Forschungsprojekt ELIZE

Hochspannende Aufbereitung von komplexen Erzen!

Das Projekt ELIZE hat die Entwicklung von neuen Maschinen basierend auf der Elektroimpulstechnologie für die Aufbereitung von komplexen Erzen zum Ziel.

Wieso ist das wichtig?

Komplexerz aus PöhlaViele der Rohstoffe und wichtigen strategischen Elemente für Deutschland, z. B. Indium und Wolfram, sind in „komplexen Erzen“ vorhanden. Diese Komplexerze besitzen einen polymetallischen, mineralogisch komplexen Aufbau und ein feinkörniges Gefüge mit hoher Festigkeit und Zähigkeit. Diese Eigenschaften erschweren die Verarbeitung außerordentlich.  Deshalb wurden diese komplexen Erze bis jetzt nicht abgebaut, selbst wenn deren Preis einen Höchststand erreicht hatte.

Die Elektroimpulstechnologie wird bereits seit einiger Zeit intensiv untersucht. Allerdings steht die Überführung in industrielle Anwendungen weiter aus. Gegenwärtig ist sie auf Anwendungen im Laborbereich begrenzt.

Prozessraum der ElektroimpulstechnologieBei der Elektroimpulstechnologie werden die mit einem Marx-Generator erzeugten Hochspannungsimpulse gezielt durch das Material entladen. Im sogenannten Prozessraum befinden sich zwei Elektroden, von denen üblicherweise mindestens eine, in der Regel die Erdungselektrode mit dem Potenzial Null, das zu zerstörende Material lose kontaktiert. Die zweite Elektrode wird mit einer schnell ansteigenden Impulsspannung beaufschlagt. Sowohl das Gestein als auch die Elektroden sind von einem flüssigen Dielektrikum, in der Regel Wasser, umgeben.

Die Elektroimpulstechnologie wird im Projekt ELIZE für die selektive Vorbeschädigung von Komplexerzen eingesetzt, um eine effizientere weitere mechanische Aufbereitung zu ermöglichen. Sie ist verschleißarm, energetisch günstig, staubfrei und somit umweltverträglich. Besonders hervorzuheben ist ihre selektive Wirkung zum Aufschluss der Nutzminerale.

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