Particle Charge Detector

Abbildung Particle Charge Detector PCD-03 pHDie Kenntnis der Partikelladung in wässrigen Systemen (Dispersionen) ist ein wichtiges Instrument zur Klärung und Optimierung von Verarbeitungseigenschaften. Grund ist, dass beinahe alle kolloidal gelösten Substanzen und Feststoffteilchen in Wasser elektrische Ladungen tragen. Durch eine Funktionalisierung der Partikel, die Veränderung des pH-Wertes des Systems oder die Verwendung von Additiven lassen sich die Eigenschaften des Systems gezielt steuern. Mittels des Particle Charge Detectors PCD-03 (Mütek™ ), siehe Abb. 1, ist es möglich, die Ladung von Partikeln in wässrigen Systemen zu untersuchen.

Grundlagen und Messprinzip

Die geladenen Partikel oder dissoziierten Makromoleküle sind von einer entgegengesetzt geladenen Ionenwolke abgeschirmt. Diese Ladungswolke lässt sich durch eine erzeugte Strömung abscheren und messtechnisch als Strömungspotential erfassen. Umgesetzt wird dieses Messprinzip im PCD-03, wobei eine solche Flüssigkeitsströmung hier oszillierend erzeugt wird. Die Gegenionen werden dabei von den an der Messzellwandung adsorbierten Partikeln mitgerissen und dadurch ein Strom an den eingebauten Elektroden im Messsystem induziert.

Einsatzgebiete

  • Bestimmung von Stabilitätsmaxima bzw. der optimalen Dispergiermittelmenge
  • Bestimmung des isoelektrischen Punktes (Säure-/Basetitration)
  • Kalkulation der Ladungsdichte (Polyelektrolyttitration)

Vorteile

  • Misst sehr genau und reproduzierbar
  • Zuverlässig auch bei hoher Leitfähigkeit
  • Einfach in der Handhabung