Rückblick: Die zweiten Tage der Standortauswahl

Tage der Standortauswahl
Die Tage der Standortauswahl standen im Zeichen des Hinterfragens, Lernens und Austausches hinsichtlich aktueller und geplanter Vorhaben. Entsprechend breit angelegt war das Programm der zweitägigen Online-Tagung.

Am 11. und 12. Februar fanden die zweiten Tage der Standortauswahl statt. Organisiert von den Instituten für Geotechnik, Bergbau & Spezialtiefbau, Geologie, sowie Geophysik & Geoinformatik wurde die Tagung nach schwierigen Abwägungen während der Planungsphase aufgrund der aktuellen COVID-19 Lage als reine Online Tagung mit knapp 300 angemeldeten Teilnehmern durchgeführt. Eröffnet wurde die Tagung mit Grußworten von Prof. Dr. Klaus-Dieter Barbknecht, dem Rektor unserer Universität, Frau Lisa Seidel, Leiterin der Abteilung Vorhabensmanagement im Bereich Standortauswahl der BGE, und Prof. Dr. Thomas Nagel, dem Vorsitzenden des lokalen Organisationskomitees.

Das sich anschließende zweitägige Programm [LINK] hatte zum Ziel, einen umfassenden Einblick in den aktuellen Stand der Endlagerforschung und -suche zu geben, einem Thema von gesamtgesellschaftlicher Relevanz, an dem auch an der TU Bergakademie Freiberg vielfältig geforscht wird. Freiberger Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterstützen u.a. Behörden, Industrie und Politik bei der bei der Erforschung und Analyse von Endlagersystemen und leisten, gemeinsam mit Kollegen nationaler und internationaler Forschungseinrichtungen, einen wichtigen Beitrag zur Optimierung und kritischen Begleitung des Standortauswahlverfahrens bzw. zum Ausbau dessen wissenschaftlicher Grundlagen.

In interdisziplinären Forschungsprojekten wird das gesamte Spektrum von der Grundlagenforschung, über Werkzeuge für Sicherheitsanalysen bis hin zur handfesten geotechnischen und bergbaulichen Umsetzbarkeit in großer Breite abgebildet.

Die Tage der Standortauswahl standen im Zeichen des Hinterfragens, Lernens und Austausches hinsichtlich aktueller und geplanter Vorhaben. Entsprechend breit angelegt war das Programm: In verschiedenen Vorträgen informierten die Referenten und Referentinnen unter anderem zu Themen wie dem Geologiedatengesetz, der Standorterkundung, möglichen Behälterkonzepten sowie über Verfahrensstand und Forschung in den europäischen Nachbarstaaten. Sie taten dies aus verschiedenen Perspektiven heraus -- von Grundlagen- und Methodenforschung bis hin zu anwendungsnahen Fragestellungen. Mit der Tagung sollte auch ein Beitrag geleistet werten, das bereits bestehende und über Jahrzehnte gesammelte Wissen aktiv zu halten, nutzbar zu machen und mit Langfristperspektive kontinuierlich weiterzuentwickeln. Neben dem wissenschaftlichen Kernprogramm informierte die BGE selbst am zweiten Tag über aktuelle Entwicklungen im Rahmen der Standortauswahl und der Begleitforschung, wobei dieser Teil der Tagung live auf YouTube übertragen wurde.

Die zahlreichen Beiträge zu den Tagen der Standortauswahl finden Sie in unserem Tagungsband [LINK]. Darüber hinaus können ausführlichere Beiträge ab sofort in einem Themenheft des internationalen Journals "Environmental Earth Sciences" mit dem Schwerpunkt "Geologische Tiefenlagerung" einreicht werden [LINK]

Ganz besonderer Dank gilt Frau Katharina Kühnert für die hervorragende Organisation der Tagung, die für einen reibungsfreien technischen wie organisatorischen Ablauf gesorgt hat.

Fragen beantwortet / Contact: 
Prof. Dr. Thomas Nagel