Forschende des Freiberger Hochdruckzentrums zu Gast am Synchrotron in Grenoble

Tina Rabending, Doktorandin im N3V-Projekt bereitet eine Synchrotronmessung vor
Im Rahmen eines Projektes zur Identifikation von Farben einer Wandmalerei des Bauhaus-Künstlers Oscar Schlemmer reiste Prof. Gerhard Heide (Institut für Mineralogie) zusammen mit Forscherinnen des Freiberger Hochdruckforschungszentrums zum ESRF nach Frankreich.

Mit Hilfe von Röntgenfluoreszenzanalyse und Röntgendiffraktometrie sollte eine qualitative Phasenanalyse von Farbrückständen des erst kürzlich wiederentdeckten Wandbildes durchgeführt werden. Durch den schlechten Zustand der Wandmalerei standen nur sehr geringe Probenmengen zur Verfügung, die eine qualitative Analyse mit Labordiffraktometern schwierig oder gar unmöglich machten. Mit Synchrotron-Strahlung hingegen konnten die schwachen Signale der Farbrückstände bei der Röntgenfluoreszenzanalyse und der Röntgendiffraktometrie aufgelöst und von den zum Teil sehr starken Signalen des Malgrundes unterschieden werden. 

Begleitet wurde Prof. Heide von Tina Rabending, Doktorandin des N3V- Projektes und der wissenschaftlichen Hilfskraft des N3V und Mineralogiestudentin, Anne Rannefeld. Für die beiden Forscherinnen ergab sich die einmalige Gelegenheit sich mit den Methoden und Arbeiten am Synchtrotron vertraut zu machen. Die Forscher planen eigene Messungen in einer Hochdruckzelle durchzuführen und damit die Phasenumwandlung verschiedener Materialien zu untersuchen.

Ein herzlicher Dank geht an die Mitarbeiter Christoph Hennig und Volodymyr Svitlik der Beamline 20 (ROBL-BM des Helmholtz-Instituts) für Ihre Unterstützung und den spannenden wissenschaftlichen Austausch.

Fragen beantwortet / Contact: 
Dipl.-Ing. Tina Rabending
Forscher aus Freiberg zusammen mit dem Beamline-Scientist Christoph Hennig
Studentin Anne Rannefeld in der Messkabine an der ROBL-Beamline