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Der Senatssaal im Hauptgebäude der Universität

Im Gebäudekomplex Nonnengasse befindet sich im 1. und 2. Obergeschoss der Senatssaal. Das ursprünglich zum Oppelschen Anwesen gehörige Malzhaus, wurde zwischen 1796 bis 1818 als Bergmagazin genutzt. 1818 entstand an dieser Stelle nach einem Plan des Landbaumeisters Christian Friedrich Schuricht ein Saal zur Unterbringung der „… Bibliothek, Mineralien-Modelle, Zeichnungen und anderen Kunst- Sachen …“. Bereits damals besaß der sich über zwei Stockwerke erstreckende Bibliothekssaal jene Grundstruktur, die den heutigen Senatssaal auszeichnet. Mit seinen Regalen und Lesemöglichkeiten diente er jedoch fast ausschließlich bibliothekarischen Zwecken, wobei die Balustrade im 2. Stock nur durch eine Hängetreppe vom Parkett aus zu erreichen war.
1856/57 wurde das Bibliotheksgebäude wegen einer Reihe baulicher Probleme aus- und umgebaut und um ein Stockwerk erhöht. Nachdem zwischen Juli 1977 und Juni 1980 die neue Bibliothek „Georgius Agricola“ auf dem Campus entstand, ergaben sich neue Möglichkeiten für die Nutzung der alten Räumlichkeiten: In einem Teil des Gebäudes fand das „Traditionskabinett“ seinen Platz. 1985 baute die Bergakademie den bis dahin als Bibliothek genutzten Raum in den repräsentativen Senatssaal um. Hier finden seitdem öffentliche Veranstaltungen, Vorträge und Auszeichnungen statt.
Nach der Sanierung 2005 prägt den Raum vor allem die breite, umlaufende Empore, die von weißen Pfeilern getragen wird. Der helle Anstrich der Holzbalustrade und der Pfeiler bilden einen gelungenen Kontrast zum dunklen Parkett sowie zu den dunkel lasierten Fenstern. Über eine historische Wendeltreppe aus Holz gelangt man in die 2. Etage. Durch die fünf hohen Fenster in jedem Geschoss, die Raumhöhe und die weißen Stühle mit roten Polstern besitzt der Senatssaal eine großzügige räumliche Wirkung.
An den Wänden befinden sich Gemälde von Professoren, die die Geschichte der Bergakademie mitgeschrieben haben, sowie Bildnisse der beiden Gründer der Freiberger Alma Mater.
An der Nordseite von links nach rechts:
- Abraham Gottlob Werner (1749–1817)
Bildnis von Gerhard von Kügelgen, um 1815 (Kopie) - Christlieb Ehregott Gellert (1713–1795)
Bildnis von Anton Graff, um 1790 (Kopie) - Clemens Alexander Winkler (1838–1904)
Bildnis von Gustav Schubert, 1909 - Julius Ludwig Weisbach (1806–1871)
Bildnis von Paul Kießling, 1879
An der Südseite von rechts nach links:
- Friedrich Anton von Heynitz (1725–1802)
Bildnis nach Anton Graff, Kopie von Wichmann - Friedrich Wilhelm von Oppel (1720–1769)
Bildnis eines unbekannten Malers - Karl Kegel (1876–1959)
Bildnis von Hildegard Böhme Burghardt, um 1955 - Erich Rammler (1901–1986)
Bildnis von Christoph Wetzel, 1986






