Amer Abdel Haq

interviewed im Juni 2016

Steckbrief

Dr.-Ing. Amer Abdel Haq
Business Development Manager bei UGS
Studienrichtung: Geotechnik und Bergbau

Vita

  • bis 2004: Studium Geotechnik und Bergbau mit der Vertiefungsrichtung „Tiefbohrtechnik, Erdgas- und Erdölgewinnung“
  • seit 2004: erst Testingenieur, dann Abteilungsleiter und jetzt Business Development Manager bei der Untergrundspeicher- und Geotechnologie-Systeme GmbH (UGS)

Interview

Sie haben in Freiberg studiert. Was hat Sie dazu bewogen, ein Studium in Freiberg anzutreten?

Wenn es um Erdöl- und Erdgaswissenschaften geht, hat die TU Bergakademie Freiberg einen sehr guten internationalen Ruf. Da ich schon immer im internationalen Geschäft tätig sein wollte, war das Studium an dieser Hochschule ein sehr guter Start. Die Bergakademie pflegt ihre internationalen Beziehungen sehr, sowohl zu den wissenschaftlichen Institutionen als auch zur Industrie. Davon profitieren die Studenten und können den Einstieg in ihr späteres berufliches Leben besser vorbereiten.

Welche nachhaltigen Erinnerungen verbinden Sie mit Ihrer Zeit an der TU Bergakademie Freiberg?

Es sind zweifellos und in erster Linie die Nähe sowie die persönlichen Beziehungen zu ehemaligen Studienkollegen und Professoren, die ich mit meinen Erinnerungen bis in die Gegenwart verbinde. Meine Seminargruppe bestand aus fünf Studenten im Fachbereich „Bohrtechnik und Fluidbergbau“. Der Zusammenhalt dieser Seminargruppe war für mich eine große Hilfe bei der Bewältigung der anspruchsvollen akademischen und sozialen Herausforderungen, die mir während meiner Studienzeit begegneten. Diese Erinnerungen prägen mein Leben bis heute. Insbesondere gehört der Uni-Campus zu den schönsten Erinnerungen an meine Universität. Das Lernen in der gemütlichen Bibliothek und dabei den fallenden Schnee durch die großen Bibliotheksfenster zu bewundern, danach den heißen Kaffee in der Mensa zu genießen und anschließend bei einem guten Freund im Studentenwohnheim den Abend zu verbringen, sind nur einige Erinnerungen, die mich immer mit Freiberg verbinden werden.

Wenn Sie mit Ihrem heutigen Wissen auf Ihr Studium zurückblicken: gibt es etwas das Sie anders machen oder worauf Sie achten würden?

Während meines Studiums habe ich mich völlig auf die Theorie konzentriert. Ich habe zwar die Pflichtpraktika absolviert, habe mich aber nicht wirklich für die Praxis interessiert. Während meines beruflichen Lebens musste ich schnell feststellen, dass das Studium nur als Grundlage dient, praktische Erfahrungen jedoch wesentlich wichtiger und anwendbarer als die Theorie sind. Daher würde ich aus heutiger Sicht mehr Augenmerk auf praxisbezogene Jobs während der Studienzeit legen.

Was ist aus Ihrer Sicht das besonders Interessante an Ihrer jetzigen Tätigkeit?

Es ist die große Verantwortung für die Anpassung der Geschäftsbereiche meines Unternehmens an die aktuellen Anforderungen des Energiemarktes. Dies erfordert ein hohes Maß an interner Teamarbeit und externe Beziehungspflege zu den Entscheidungsträgern auf allen Ebenen. Im Rahmen meiner Tätigkeit bin ich sowohl national als auch international sehr oft unterwegs und habe somit die Möglichkeit andere Menschen und Kulturen kennenzulernen.

Verraten Sie uns zum Schluss noch Ihr Lebensmotto?

Wer aufgehört hat besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein. (Philip Rosenthal)