Defences

[Fakultät 2]
Zur Bildung von Hydrogencarbonaten mehrwertiger Metalle,
Frau Christine Rincke, M.Sc.

Mittwoch, 15. August 2018, 10:00 Uhr, 
Großer Hörsaal Chemie, WIN-1005, Clemens-Winkler-Bau, Leipziger Straße 29, 
1. OG

In der Literatur finden sich nur sehr wenige Hinweise zu Darstellungsmöglichkeiten fester Hydrogencarbonate mehrwertiger Metallionen. Im Rahmen der Arbeit sollte diesen nachgegangen werden. Die Untersuchungen zu Ni(HCO3)2, Gd(HCO3)3·5H2O, Ho(HCO3)3·6H2O, Mg(HCO3)2, [Mg2(H2O)6(HCO3)3]Cl sowie CsMgH(CO3)2·4H2O widerlegen allerdings deren Existenz unter den in der Literatur angegebenen Bedingungen. Stattdessen ist die Synthese von bisher unbekannten Carbonaten (Ni12(CO3)8(OH)6O·(6-8)H2O, NiCO3·5,5H2O, MgCO3·6H2O, MgCO3·MgCl2·7H2O, Cs2Mg4(CO3)5·10H2O), deren umfangreiche Charakterisierung sowie deren Kristallstrukturlösung gelungen. Weiterhin sollten ausgewählte Fragestellungen des reziproken Systems K+, Mg2+ // HCO3-,Cl-  H2O bei 25 °C und einem CO2-Druck von 1 bar untersucht werden. Es wurden Löslichkeitsversuche in den Existenzbereichen der Bodenkörper KMgH(CO3)2·4H2O und MgCO3·MgCl2·7H2O durchgeführt, mit dem Ziel, Literarturdaten zu verifizieren und Grundlagen für die Aufnahme dieser Phasen in thermodynamische Berechnungen zu schaffen.

[Fakultät 2]
Kollisionsinduzierte Dissoziations-Massenspektrometrie
(CID-MS) zur Analyse von Pyrolyseölen,
Herr Jan Zuber, M.Sc.

Freitag, 17. August 2018, 10:00 Uhr, 
Hörsaal Gellert-Bau, GEL-0001, Gellert-Bau, Leipziger Straße 23, EG

Die vorliegende Dissertation beschreibt die Entwicklung einer Präparations-, Mess- und Auswertungsroutine zur Charakterisierung von Pyrolyseölen unter Anwendung der ESI(+)-, ESI(-)-FT-ICR-MS und ESI(-)-CID-FT-ICR-MS. Eine generelle Charakterisierung der untersuchten Pyrolyseöle war mit Hilfe der ESI(+)- und ESI(-)-FT-ICR-MS möglich, wohingegen spezifische strukturelle Aussagen durch Anwendung der ESI(-)-CID-FT-ICR-MS erlangt werden konnten. Auf Basis der ESI(-)-CID-Resultate konnten zum einen die eigenschaftsgebenden Grundbaueinheiten der analysierten Pyrolyseöle und zum anderen Einzelverbindungen und Verbindungsklassen durch Verwendung entsprechender chemometrischer Methoden charakterisiert und identifiziert werden. Anhand der in dieser Promotion durchgeführten Analysen und entwickelten Auswertungsmethoden konnte ein Einfluss der Pyrolysetemperatur und des Inkohlungsgrades des Pyrolyseeduktes auf die produzierten Pyrolyseöle nachvollzogen werden. Somit kann die vorliegende Dissertation zukünftig einen Beitrag dazu leisten, dass Pyrolyseöle effizienter und zielführender hergestellt und vor allem sinnvoller eingesetzt werden können.

[Fakultät 4]
Untersuchung des Deformations- und Versagensverhaltens kohlenstoffgebundener keramischer Werkstoffe mittels miniaturisierter Prüfverfahren, Herr Dipl.-Ing. Stefan Soltysiak

Dienstag, 21. August 2018, 14:00 Uhr, 
Hörsaal Maschinenbau, WEI-1051, Julius-Weisbach-Bau, Lampadiusstraße 4,
1. OG

Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurden keramische kohlenstoffgebundene Feuerfestwerkstoffe mittels miniaturisierter Prüfverfahren untersucht. Für die feinkörnigen Werkstoffsysteme wurde der Small Punch Test (SPT) bei Umgebungstemperatur und bei hohen Temperaturen eingesetzt. Der SPT hat sich in beiden Fällen als geeigneter Versuch herausgestellt. Es konnte gezeigt werden, dass die Festigkeit der Werkstoffe vom Bindergehalt abhängig ist. Zusätzlich wurde ein miniaturisierter Drucktest zur Untersuchung der Asymmetrie bezüglich der Zug- und Druckfestigkeit der Werkstoffe aufgebaut. Es konnte sowohl bei Umgebungstemperatur als auch bei hohen Temperaturen eine Asymmetrie der Zug- und Druckfestigkeit nachgewiesen werden. Der miniaturisierte Druckversuch wurde auch verwendet, um Relaxationsversuche an den Werkstoffen durchzuführen. Diese zeigten, dass das Relaxationsverhalten der Werkstoffe stärker von der Herstellungsroute abhängig ist, als die Festigkeit der Werkstoffe.

