Bergakademische Geschichte(n) auf dem Donatsfriedhof

Totenkopf aus Sandstein auf einem GrabmalDer Donatsfriedhof - Wer ist nicht schon einmal an ihm vorbeigekommen? Er ist einer der ältesten erhaltenen und zugleich kulturhistorisch bedeutendsten Friedhöfe in Freiberg. So verwundert es nicht, dass er als Bestandteil der Kandidatur zum UNESCO-Welterbe „Montanregion Erzgebirge“ gelistet wird. Es besteht eine Zweiteilung in den älteren Donatsfriedhof (Bestattungen bis 1835) und den neuen Donatsfriedhof (Bestattungen seit 1835). Auf letzterem werden seit einigen Jahren keine neuen Gräber mehr vergeben. Der ältere Friedhof ist in der Form eines Ovals von 125 x 150 m Größe angelegt. Am westlichen Zugang befindet sich ein großes Torhaus, das nach den Plänen von Bergakademie-Professor Eduard Heuchler von 1836 bis 1839 errichtet wurde. In beiden Arealen haben zudem zahlreiche Professoren der Bergakademie ihre letzte Ruhestätte gefunden.

16 Alumni warfen auf dem Rundgang über den Friedhof, sachkundig geführt von Burkhard Schmugge (Kirchgemeinde) und Professor Heinrich Oettel (TU Bergakademie Freiberg), einen interessanten Blick zurück in die Freiberger Stadt- und Universitätsgeschichte. Pünktlich um 16 Uhr setzte zudem der Regen aus, sodass der knapp zweistündigen Führung nichts mehr im Wege stand. Die Gruppe sah Grabdenkmale unter anderem eines "Schön-Färber und Oekonom", eines tragisch verunglückten Studenten der Bergakademie Freiberg sowie des ersten Freiberger Bergakademisten. Auffallend war zudem, dass die Professorengräber wenig prunkvoll sondern in der Regel einfach und bescheiden gestaltet sind.

Nach der Führung wärmten sich die Teilnehmer bei einem kleinen Umtrunk im Kartoffelhaus auf und ließen dabei den Abend gemütlich ausklingen.

Gruppenfoto im Hintergrund die Jakobikirche und rechts das Westportal
Vor dem Serpentinitwürfel des Grabes von Friedrich Wilhelm Heinrich von Trebra
Grabmal in Form eines Sarkophages
Foto der Gruppe durch ein Loch in einem Grabmal hindurch fotografiert