussnahme durch den Lehrenden ist kaum möglich. Learning-Analytics-Ansätze zur adaptiven didaktischen Unterstützung kollaborativer Lernprozesse stehen noch am Anfang.

Das Projekt DiP-iT schließt diese Lücke und entwickelt ein existierendes didaktisches Konzept und Programmiersystem dahingehend weiter, dass individuelle und teamorientierte Lernprozesse entworfen, realisiert, reflektiert und zeitnah unterstützt werden können. DiP-iT zielt dabei darauf ab:

  • die verschiedenen Formate der Kollaboration variabel konfigurierbar einzubetten,
  • entsprechende Kommunikationsschnittstellen für die Studierenden zu integrieren,
  • Mechanismen für die Identifikation individueller und übergreifender Unterstützungsbedarfe zu erkennen und
  • Methoden für die sprach- und standortübergreifende Synthese der aggregierten Daten

zu definieren und zu realisieren. Damit lässt sich eine mehrfache Feedback-Schleife für Lernende und Lehrende, sowohl über den individuellen Aktivitäten wie auch dem Teamerfolg aufspannen, die helfen soll, die übergroßen Abbruchquoten bei der praktischen Programmierausbildung zu verringern.

Partner im Projekt sind die Otto-von-Guericke Universität Magdeburg und die Humboldt Universität zu Berlin.