[Fakultät 5]
Development of lightweight Al-alloyed austenitic stainless steels, Herr Reza Rahimi, M.Sc.

Montag, 27. August 2018, 09:30 Uhr, 
Hörsaal Ledebur-Bau, LED-1105, Ledebur-Bau, Leipziger Straße 34, 1. OG

The influence of Al on the microstructure, temperature dependence of tensile properties, and deformed microstructures was studied using Fe-17Cr-(3,9)Ni-6Mn-(0,4,7)Al-0.45C alloys tensile tested between -196 °C and 200 °C. Alloying with Al led to a variety of microstructures including ferritic, duplex, and austenitic. In addition to Cr-rich carbides, which were present in the microstructure of all steels, (Ni,Fe)Al intermetallics were also observed in the ferrittic steel. Al did not bring about any solid solution strengthening in austenitic alloys. Decreased ductility at low temperatures of austenitic steels was attributed to the α‘-martensite formation. Due to the higher stability of austenite arising from the SFE-raising effect of Al the ductility loss in the Al-added alloy occurred at a lower temperature. The presence of a continuous layer of carbides at the α/ﻻ boundaries and the brittleness of ferrite were believed to account for the low tensile elongations in the duplex steel. The addition of Al and increasing the temperature resulted in the dominance of wavy glide reduced mechanical twining. This was rationalized by the increased SFE of the austenite. Annealing in the range 700 - 1100 °C of the duplex steel led to σ- and B2-phase formation in the ferrite.

[Fakultät 4]
Beitrag zur quantitativen Gesteinscharakterisierung zur Beurteilung von Gesteinen hinsichtlich ihrer Festigkeiten,
Frau Dipl.-Ing. Sabine Schreiber

Mittwoch, 05. September 2018, 14:00 Uhr, 
Hörsaal Maschinenbau, WEI-1051, Julius-Weisbach-Bau, Lampadiusstraße 4,
1. OG

Im Rahmen der Grundlagenforschung von Gesteinsfestigkeiten beschäftigt sich die vorliegende Arbeit mit der Charakterisierung von Festgesteinen mittels quantitativer Mikrostrukturanalyse (QMA) und ihrem Einfluss auf die Gesteinsfestigkeiten. Das Verfahren der QMA ist geeignet, das Gesteinsgefüge umfassend quantitativ zu charakterisieren. Die Kennwerte der QMA sind skalare Größen, während die Festigkeiten vektorielle Eigenschaften besitzen. Die Prognose von Festigkeiten aufgrund quantitativer Gefügekennwerte erfordert eine umfangreichere Datenbasis. Die Auswirkungen der modalen, strukturellen und texturellen Parameter der Gesteinscharakteristika auf verschiedene Festigkeiten werden untersucht und bewertet. Die Aussagen zu der Festigkeit können deshalb nur einen relativen Bezug enthalten. Aus den Gefügekennwerten der Gesteinscharakteristika kann ein Modell zur Prognose der Punktlastfestigkeit entwickelt werden. 

[Fakultät 1]
Global in time existence and blow-up results for a semilinear wave equation with scale-invariant damping and mass,
Herr Alessandro Palmieri, M.Sc.

Mittwoch, 12. September 2018, 16:00 Uhr, 
Seminarraum PRÜ-1104, Universitätshauptgebäude, Eingang Prüferstraße 1,
1. OG

The PhD thesis deals with global in time existence results and blow-up results for a semilinear wave model with scale-invariant damping and mass. Since the time dependent coefficients for the considered model make somehow the damping and the mass a threshold term between effective and non-effective terms, it turns out that a fundamental role in the description of qualitative properties of solutions to this semilinear model and to the corresponding linear homogeneous Cauchy problem is played by the multiplicative constants appearing in those coefficients. For coefficients that make the damping term dominant, we can use the standard approach for the classical damped wave model with L2 – L2 estimates and the so-called test function method. On the other hand, when the interaction among those coefficients is balanced, then, it is possible to observe how typical tools for hyperbolic models, as for example Kato’s lemma, provide sharp global in time existence results and sharp blow-up results for super and sub Strauss type exponents, respectively. 

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