Biokeramik

AiF-Forschungsvorhaben 20610 BR

„Biokeramik- Entwicklung von Calciumphosphat-Biokeramiken mit anisotropem Porengefüge für das Tissue Engineering unter Einsatz von keramischen Hohlfilamenten“

Mikroskopische Aufnahme einer anisotropen OsteonenstrukturDurch die weltweit steigende Lebenserwartung der Bevölkerung wird lt. WHO bis 2050 u.a. mit einer Vervierfachung von Osteoporose­-induzierten Knochenbrüchen gerechnet. Es besteht daher insgesamt ein stark wachsender Bedarf an innovativen Knochenersatzmaterialien, wobei anstelle von nicht degradablen Implantatwerkstoffen zunehmend bioresorbierbare Materialien verwendet werden. In dem AIF-Forschungsvorhaben „Biokeramik“ wird hierzu ein neuartiger Technologieansatz unter Verwendung von Hohlfasern aus bioresorbierbaren Materialien, wie Hydroxylapatit oder Beta-Tricalciumphosphat, verfolgt.

Das Verbundprojekt wird in Zusammenarbeit mit dem Thüringischen Textilforschungsinstitut Rudolstadt (TITK), dem Sächsischen Textilforschungsinstitut in Chemnitz (STFI) sowie dem Zentrum für Translationale Knochen-, Gelenk- und Weichgewebeforschung der TU Dresden durchgeführt. Die anvisierte Technologie soll eine kostengünstige Herstellung variabel dimensionierbarer Implantate mit Porenstrukturen ermöglichen, die nicht nur ein Einwachsen von Zellen und Gewebe sondern auch die Erschließung durch Blutkapillaren erlauben. Schwerpunkte der Arbeiten am ESM sind die Entwicklung von Materialien und Technologien zum  Auffüllen der Faserzwischenräume, das Sintern der Faserverbunde sowie deren Charakterisierung bezüglich der Porenstruktur, Festigkeit und Phasenzusammensetzung.

Mikroskopische Aufnahme von HAP-HohlfilamentenDas Projekt wird gefördert von der AiF im Vorhaben 20610 BR

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