Konrad Uebel

interviewed im August 2018

Steckbrief

Konrad Uebel
Energieexperte und Geschäftsführer des Freiberg Institut für vernetzte Energieautarkie GmbH
Studienrichtung: Technologiemanagement

Vita

Konrad Uebel studierte von 2003 bis 2009 den damals neu eingeführten Studiengang Technologiemanagement. Gleich im Anschluss an sein Studium hatte er die Chance, als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bergakademie, erste Berufserfahrungen zu sammeln. 2015 wurden erste Ideen zum Gründungsvorhaben mit Unterstützung von SAXEED gebündelt und mit einem Technologiegründerstipendium 2016 nahmen diese langsam Form an. Im Juni 2016 war es dann soweit, das Freiberg Institut wurde offiziell gegründet - mit Konrad Uebel als gesellschaftenden Geschäftsführer.

Interview

Sie haben in Freiberg studiert. Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium an der Bergakademie anzutreten?

Ich war mit 18 Jahren gerade fertig mit dem Abi und konnte kurze Zeit später gleich mit dem Studium beginnen. Damals war ich noch sehr in meiner damaligen vogtländischen Heimat verwurzelt. Also kamen für mich nur Unis in einer gewissen Entfernung in Frage, also auch Freiberg. Dazu kam, dass mich schon immer die Themen Technik/Ingenieurwesen und Wirtschaft in Kombination interessiert haben und dort auch meine Stärken und Interessen liegen. In Freiberg gab es dann einen neuen, interessanten Studiengang „Technologiemanagement“, der beides vereinte. Also habe ich mich in Freiberg eingeschrieben, obwohl ich die Stadt und die Uni überhaupt nicht kannte.

Welche nachhaltigen Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer Zeit an der TU Bergakademie Freiberg?

Es war für mich insgesamt eine prägende Zeit. Man wird mit neuen Dingen und Möglichkeiten konfrontiert und beginnt nach und nach mehr über die Welt und sich selbst nachzudenken. Was möchte ich erreichen? Wie erreiche ich meine Ziele? Sehr geprägt auf diesem Weg haben mich mein Praxissemester in Atlanta / USA und Prof. Unland. Generell hat die TU aber aus meiner Sicht den großen Vorteil eher klein zu sein. Man kommt sehr viel schneller und intensiver in Kontakt mit den Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern. Davon kann man nur profitieren, was ich z. B. durch Tätigkeiten als „HiWi“ an verschiedenen Lehrstühlen auch genutzt habe.

Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissen auf Ihr Studium zurückblicken: Gibt es etwas, das Sie anders machen oder worauf Sie achten würden?

Generell nicht, aber zwei Dinge fallen mir schon ein. Ich würde das Grundstudium viel ernster nehmen. Dinge, von denen ich überzeugt war, niemals im Leben zu benötigen, begegneten mir dann doch sehr viel schneller wieder als mir lieb war und ich musste mir diese dann selber hart erarbeiten. Und dann würde ich aus heutiger Sicht versuchen, mein Studium noch mehr an meinen Interessen und an der Praxis ausrichten. Theorie ist nur die eine Seite der Medaille.

Was möchten Sie den aktuellen Studierenden in Freiberg als Tipp mit auf den Weg geben?

Stark kondensiert aus Sicht eines jungen Geschäftsführers: Werdet euch klar, was ihr machen wollt, entdeckt was euch Spaß macht, seht die Chancen, verfolgt eure Ziele mit Nachdruck und wisst, wer euch dabei helfen kann.

Haben Sie heute noch berufliche oder private Kontakte zur TU Bergakademie Freiberg?

Ja, sehr viele. Erstmal war ich lange Zeit wissenschaftlicher Mitarbeiter. Da lernt man schon einige Leute kennen und schließt auch Freundschaften. Und unser Start-Up Freiberg Institut ist aus der Uni heraus gegründet. Wir kooperieren mit vielen Lehrstühlen oder zentralen Einrichtungen und pflegen einen engen Kontakt zu vielen Personen in und um die TU Bergakademie Freiberg.


Verraten Sie uns zum Schluss Ihr Lebensmotto?

Gerne. „Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ Das ist ein Zitat von Franz Kafka.