Holger Sigg

interviewed im August 2017

Steckbrief

Holger Sigg
Business Development Manager bei der MB Well Services GmbH
Studienrichtung: Geotechnik und Bergbau

Vita

  • Studium Geotechnik und Bergbau an der TU Bergakademie Freiberg
  • parallel zum Studium vielfältiges Engagement für die Freiberger Studentenschaft, u.a. Studentenvertreter im Fachschafts-, Studentenrat und Senat der Universität und in der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften und Mitbegründer der Studentenzeitung Wühlmaus
  • seit 2007 in diversen Bohr-Firmen als Betriebsleiter oder Projektingenieur tätig
  • aktuell Business Development Manager bei der MB Well Services GmbH

Interview

Sie haben in Freiberg studiert. Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium an der Bergakademie anzutreten?

Ich hatte während meiner Gymnasialzeit einen Flyer der RWTH Aachen zum Studiengang Geotechnik/Bergbau in die Hand bekommen und mir damals gedacht „Das wäre was!“. Als ich dann nach Umwegen doch das Geotechnik/Bergbau-Studium anfangen wollte, habe ich mich erkundigt, wo das überall gehen würde. Es war klar, dass ich dazu meine Heimat Karlsruhe verlassen musste und 1996 war die Wiedervereinigung noch sehr frisch. Als ich von Freiberg/Sachsen las, war für mich die Wahl recht schnell klar, weil ich einfach „die Menschen im anderen Teil Deutschlands“ kennenlernen wollte.

Welche nachhaltigen Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer Zeit an der TU Bergakademie Freiberg?

Darüber könnte ich vermutlich Bücher schreiben, so vieles war nachhaltig und prägend und bestimmt meine Sichtweise auf Dinge und mein Tun noch heute. Das sind teilweise ganz kleine, alltägliche Sachen, wie freundlich man beispielsweise im Bäcker gefragt wurde, woher man sei, weil der Dialekt einen doch gleich als „fremd“ enttarnte. Aber auch meine Arbeit als Studentenvertreter im Fachschafts-, Studentenrat und Senat der Universität und in der Konferenz Sächsischer Studierendenschaften, die Gründung der Studentenzeitung Wühlmaus und die Redaktionsnächte, die Basketballer Miners und so vieles mehr bleiben unvergessen.

Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissen auf Ihr Studium zurückblicken: Gibt es etwas, das Sie anders machen oder worauf Sie achten würden?

Ich würde vielleicht versuchen, ein paar Semester weniger zu studieren. Aber je länger ich in der Arbeitswelt unterwegs bin, desto mehr freue ich mich auch, dass ich meine Studienzeit hatte.

Was möchten Sie den aktuellen Studierenden in Freiberg als Tipp mit auf den Weg geben?

Das ist schwer, weil sich das Studium auch in den letzten Jahren stark verändert hat, so wie ich es mitbekommen habe. Aber grundsätzlich würde ich als Tipp gerne mit auf den Weg geben, dass es später auf viel mehr als nur die fachliche Qualifikation ankommt und sie die Augen und den Geist auch für Anderes offenhalten sollen.

Was ist aus Ihrer Sicht das besonders Interessante an Ihrer jetzigen Tätigkeit?

Wie abwechslungsreich sie ist und dass ich letztlich mit vielen Menschen und den unterschiedlichsten Bereichen zu tun habe. Sich hier immer wieder mit den unterschiedlichen Blickwinkeln auf eine Aufgabe zu beschäftigen, diese zu verstehen und die hoffentlich beste Lösung am Ende zu finden, das macht wirklich Spaß.

Haben Sie heute noch berufliche oder private Kontakte zur TU Bergakademie Freiberg?

Sowohl als auch. Bis vor einem Jahr hatte ich sogar das Glück, dass ein Projekt mir regelmäßige Freiberg-Besuche ermöglichte. Aber auch nach meinem Firmenwechsel gibt es immer noch genug Gründe, um nach Freiberg zu kommen. Viele wirklich sehr gute Freunde leben immer noch hier und sind immer wieder eine Reise wert. Außerdem gibt es ja jedes Jahr den BHT, das Freiberger Universitätsforum.

Verraten Sie uns zum Schluss Ihr Lebensmotto?

Tue es oder tue es nicht! Es gibt kein Versuchen.

Foto © privat