Tim Becker

interviewed im September 2017

Steckbrief

Dr. Tim Becker
Entwicklungsleiter bei der Finow Automotive GmbH in Eberswalde
Studienrichtung: Fahrzeugbau: Werkstoffe und Komponenten

Vita

  • 2008-2013: Studium Fahrzeugbau: Werkstoffe und Komponenten an der TU Bergakademie Freiberg
  • seit 2016: Entwicklungsleiter bei der Finow Automotive GmbH in Eberswalde

Interview

Sie haben in Freiberg studiert. Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium an der Bergakademie anzutreten?

Bei der Recherche der für mich in Frage kommenden Universitäten hinterließ die Bergakademie einen prägenden Eindruck, der sich sowohl auf die universitären Rahmenbedingungen als auch auf die Lebensqualität der Stadt Freiberg stützte. Nicht zuletzt aber überzeugte mich der Studiengang Fahrzeugbau: Werkstoffe und Komponenten durch die fachübergreifende Ausrichtung der Studieninhalte in den Gebieten Maschinenbau, Werkstofftechnik und Werkstoffwissenschaften.

Welche nachhaltigen Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer Zeit an der TU Bergakademie Freiberg?

Dieser äußerst arbeitsintensive und entbehrungsreiche Lebensabschnitt hat mich gelehrt, dass unbedingter Einsatz und Engagement in aller Regel auch entlohnt werden.

Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissen auf Ihr Studium zurückblicken: Gibt es etwas, das Sie anders machen oder worauf Sie achten würden?

Das Wesentliche vom Unwesentlichen trennen zu können, hätte mir in meiner Studienzeit den ein oder anderen Tag mehr Freizeit beschert.

Was möchten Sie den aktuellen Studierenden in Freiberg als Tipp mit auf den Weg geben?

Studiert und lernt nicht nur um eine Klausur oder ein Fach zu bestehen, sondern studiert um vertieftes Wissen und damit folglich bestmögliche Ergebnisse zu erlangen. Auf diese Weise sind auch die anspruchsvollsten Aufgaben mit Freude und Motivation bewältigbar.

Was ist aus Ihrer Sicht das besonders Interessante an Ihrer jetzigen Tätigkeit?

Als Entwicklungsleiter in einem mittelständischen Unternehmen ist meine Arbeit geprägt von interdisziplinären Aufgaben. Dadurch kann ich, neben der Anwendung und Vertiefung meines fachlichen Wissens, meine Fähigkeiten in den Bereichen Management und Mitarbeiterführung ausbauen.

Haben Sie heute noch berufliche oder private Kontakte zur TU Bergakademie Freiberg?

Meine anhaltende Begeisterung für den Werkstoff Magnesium bringt mich immer wieder zurück an die Bergakademie und an das Institut für Metallformung. Erst vor kurzer Zeit wurde ein gemeinsames Forschungsprojekt zur Herstellung von lasergeschweißten Magnesiumrohren erfolgreich abgeschlossen.

Verraten Sie uns zum Schluss Ihr Lebensmotto?

Ohne Zweifel: „Das Ziel ist das Ziel“. Leider vergesse ich dadurch auch zuweilen den Weg zum Ziel zu genießen.

Foto © privat