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Sächsische Landesexzellenzinitiative
Landesexzellenzinitiative Sachsen
Das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) startete im Jahr 2007 die Landesexzellenzinitiative auf der Basis von Spitzentechnologieclustern. Mit der finanziellen Stärkung verfolgt die sächsische Landesregierung das Ziel, »die Leistungsfähigkeit und Attraktivität der sächsischen Universitäten weiter zu steigern [...] und mit den anerkannten Spitzenuniversitäten national und international konkurrenzfähig zu sein«, so die Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange.
Internetpräsenz:
an der TU Bergakademie Freiberg
Die Hochschulen im Freistaat waren aufgefordert, vorhandene Forschungskomplexe, die aus mehreren miteinander verzahnten Forschungsprojekten bestehen und einen »Spitzentechnologiecluster« enthalten, zur Förderung vorzuschlagen. Maximal sechs Anträge konnte jede Hochschule einreichen. Sachsenweit werden sechs Forschungskomplexe unterstützt.
Förderhöhe und Förderperiode
Im Rahmen der Exzellenzinitiative werden den Universitäten bis 2013 (Ende der Förderperiode) insgesamt rund 160 Millionen Euro (entspricht rund 26 Millionen Euro pro Jahr) aus EFRE-Mitteln (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) und Landesmitteln zur Verfügung stehen.
Erfolgreiche Beteiligung der TU Bergakademie Freiberg
Projektbezeichnung: Funktionales Strukturdesign neuer Hochleistungswerkstoffe durch Atomares Design und Defekt-Engineering
Beteiligte Fakultäten: Fakultät für Mathematik und Informatik, Fakultät für Chemie und Physik, Fakultät für Geowissenschaften, Geotechnik und Bergbau, Fakultät für Maschinenbau, Verfahrens- und Energietechnik sowie Fakultät für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie
Sprecher: Prof. Dr. David Rafaja, Fakultät für Werkstoffwissenschaft und Werkstofftechnologie, Institut für Werkstoffwissenschaft
Fördersumme: ca. 20 Millionen Euro im Zeitraum 2008 bis 2013
Pressemitteilung vom 27. August 2008
TU Bergakademie Freiberg siegt in LandesexzellenzinitiativeForschung zu Hochleistungswerkstoffen mit 20 Millionen Euro gefördert
Die TU Bergakademie Freiberg gehört zu den Siegern der Sächsischen Landesexzellenzinitiative. Die Entscheidung der Fachjury, die das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst einberufen hat, teilte die sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange am Mittwoch, dem 27. August 2008, mit. Das Freiberger Forscherteam um Prof. David Rafaja, Direktor des Instituts für Werkstoffwissenschaft, kann nun in den nächsten fünf Jahren mit einer Förderung von ca. 20 Millionen Euro rechnen. Insgesamt werden fünf Projekte im Rahmen der Landesexzellenzinitiative unterstützt.
In dem Freiberger Projekt »Funktionales Strukturdesign neuer Hochleistungswerkstoffe durch atomares Design und Defekt-Engineering« wollen Wissenschafter der TU Bergakademie neue Wege und Verfahren zur Herstellung von modernen Werkstoffen erforschen. Im Fokus des Forschungsvorhabens stehen Elektronikwerkstoffe, wie Photovoltaische Materialien oder Materialien für Mikroelektronik, und Funktionswerkstoffe auf der Basis von funktionalen Nanokompositen, die beispielsweise in Sensoren zum Einsatz kommen. »In der Industrie wachsen die Anforderungen an diese Hochleistungswerkstoffe ständig«, erklärt Prof. Rafaja, Sprecher des Forschungsvorhabens. »Gleichzeitig müssen moderne Technologien zur Herstellung derartiger Werkstoffe einen schonenden Umgang mit Ressourcen und der Umwelt garantieren. Gemeinsam mit Forschungseinrichtungen wollen wir Grundlagen für neue Produktionstechnologien schaffen und diese Ergebnisse zusammen mit unseren industriellen Kooperationspartnern umsetzen.«
Um gezielt Materialien mit besonderen Eigenschaften herstellen zu können, soll der innere Aufbau des Materials durch Mikrostrukturdefekte verändert werden. »Defekte in diesem Aufbau werden dabei nicht als Fehler angesehen. Vielmehr sollen sie bewusst genutzt werden, um die Materialeigenschaften energieschonend und kostengünstig zu verbessern«, so Prof. Rafaja. Neben 15 Instituten der TU Bergakademie Freiberg wurden gezielt außeruniversitäre Forschungseinrichtungen in das Projekt eingebunden. So sind das Forschungszentrum Dresden-Rossendorf, das Institut für Festkörper- und Werkstoffforschung sowie das Fraunhofer Institut für Keramische Systeme aus Dresden als Kooperationspartner beteiligt. Aus der Industrie unterstützen unter anderem die Solar World Freiberg, AMD Dresden, die Sulzer Metco GmbH aus Weißenborn und Magnesium Flachprodukte GmbH aus Freiberg das Projekt.
»Unser Projekt deckt eine thematische Breite ab, die nur an wenigen Hochschulen in Deutschland vorhanden ist«, freut sich Prof. Michael Schlömann, amtierender Rektor der TU Bergakademie Freiberg, über die Entscheidung. »Mit dem Freiberger Forschungsprofil können wir komplexe materialwissenschaftliche Fragen interdisziplinär bearbeiten. Genau diese fächerübergreifende Kompetenz wird durch die Landesexzellenzinitiative gestärkt.« Die sächsische Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange bescheinigte allen Forschungsanträgen das Potenzial, in kurzer Zeit internationale Spitzenpositionen einnehmen zu können.













